Ingress Prime – kommt Augmented Reality doch noch mal wieder?

        Ingress Prime    

Das Spiel Ingress gibt es schon etwa sechs Jahre in den App-Stores. Nun ist allerdings ein großes Update von Entwickler Niantic veröffentlicht worden. Mit neuer Grafik, neuer Story und neuem Namen geht „Ingress Prime“ an den Start. Du kennst Niantic bestimmt schon von einem anderen AR-Spiel namens „Pokémon Go“.

Die Welt verändert sich…

Der Kern des Spiels ist die exotische Materie (XM). Sie hat die Menschheit schon immer umgeben und wurde mithilfe des Scanners in der Ingress Prime-App erst kürzlich entdeckt. Die Welt ist von XM überzogen. Es liegt an dir, etwas aus diesem Rohstoff zu machen. Du kannst dich zwischen zwei Fraktionen entscheiden, die dir das Spiel zur Verfügung stellt.

Zum einen gibt es die „Enlightened“ und zum anderen die „Resistance“. Die Enlightened sind davon überzeugt, dass die Menschheit durch XM in ein goldenes Zeitalter geführt wird. Sowohl in mentaler, als auch in körperlicher Hinsicht macht sich diese Fraktion die Vorteile von XM zu Nutze. Die Resistance will verhindern, dass die Menschheit durch den Gebrauch von XM unterjocht wird. Sie legen alles daran, die Fraktion der Enlightened aufzuhalten. Als dritte Option kannst du dich auch einfach keiner der beiden Fraktionen anschließen.

Durch das simple Fortbewegen auf der Karte, also auch im Real-Life, sammelst du die exotische Materie. In Großstädten gibt es natürlich größere Events als auf dem Land. In der Zukunft sind für Asien, Europa und Amerika jeweils drei sehr große Veranstaltungen geplant. Über die ganze Welt hinweg verteilt gibt es außerdem viele Satellite-Anomalie-Events.

Um die Story zu pushen, integriert Niantic AI-Chatbots. So können Spieler mit den Fraktionen direkt kommunizieren. Außerdem ist für dieses Jahr der Start einer Netflix-Anime-Serie geplant. Im Verzeichnis ist er bereits zu finden, er lässt sich aber noch nicht abspielen.

… zum schlechteren?

Niantic bewirbt Prime als komplett neues Spiel, was es aber eigentlich nicht ist. Ingress gibt es nämlich schon seit 2012 in den App-Stores. Die Grafik wurde mächtig aufgepumpt und wiederkehrende Spieler behalten den Fortschritt ihres Accounts. Mit der neuen Version hast du die Möglichkeit, ähnlich wie in Call of Duty einen Prestige-Modus zu aktivieren.

Prime hat aber auch Schwierigkeiten. Viele Nutzer beklagen sich über Bugs, einen hohen Akkuverbrauch und den neuen Pay-to-Win-Store. Die Kritik wird in den App-Stores sowie in Forenbeiträgen zum Spiel laut. Über den neuen In-Game-Store wird der Unmut ganz besonders laut, denn erstmals können sich die Spieler nun sogenannte „Hackables“ kaufen. Diese hättest du dir in der ursprünglichen Ingress-Version eigentlich erspielen müssen.

In den Sternen steht außerdem, ob Niantic ihre Update-Politik aus Pokémon Go auch auf andere Projekte anwendet. Solange kein neuer Inhalt kommt, darf sich Ingress Prime gerne in den Papierkorb begeben.

Ingress Prime

Ingress Prime im Google Play Store

Ingress Prime im Apple iTunes Store
 

Fotos: Niantic; Google Play Store

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