Drivy: Privates Carsharing setzt sich an den Markt

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☞ Heuzutage ist Carsharing, zu Deutsch: Automitbenutzung, ein fester Begriff im mobilen bis hin zu hektischen Lebensalltag. Es wird in der heutigen Zeit vorwiegend beruflich genutzt. Das liegt sowohl am Angebot als auch an der Nachfrage. Der Unterschied zur gewerblichen Autovermietung mit den bekannten Anbietern ist beim Carsharing eine kurzzeitige, nicht selten nur einstündige Anmietung eines Stadtwagens. Der Begriff privates Carsharing macht neuerdings in Presse, Funk, Fernsehen und Internet die Runde. Der Begriff muss zweigeteilt betrachtet werden. Zum einen handelt es sich um das Autoteilen, also die private Automitbenutzung unter Bekannten, Freunden, Nachbarn und Kollegen. Zum anderen ist es ein Angebot zur Fahrzeugmitbenutzung von privat für privat. Hier bietet sich ein Vergleich mit dem P2P-Kredit, dem Peer to Peer Kredit, an. Er wird auf Onlineportalen im Internet als Ergänzung zu den gewerblichen Krediten der Banken und Sparkassen angeboten. Privatleute verleihen Geld an Privatleute.

☞ Ähnlich ist der Weg beim privaten Carsharing. Hier in Deutschland ist es seit Anfang der 2010er Jahre nicht nur im Gespräch, sondern in bundesweiten Großstädten und Ballungsgebieten schon längst angekommen. Möglich macht das modernes Hightech mit Internetplattform, Smartphone und der Carsharing App. Zu den Start-ups der Anfängergeneration gehörten die Unternehmen Tamyca, nachbarschaftsauto.de und autonetzer.de. Kurze Zeit später schlossen sich nachbarschaftsauto.de und autonetzer.de zu der damals bundesweit größten Onlineplattform im privaten Carsharing zusammen. Ende 2014 drängte sich der französische Anbieter Drivy auf den deutschen Markt für privates Carsharing. Und ein halbes Jahr später wurde autonetzer.de von Drivy übernommen.

☞ Drivy gilt Mitte der 2010er Jahre als das europaweite Maß der Dinge im privaten Carsharing. In etwa zeitgleich mit der Übernahme von autonetzer.de wurde in Frankreich der Konkurrent Livop geschluckt, und wenige Monate später begann Drivy damit, den spanischen Markt aufzurollen. Das für diese Expansionen notwendige Kapital von etwa 50 Millionen Euro besorgte sich das rührige Unternehmen aus mehreren Crowdfunding- und Fundrising-Runden. Und seit Mitte des Jahres 2016 bietet Drivy seine Dienste auch in Belgien sowie in Österreich an.

 

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☞ Soweit die fünf- bis sechsjährige Historie. Doch wie sieht die Zukunft aus? Ist das private Carsharing erst am Anfang oder ist das Ende schon in Sicht?

Die Antwort heißt eindeutig „erst am Anfang“, wie du sicherlich vermutet hast. Denn wo Start-ups erfolgreich sind, dort wittern auch die arrivierten Unternehmen geschäftlichen Erfolg mit Umsatz und Gewinn. Ein gutes Beispiel dafür aus der jüngeren Vergangenheit ist der Fernbusmarkt in Deutschland. Nach einer ersten Euphorie sind die meisten Vorreiter vom Markt verschwunden. Sie wurden aufgekauft oder gingen insolvent. An ihrer Stelle findet der Reisende heutzutage so bekannte Namen wie Deutsche Post oder Deutsche Bahn. Ein ähnlicher Prozess ist in den kommenden Jahren auf dem privaten Carsharingmarkt nicht ausgeschlossen. Drivy wird allerdings klug, professionell geführt und baut dementsprechend vor. Zurzeit stehen rund 12.000 Autos auf der Onlineplattform zum privaten Carsharing zur Verfügung. Die Tendenz zeigt steil nach oben. Automobilhersteller sowie Versicherer werden frühzeitig als Partner ins Boot geholt. Damit sind technischer Fortschritt sowie das Schließen von Risikolücken garantiert.

☞ Expertisen haben ergeben, dass sich die Automarke Mini ausgesprochen gut für das private Carsharing eignet. Fahrzeugeigner und Fahrzeugmieter sind beiderseits markenaffin. Zu den Hemmnissen, gleichbedeutend mit Anfangsschwierigkeiten, gehören Übergabe und Übernahme der Fahrzeugschlüssel. Zurzeit läuft das nicht viel anders ab als bei der örtlichen Autovermietung. Zukünftig, und keinesfalls als Zukunftsmusik, ist vorgesehen, die Autos für einige hundert Euro zusätzlich mit Lesegerät nebst Zugangschip auszustatten. Smartphone und App sind für die Kommunikation mit Leihen und Nutzen unentbehrlich, gleichzeitig aber auch ausreichend. Entscheidend ist, dass alles online von unterwegs aus erledigt werden kann, ad hoc und an jedem Standort. Von der Kontrolle der Fahrerlaubnis und des Personalausweises, bis hin zum Nachweis über die Versicherung; alles geschieht online, praktisch vis-à-vis zum Carsharing-Fahrzeug.

☞ Statistische Erhebungen zeigen und weisen nach, dass auf ein privates Sharing-Auto durchschnittlich bis zu 20 registrierte Nutzer kommen. Bei einer Autoflotte von 30.000 Fahrzeugen ergibt das 600.000 Interessenten, die über kurz oder lang das Angebot nutzen. Das Verhalten jüngerer Führerscheininhaber spricht ganz eindeutig für die Zukunft im privaten Carsharing. Heutzutage ist Führerschein nicht gleichbedeutend mit einem eigenem Privatauto. Im Gegenteil: Junge Generationen prüfen kritisch und realistisch das Preis-Leistungs-Verhältnis von Autokauf und Autonutzung. Sie benutzen den öffentlichen Personennahverkehr und entscheiden sich punktuell sowie ganz bedarfsgerecht für ein Auto. Steht es in der Garage, kostet es unnötig Geld: von der Leasingrate über den Autokredit bis hin zu Steuern und Versicherung. Das Auto ist kein Prestigeobjekt mehr, sondern ein technisches Fortbewegungsmittel. Es wird dann gefahren, wenn es gebraucht wird. Letztendlich ist das „Autoteilen“ ein wirksamer Beitrag zur Umweltschonung. Weniger Fahrzeuge produzieren automatisch weniger Abgase und Schadstoffe.

Auch bei Drivy, bei Mini, Opel und anderen Herstellern ist manches noch Zukunftsmusik. Die Versicherungsfrage wurde mit dem Partner „Allianz“ überaus zufriedenstellend gelöst. Direkte Absprachen, auch zum Preis, sind heute schon möglich. Politisch und gesellschaftlich wird die private Carsharing-Szene durch den bcs, den Bundesverband CarSharing, mit Sitz in Berlin, vertreten. Wie bcs-Sprecher Gunnar Nehrke bestätigte, ist die Zahl von einer Million registrierter Teilnehmer schon zum Ende des Jahres 2015 geknackt worden.

☞ Du tust sicherlich gut daran, diese Entwicklung aufmerksam zu verfolgen. Privates Carsharing ist deutlich mehr als nur ein Trend. Es ist eine Entwicklung, die in den kommenden Jahren nicht mehr aufzuhalten ist. Angebot und Nachfrage treffen sich tagtäglich und punktgenau. Sich wegen eines Kleinwagens oder einer Luxuskarosse einen teuren Autokredit „aufzuhalsen“ war gestern. Heute wird anders, praktischer und flexibler gedacht. Wer als Jugendlicher mit dem privaten Carsharing aufwächst und vertraut wird, der gibt das Modell innerhalb seiner Familie weiter. Spätestens für die dann folgende Generation ist das private Carsharing die größte Selbstverständlichkeit.
 

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Fotos: Drivy PR

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