610 km in zwei Stunden – Audi RS6 Avant performance

        Audi RS6 Avant performance    

Schon einmal morgens um 7 Uhr aufgewacht und gedacht „Wie wäre es mit einem Familienausflug auf ein Käffchen in Berlin“? Dabei fällt euch auf, dass ihr 600 Kilometer entfernt von Berlin lebt und die Idee eigentlich nicht umsetzbar ist … falsch!
Wir haben für euch die Lösung. Zumindest theoretisch. Sie hört auf den Namen Audi RS6 Avant performance.

Zugegeben, 610 Kilometer in 120 Minuten mit einem Auto zurückzulegen lässt nicht zwingend auf eine verantwortungsbewusste Fahrweise schließen, aber machbar wäre es. Zumindest beinahe, denn die Tankstopps werden einen kleinen Knick in die Zeitmessung biegen. Dennoch, schneller und gleichzeitig komfortabler als im RS6 Avant performance geht es nicht. Der schnellste Serienkombi der Welt setzt völlig neue Maßstäbe und hat das Zeug zum Porsche-Killer – und wenn wir von Porsche reden, dann sprechen wir von einem neuen 911 Turbo.
 

Audi RS6 Avant performance
 

Wir haben ihn für euch getestet und uns beim Autohaus Hofmann in Walldorf den RS6 Avant performance geben lassen. Fünf Minuten später haben wir auch verstanden, warum Verkäuferin Sandra Schmidt beim Reden über das Auto so ein breites Grinsen auf dem Gesicht hatte.

Noch mehr Leistung, noch mehr Sportlichkeit und das alles bei herausragender Effizienz. Dafür steht bei Audi seit kurzem die neue Modellbezeichnung „performance“.
Die Ingolstädter pumpen den regulären RS6 Avant noch einmal kräftig auf und verleihen ihm unglaubliche 605 PS und 750 Nm Drehmoment. So beschleunigt der Rennkombi in 3,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Die 200 km/h Marke erreicht der RS6 Avant performance in nur 12,1 Sekunden und ist somit 1,4 Sekunden schneller als das RS-Basismodell. Die Höchstgeschwindigkeit wird werksmäßig bei 250 km/h abgeriegelt. Wem das nicht reicht, der hat die wunderbare Möglichkeit, diese auf 280 km/h anzuheben. Immer noch nicht genug? Dann kommt hier die gute Nachricht. Der RS6 Avant performance leistet mit entsprechender Freischaltung 305 km/h. Gegen Aufpreis versteht sich. Dann ist allerdings sichergestellt, dass den Familienvater auf der linken Spur im RS6 performance niemand mehr mit Blinker bittet, die Fahrbahnseite für „tieffliegenden Flugverkehr“ zu räumen, denn schneller geht es kaum.

Trotz Leistungssteigerung bleibt der Kraftstoffverbrauch unverändert. Bei gemütlicher Fahrweise schwappen 9,6 Liter SuperPlus auf 100 Kilometer durch die Auspuffanlage. Absolute Bestwerte in diesem Segment. Latscht man natürlich kräftig aufs Gas, wird das nichts mit den knapp 10 Litern. Hier schnorchelt der Kombi-Hüne dann jenseits der 20 Liter-Marke genüsslich Liter um Liter. 700 Nm Drehmoment leistet der RS6 performance regulär. Dank Overboost-Funktion werden kurzzeitig bis zu 750 Nm Drehmoment lockergemacht. Das klangvolle 4.0 TFSI V8-Biturbo Triebwerk sorgt hierbei für einen Sound, der Autobegeisterten die Tränen in die Augen zaubert.
 

Audi RS6 Avant performance
 

Möglich war die Leistungssteigerung durch das technologische Know-how von Audi und der quattro GmbH. Die Ingenieurskunst bei gleichzeitig langjähriger Erfahrung mit RS-Hochleistungsmodellen machen es möglich diese weiter zu optimieren. Angefangen bei der spezifischen Motorsteuerung mit Drehzahl und Ladedruckanhebung, bis hin zum „COD“, dem Audi „cylinder on demand“-System, welches im Teillastbetrieb nur vier der acht vorhandenen Zylinder aktiv hält.

Pure Sportlichkeit verspricht auch die Achtstufen-tiptronic. Der Fahrer hat die Möglichkeit, sich zwischen zwei Fahrmodi, „D“ und „S“, zu entscheiden, oder gar selbst zu schalten. Letzteres erfolgt über Tipp-Funktion oder über die Schaltwippen am RS-Sportlenkrad. Dass Gangwechsel in einem abartigen Tempo vollzogen werden, muss an dieser Stelle nicht erst erwähnt werden. Hilfestellung bietet das Fahrerinformationssystem (FIS), welches mittels Schaltblitz die Drehzahlgrenze anzeigt. Optional wird diese ebenfalls ins Head-Up-Display projiziert.

Die im Überfluss vorhandene Kraft wird durch den permanenten Allradantrieb quattro auf die Straße gebracht und verteilt die Momente flexibel über das Mittendifferenzial. In der Grundauslegung fließen 40 Prozent vorne und 60 Prozent hinten an die Achsen. Die radselektive Momentensteuerung greift bei Bedarf gekonnt unter die Arme. Wer sich für die High-End-Variante entscheiden möchte, der hat die Möglichkeit, den quattro-Antriebsstrang um das Sportdifferenzial an der Hinterachse mit aktiver Momentenverteilung zwischen dem kurveninneren und kurvenäußeren Rad zu ergänzen.
 


 

Serienmäßig wird der Audi RS6 Avant performance um 20mm tiefer gelegt. Verantwortlich hierfür ist die RS-adaptive air suspension mit dynamischen Setup. Als Alternative bietet Audi das noch straffere RS-Sportfahrwerk plus mit Dynamic Ride Control (DRC) an, sowie einer Dynamiklenkung für stufenlos variable Lenkübersetzung.

Neu ist bei den performance-Modellen ebenfalls das RS-Multifunktions-Sportlederlenkrad. Über dieses schaltet der Fahrer zwischen den Stufen auto, comfort, dynamic und individual. Ergebnis: Der Blick bleibt auf der Straße.

Die Serienausstattung den High-End-Models RS6 Avant performance ist lang. So rollt der Avant auf exklusiven 21 Zoll Aluminium-Gussrädern vom Band in der Größe 285/30. Innenbelüftete Wave-Design Bremsscheiben sorgen für hervorragende Bremsmanöver. Optional bietet Audi auch hier natürlich den stärksten „Anker“ in Form einer Keramik-Bremsanlage an. Ebenfalls Serie sind die sportlichen Stoßfänger mit großen Lufteinlässen vorn und stark profiliertem Diffusor-Einsatz hinten. Breite Schweller und Wabengrill sind wie üblich ebenfalls mit von der Partie.

In Deutschland startet der Audi RS6 Performance bei 117.000 Euro. Mit entsprechender Vollausstattung liegt dieser bei abgerundeten 150.000 Euro.

Ajoure-MEN Fazit: Sprachlos.

 

Fotos: Audi PR

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