Dein Wille geschehe – BRABUS B63S – 700 6×6

        BRABUS B63S – 700 6x6    

„…und ob ich schon wanderte im finsteren Tal…“ – Moment! Wandern? Wieso wandern? Was dachte man sich dabei, als man dieses Monstrum entworfen hat? Sicherlich nicht an die nächste Wanderroute oder gar den Jakobsweg. Und wenn schon, dann bitte nicht zu Fuß, sondern mit dem Auto.

Zugegeben, die Premiere feierte der BRABUS B63S auf der IAA im Jahre 2013, aber wen juckt das bei diesem Anblick? Der B63S – 700 6×6 ist an Endgültigkeit wohl nicht zu überbieten. Ein Koloss, welches die Griechen vor Neid erblassen lassen dürfte. Eine High-End Walze auf sechs Rädern mit nur einem Ziel: Vorwärts – egal was im Weg steht, egal an welchem Ort dieser Erde und völlig egal wie unmöglich es zuvor schien. Der B63S lächelt über unwegsames Gelände nur kurz, holt tief Luft und stellt dann alle Hebel von „Frieden“ auf „Mach Platz da vorne“. Gekonnt in Szene gesetzt wurde der G 63 AMG 6×6 zuletzt im Blockbuster „The Reach – In der Schusslinie“ mit Michael Douglas, der den AMG durch die Prärie Amerikas jagt. Schön zu sehen, dass das Fahrzeug den kompletten Film über ein Stuttgarter Nummernschild trägt.
 

BRABUS B63S – 700 6x6 Rückansicht
 

Viel zu selten, und selten scheint hier noch zu häufig, sehen wir in unseren Breitengraden einen BRABUS B63S in freier Wildbahn. Genau genommen gar nicht, denn wo will man diesen in Kleinserie produzierten Mythos hier bewegen? In einer unserer Einbahnstraßen, Wendehämmer, Kreisel oder vielleicht in unsere Tiefgaragen? Wohl kaum. Wer im B63S Platz nehmen darf, der hat die Endstation alles Machbaren in Sachen „Wahnsinn“ erreicht. Genau das richtige Auto für uns, die AJOURE´. Rufen wir den BRABUS B63S 6×6 noch einmal für uns alle in Erinnerung und genießen die unfassbaren Daten, ehe wir andächtig die Augen schließen und hoffen, dass Autos dieser Kategorie niemals ein Ende finden werden.

Eigentlich, so dachten wir, reicht es völlig, wenn wir ein Bild in höchster Auflösung zeigen, denn alles Weitere erklärt sich beim Anblick theoretisch von selbst. Aber das war uns nicht genug, also her mit den Fakten. Wir wollen verschwenderisch träumen.

Gut, dass der Power Off-Roader so breit ist, denn sonst würde kaum die komplette Typen-Bezeichnung auf das Heck passen. BRABUS B63S – 700 6×6. Wofür die einzelnen Komponenten stehen dürfte klar sein. BRABUS schnappte sich das damals neu erschienene und exklusivste G-Modell aller Zeiten, den Mercedes G 63 AMG 6×6, und modifizierte diesen BRABUSgerecht, ganz nach dem Motto „Warum kleckern, wenn wir auch klotzen können!“ Und beim Thema „Klotz“ war man mit diesem Fahrzeug ja an der richtigen Stelle.
 

BRABUS B63S – 700 6x6 Innenansicht
 

Der sechsradgetriebene Viertonner verfügt über einen 700 PS starken 5,5 Liter V8 Biturbo, der das Schwergewicht in sage und schreibe 7,4 Sekunden über die 100 km/h Marke brüllt.
Bei 160 km/h ist dann lustigerweise auch schon wieder Feierabend, denn die Elektronik beendet den Vortrieb auf Grund der unfassbaren 37 Zoll HeavyDuty-Off-Road- Geländebereifung. Damit BRABUS die 156 PS Zusatzleistung im Vergleich zum Mercedes G 63 AMG realisieren konnte, wurde die Peripherie des V8 grundlegend überholt. Die Serienlader wichen zwei BRABUS Spezial-Turboladern, die für den höheren Ladedruck verantwortlich sind. Gleichzeitig senkt die Gold Hear Reflection die Ladelufttemperatur weiter ab. Ergebnis: Mehr Leistung und sagenhafte Standfestigkeit. High Performance Metallkatalysatoren mit 75mm starken Down Pipes senken den Staudruck. Apropos Druck! Ordentlich Druck gibt’s auf die Ohren, denn der B63S ist kein Leisetreter. Daher kann der Fahrer die speziell entwickelte Edelstahl-Sportauspuffanlage mit Klappensteuerung in eine Art „Winterschlaf“ versetzen. Nennt sich dann „Coming Home“-Modus. Eine Funktion, die man wohl nicht all zu häufig nutzen wird, denn unsere Nachbarn sollen doch auch etwas von unserm Sound miterleben dürfen.
Trotz zwei Endrohren auf jeder Seite bewegt sich der BRABUS B63S 6×6 innerhalb der EURO 5 Norm. Machbar gemacht wurde dies durch die perfekte Abstimmung der Hochleistungskomponenten. Wenn wir schon beim Thema Hochleistung wären – 960 Nm werden durch die AMG Speedshift Plus 7G-Tronic Automatik entfesselt.

Die Serienschürze dient als Halterung für den neuen BRABUS Frontspoiler und auf der Motorhaube macht sich eine Carbon-Hutze Platz. Trotz der enormen Höhe des Fahrzeugs darf ein hochglanzpolierter Unterfahrschutz natürlich nicht fehlen. Wo wir dann beim Punkt „Optik“ angekommen wären. In die Front verbaut werden dunkel getönte LED-Leuchten, schwarze Xenon Scheinwerfer und Tagfahrleuchten mit Blinkerfunktion. Die serienmäßigen Blinker an der Oberseite verlieren hiermit ihren Sinn und bekommen an deren Stelle Sicht-Carbon-Blenden. Ein Zusammenspiel mit der Motorhaube, die seinesgleichen sucht.
 

BRABUS B63S – 700 6x6 Motor
 

Exklusivität hört außen allerdings nicht auf. Im Gegenteil. Innen geht es direkt so weiter. BRABUS’ hauseigene Sattlerei verbaut in Handarbeit eine „fine-leather“-Kombination aus feuerrotem und schwarzem Leder, sowie selbstverständlich Alcantara. Beleuchtete Edelstahleinstiegsleisten mit BRABUS Logo runden den sonst so kantigen B63S 6×6 700 gekonnt ab.

Gekonnt abgerundet wird allerdings auch das Bankkonto, denn der massive Hüne erleichtert den Käufer um gute 480.000 Euro. Da fällt der Verbrauch von 50 Litern und mehr auf 100 Kilometer dann aber auch kaum weiter ins Gewicht!

 

Fotos: Brabus Presse



Anzeige

Dieser Artikel kann Werbelinks enthalten.
Keine Kommentare

Dein Kommentar dazu Abbrechen

Deine E-mail Adresse wird nicht veröffentlicht.