Die Stars der Detroit Auto Show 2017

        Detroit Auto Show 2017    

Im Januar dieses Jahres war es wieder soweit: Die NAIAS (North American International Auto Show) ließ Autoherzen höher schlagen. Bei der größten amerikanischen Automobilmesse strömten mehr als 800.000 Besucher das Cabo Center Detroit und durchkämmten mehr als 70 Aussteller auf rund 55.000 Quadratmeter Nettoausstellungsfläche. Ein gelungener Auftakt zu den Automessen, die weltweit 2017 noch folgen werden.

Es ist natürlich etwas schwierig bei diesem Überangebot die drei besten oder tollsten oder einfach krassesten Autos heraus zu filtern. Dennoch haben wir uns entschieden und die Wahl fiel auf den ultimativsten Bentley aller Zeiten, den Continental Supersports, den Mercedes AMG GT C, sowie den Audi SQ5. Fahrzeuge, die einen zusammengerechneten Wert von knapp einer halben Millionen Euro haben.
 

Bentley Continental Supersports

Bentley Continental Supersports
 

Wir wollen uns hier auf keine Seite schlagen und natürlich auch keinerlei Partei ergreifen, aber was Bentley sich mit dem neuen Continental Supersports hat einfallen lassen ist kurz gesagt „überwältigend“ und bringt den britischen Automobilhersteller in zumindest einer Kategorie an Platz eins der Welt.

Bereit für eine offene Kinnlade und fassungsloses Kopfschütteln?

TOP 3 Facts:

#1 Die neuen Turbolader des Bentley Continental Supersports drehen sich mit mehr als 2500 Umdrehungen PRO SEKUNDE, wobei die Turbinen Spitzentemperaturen von beinahe 1000 Grad Celsius erreichen.

#2 Bei vollem Leistungsabruf der 710 PS atmet der Continental Supersports 500 Liter Luft pro Sekunde ein, was in etwa der Menge eingeatmeter Luft von 1000 Menschen auf einmal entspricht.

#3 Bei seiner Höchstgeschwindigkeit von 336 km/h fließen 3.800 Liter Luft pro Sekunde durch den Kühler. Genug um einen Schiffskontainer binnen 10 Sekunden mit Luft zu befüllen. Während dieser Höchstgeschwindigkeitsphase legt der Supersports die Entfernung eines kompletten Footballfeldes zurück – PRO SEKUNDE.
 

 

Genug gestaunt?
Von wegen! Weiter geht’s.

Der Bentley Continental Supersports verfügt über 710 PS sowie Drehmoment-Spitzenwerte von 1017 Nm. In Kombination mit dem 40:60 ausgelegten Allrad und der ZF 8-Speed Automatik mit Quickshift bedeutet dies, dass das Fahrzeug in 3,5 Sekunden von 0 auf Tempo 100 sprintet. Der W12 Motor treibt ihn bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 336 km/h voran. Und genau diese Tatsache bringt Bentley auf Platz eins der Weltrangliste. Der Continental Supersports ist nicht nur der schnellste Bentley, der je gebaut wurde, er ist zeitgleich der stärkste und schnellste Viersitzer weltweit. Ebenso übrigens auch das Cabrio des Continental Supersports.

Möglich machen die Spitzenwerte unter anderem die neuen Hochleistungsturbolader des W12, neue Ladeluftkühlung für mehr Auftrieb sowie neue Motorhardware.
Bentley verbaut im neuen Supersport hochleistungsfähige Carbon-Keramik-Bremsen mit verbesserter Kühlung. Gleichzeitig sind es die größten Bremsen dieser Art weltweit.

Für ein noch gesteigerteres Fahrerlebnis wurde das Abgassystem umgestaltet. Bei Down-Shifts wird jetzt ein Rifle-Fire-Knistern ausgelöst. Für noch mehr Sound sorgt die optionale Titanauspuffanlage.

Neu geformte Stoßfängerentwürfe vorne und hinten, Motorhaubenlüftungsöffnungen, Seitenschwellerverlängerungen, Heckspoiler und dunkel getönte Scheinwerfer und Heckleuchten verleihen dem Bentley Continental Supersports ein geschärftes und gleichzeitig athletisches Erscheinungsbild.
 
Bentley Continental Supersports Heck

 

Kommen wir kurz zum Verbrauch. Kerosin? Nein. Obwohl es bei den Leistungsdaten nicht ganz abwegig wäre. Der Tank fasst 90 Liter. Bei einem innerstädtischen Verbrauch reicht dieser immerhin für knapp 400 Kilometer. Andersrum gesagt, der Continental Supersports schnorchelt 24,3 Liter in der Stadt, 10,7 außerhalb der Stadt und in Kombination 15,7 Liter auf 100 Kilometer. Wer schon mal einen Continental W12 gefahren ist, der weiß an dieser Stelle, dass die genannten Verbrauchszahlen bei entsprechend viel Spaß beim Fahren nicht ansatzweise realistisch sind. Aber wen kümmert der Verbrauch bei einem Startpreis von knapp 265.000 Euro, wenn man danach dieses Prachtexemplar sein Eigen nennen darf.

 


 

Mercedes AMG GT C Edition 50

Mercedes AMG GT C Edition 50
 

Nicht ganz so teuer, doch deshalb nicht weniger spaßbringend kommt der neue Mercedes AMG GT C Edition 50 daher.

Die Modell-Reihe Mercedes AMG GT bekommt Zuwachs. Zu dem bekannten AMG GT, GTS und dem Spitzenmodell GT R kommt jetzt der GT C, der sich zwischen dem GTS und dem GT R ansiedelt.

Der vier Liter V8 Biturbo des Mercedes AMG GT C leistet freudebringende 557 Pferde und ein Drehmoment von 680 Newtonmeter. Treten wir beim AMG GT C also voll aufs Gas, erreichen wir die Einhundertstundenkilometer nach nur 3,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 317 km/h. Dass hierbei der angegebene Verbrauch von 11,4 Liter (Effizienzklasse G) auf 100 Kilometer nicht mehr realisierbar ist, dürfte klar sein. Jedoch ist es schon immer so gewesen, dass unser Grinsen größer wird, je mehr wir das Gaspedal nutzen dürfen. Und beim Mercedes AMG GT C dürften wir ein recht breites Grinsen bekommen.

Bei den Fahrmodi handelt es sich um die bereits bekannten C, S, S+, I und RACE.
Der AMG GT C verfügt über ein Sportfahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung. Genannt: AMG Ride Control. Die Dämpfung an jedem Rad wird je nach Geschwindigkeit, Fahrbahnzustand und Fahrsituation automatisch elektronisch geregelt.
 

 

Wer den Mercedes AMG GT R kennt wird sich freuen, denn der AMG GT C erhält zahlreiche technische Highlights seines großen Bruders.

Ebenso wie den GT R erkennt man den GT C am breiten, muskulösen Heck und den großen Rädern. Die neuen hinteren Seitenwände verbreitern ihn um 57 mm im Vergleich zum GT und GT S. Weiterhin erfreut sich der GT C über eine aktive Hinterachslenkung. In Kombination mit der genannten Hinterachslenkung, der breiteren Spur und den großen Rädern resultiert eine höhere Kurvengeschwindigkeit, die das Gefühl von ohnehin bereits vorhandener Sportlichkeit noch weiter steigert.

Der Heckflügel ist wie beim GT und GT S in die Kofferraumklappe integriert und fährt, je nach Modi, automatisch ab einer bestimmten Geschwindigkeit aus und wieder ein.

Der AMG GT C wird zuerst als Edition 50 auf den Markt kommen und erhält eine Reihe exklusiver Ausstattungsmerkmale. Er wird in zwei Lackierungen zu haben sein. Zum einen in Designo Graphitgrau Magno, zum anderen in Designo Kaschmirweiß Magno. Sämtliche Applikationen sind in Chrome und Schwarz gehalten und passen sich somit hervorragend dem Exterieur an. Wie zum Beispiel der Aufsatzblende der Seitenschweller, Frontsplitter, den Zierleisten in den Lufteinlässen des Panamericana Grills, den Finnen auf den seitlichen Lufteinlässen der vorderen Kotflügel, dem Zierstab am Heckdiffusor und den Endrohrblenden. Dass die AMG Schmiederäder im Kreuzspeichendesign ebenfalls mit dem Exterieur abgestimmt sind, versteht sich von selbst.
 

Mercedes AMG GT C Edition 50 Cockpit
 

Im Inneren spielt eine Symphonie aus Schwarz und Silber. Vom schwarzen Performancelenkrad bis hin zu silbernen Sicherheitsgurten und Zierelementen in Chrom und Schwarz wurde an alles gedacht. Zudem tragen die AMG Performance-Sitze des neuen AMG GT C die Prägung „GT Edition 50“ in den Kopfstützen.

Preislich wird sich das AMG GT C Coupé wohl irgendwo bei 150.000 Euro ansiedeln. Der AMG GT C Roadster kommt nämlich auf rund 160.000 Euro.

 


 

Audi SQ5

Audi SQ5
 

Audi feiert auf der NAIAS 2017 eine Weltpremiere mit dem neuen SQ5. Dieser verfügt über einen 3,0 Liter V6 TFSI Turbomotor, der dem kleinen Bruder des Q7 354 PS verleiht. Dank neuster Technik entwickelt der SQ5 stattliche 500 Newtonmeter Drehmoment, was ihn unterm Strich in nur 5,4 Sekunden über die Tempo-100-Marke treibt und erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h elektrisch abregelt. Das Besondere ist, dass die 500 Nm Drehmoment bereits ab 1370 Umdrehungen entfaltet werden und diese konstant halten bis zu 4500 Umdrehungen pro Minute. Nebenbei gibt Audi den Durchschnittsverbrauch des SQ5 mit nur 8,3 Litern auf 100 Kilometer an.

Die schnell schaltende Achtstufen-Tiptronic übernimmt beim SQ5 die Kraftübertragung und sorgt für sportliches Feeling und gleichzeitig reduzierten Verbrauch. Wie? Ganz einfach: Die unteren Gänge sind sportlich kurz übersetzt, während die oberen Gänge lang übersetzt sind um Drehzahlen und Verbrauch zu reduzieren. Doch damit nicht genug! Hat man im Audi Drive Select das entsprechende Menü aktiviert, so wechselt das Getriebe zwischen einer Geschwindigkeit von 55 und 160 km/h in einen automatischen Freilauf, sobald der Fahrer den Fuß vom Gas nimmt. Dies sorgt für eine noch höhere Effizienz beim Fahren.

Der permanente Allradantrieb quattro ist beim neuen SQ5 leicht hecklastig ausgelegt, was der gefühlten Sportlichkeit zugute kommt. Sollte sich der Untergrund ändern wird die Kraft allerdings automatisch an die Achse mit der besseren Traktion übertragen. Für dynamische Kurvenfahrten auf Autobahn und Landstraßen werden die kurveninneren Räder seitens der Software automatisch abgebremst. Dadurch bleibt das Einlenkverhalten länger neutral und der SQ5 vor allem länger präzise und agil.

Der Audi SQ5 rollt serienmäßig mit 20 Zöllern vom Band. Diese können auf Wunsch allerdings auch gegen 21-Zoll-Aluminium-Gussräder eingetauscht werden. Hier stehen dann fünf exklusive 21-Zoll-Felgen zur Verfügung – gegen Aufpreis versteht sich.
 

 

Auch in Sachen Fahrerassistenzsysteme spielt der SQ5 in der oberen Liga mit. Mit an Bord sind unter anderem Querverkehrsassistent, Ausstiegswarnung, Ausweich- und Abbiegeassistent, Audi pre sense city, ein Parkassistent sowie die Audi adaptive cruise control inklusive Stauassistent, der eine teilweise Lenkung bei Staufahrten übernimmt.

Dass Infotainment bei Audi schon immer groß geschrieben wird liegt in der Natur der Sache. Seinen Mitbewerbern BMW und Mercedes war Audi eine Zeit lang immer zwei Nasenlängen voraus. Auch im SQ5 werden sich Technik-Freaks über das ein oder andere Gimmik freuen dürfen. Sei es wegen des neu entwickelten Head-Up-Displays, des Audi virtual cockpit, welches auf einem 12,3’’ Bildschirm alle wichtigen Informationen gestochen scharf darstellt oder der MMI connected App, über die der Wagen gestartet werden kann und sämtliche fahrzeugrelevanten Informationen abgerufen werden können – inklusive der Position wo der Wagen geparkt wurde.

Der Audi SQ5 hebt sich natürlich auch optisch vom Rest der Q5-Modellreihe ab. Markante Stoßfänger vorn und hinten werden durch stärker konturierte S-spezifische Lufteinlässe, sowie ein Diffusor mit Wabengitter ergänzt, Doppellamellen im Grill und Zierelemente in Twilightgrau matt runden den Außenauftritt des SQ5 sportlich ab. Mit von der Partie sind ebenfalls Außenspiegel in Aluminiumoptik, dynamische Blinker und LED-Technologie im kompletten Innenraum.

Apropos Innenraum: Auch hier hat Audi mehr geklotzt als gekleckert. Die beleuchteten Einstiegsleisten sind beim SQ5 serienmäßig mit an Bord sowie ebenfalls Kontrastnähte an den Sportsitzen und am Lenkrad. Hier und da glänzt gebürstetes Aluminium. Optional stehen natürlich auch verschiedene Holzapplikationen oder eine Carbon-Leiste zur Verfügung.

 

Audi SQ5 Cockpit
 

Bevor aber nun bei aller Sportlichkeit die Alltagstauglichkeit zu kurz kommt: Je nach Position der Rückbank verfügt der Audi SQ5 über ein Kofferraumvolumen von 500 bis 1.550 Liter.

Wer sich zum Marktstart Mitte 2017 einen neuen SQ5 zulegen möchte, der darf mit einem Preis ab circa 68.000 Euro rechnen.
 

Welcher dieser drei Wagen am Ende des Tages auch immer für dich in Frage kommt: Wir wünschen jetzt schon viel Spaß und eine gute Fahrt!

 

Fotos: Bentley Press; Mercedes Presse; AUDI AG

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