10 Tipps für die richtige Heimkino-Gestaltung

        So richtest du dir Zuhause ein eigenes Heimkino ein.    

Um Filme zu sehen, hast du heute viele Möglichkeiten: Ins Kino fahren, wo jedoch meistens nur aktuelle Filme laufen und die Sitznachbarn lästig sein können. Im Fernsehen ist die Bildfläche im Vergleich dazu nicht sehr groß. Streaming-Dienste gibt es mittlerweile zwar viele, aber willst du deine Lieblingsfilme wirklich auf einem Tablet sehen?

Wie wäre es stattdessen mit einem echten Kino, allerdings zuhause als Heimkino? Riesiges Bild, perfekter Ton, keine Störungen, und alle Filme zu jeder Zeit. Auch deine bevorzugten Serien erstrahlen auf einmal im Kinoformat. Im Prinzip eignet sich jeder Wohnraum ab etwa 3 mal 4 Metern Größe, aber auch Räume wie Keller oder Dachböden lassen sich zu einem privaten Kinosaal umbauen.
 

1. Der Projektor (Beamer)

Wer zuhause ein richtig großes Bild will, braucht einen Beamer. Unter einem Preisbereich von 1000 Euro solltest du dich allerdings eher nicht umsehen, weil hier oft die Auflösung geringer als Full HD ist, der Lärm im Betrieb zu groß oder die Justierungs-Möglichkeiten des Bildes schlecht. Im Bereich von 1500 Euro gibt es bereits viele vernünftige Angebote. Hauptsächlich bieten sich Projektoren mit 3 LCD-Elementen für alle Grundfarben an, alternativ solche mit DLP. Es gibt auch 3D-Projektoren, die genauso wie Fernseher mit 3D-Brillen funktionieren.
 

2. Oder doch ein TV-Gerät?

Während mit einem Beamer locker eine Diagonale von 3 Metern in guter Qualität möglich ist, ist kaum ein Fernsehgerät so groß. Manchen reicht ein solches allerdings, und die Bild-Diagonale reicht heute immerhin in den Bereich von 1,5 Metern. Solche TV-Geräte sind, in guter Qualität, oft nicht teurer als ein guter Beamer und unterstützen manchmal sogar die noch höhere 4K-Ultra-HD-Auflösung. Leinwand wäre auch keine nötig, wenn dir diese Größe genügt, womit wir zu diesem Punkt kommen.
 

3. Die Leinwand

Ein Beamer braucht eine Projektionswand, bei der manche vielleicht an ihre weiße Zimmerwand denken. Im Betrieb können allerdings unschöne Stellen im Bild zu sehen sein, und dieses von einem Grauschleier umgeben sein. Somit macht eine echte, fest installierte Leinwand einen besseren Eindruck, die ab einigen 100 Euro zu bekommen ist. Eine Roll-Leinwand solltest du nur verwenden wenn du diese unbedingt bei Nichtgebrauch abbauen willst – es könnten sich nämlich Wellen im Bild zeigen.
 

4. Der Raum

Weiße Wände machen sich in einem Heimkino leider schlecht. Dunkle, warme Farben, die schlicht und einheitlich aussehen, lassen alles viel besser erscheinen. Kahle Betonwände und Fließen solltest du ebenfalls dringend vermeiden, wenn du guten Ton ohne Hall-Effekte genießen willst.
 

5. Der Ton

Du könntest einfach zwei Lautsprecher einer Stereo-Anlage links und recht neben der Projektionswand aufstellen, allerdings werden dir dann die Surround-Effekte vieler Filme und sogar Serien entgehen. Profis können alle vor und hinter der Sitzposition montierten Lautsprecher einzeln kaufen, oder auf ein Heimkino-Set zurückgreifen. Brauchbare Angebote beginnen hier ab einigen 100 Euro, auch der angesehenen Marken, nach oben offen.
 

6. Der AV-Receiver

Ein Audio-Video-Receiver ist nicht nur ein Verstärker für die Lautsprecher. Er decodiert sämtliche Surround-Tonformate, wie sie auf Blu-ray-Discs und DVDs, bei Streaming-Diensten oder im Fernsehen verwendet werden. Zusätzlich verwaltet er die angeschlossenen Geräte und kann ebenso Radiosender und je nach Modell Internet-Radio und Streams wiedergeben. Ein AV-Receiver sollte mindestens mit 5.1 umgehen können, besser 7.1 oder darüber, gute Qualität der angesehenen Marken ist ab etwa 300 Euro erhältlich.
 

7. Blu-ray-Player

Blu-ray-Discs liefern meist eine überragende Bild- und Ton-Qualität, und gute Blu-Ray-Player sind heute bereits ab etwa 100 Euro zu bekommen. Alternativen wären spezielle Media-Player oder ein Computer.
 

8. Fernsehen

Wie wäre es mit Fußball oder andern Live-Übertragungen in Kino-Atmosphäre? Ein Empfangsgerät wie etwa ein Satellitenreceiver, ebenso angeschlossen an den AV-Receiver, macht es möglich.
 

9. Sitzgelegenheit

Eine große, gemütliche Couch ist die beste Verbindung zwischen Kino und Wohnen. Du kannst aber auch, ganz originalgetreu, einige Kinosessel montieren. Diese werden oft im Internet angeboten.
 

10. Störungsfrei genießen

Sind alle Kabel richtig und fest angeschlossen? Manche stören sich an den Leuchtanzeigen der Geräte, stelle diese dann einfach auf der Seite oder hinten statt vorne im Raum auf. Beamer sollten außerdem einen Modus haben, in dem der Lüfter besonders leise und unauffällig läuft.
 

Fazit: Ein Heimkino kann dich einige 1000 Euro und weit mehr als nur einen Tag Arbeit kosten. Am Ende steht jedoch fest: Es lohnt sich und du siehst endlich selbst, wovon andere immer reden.

 

Foto © IPGGutenbergUKLtd/iStock.com

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