Don’t do this: So wird der Anzug richtig getragen!

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Es ist nicht immer leicht, seine sieben Sachen beisammen zu halten. Vor allem nicht als angehender Erwachsener. Schule, Job, Freundin, Familie und am besten noch das Haustier stellen dein Leben schon genug auf den Kopf. Und nun steht die jährliche Adventsveranstaltung bei deinen (zukünftigen) Schwiegereltern an und du hast keinen Plan, wie du dich angemessen kleiden sollst, woher du einen passenden Anzug bekommst und wie du ihn richtig auswählen sollst, damit er perfekt sitzt.

Eines sollte immer klar sein: Dein Anzug muss einfach gut sitzen. Wir zeigen dir, wie du gravierende Anzugssünden vermeidest und deinen Style findest.
 

Dir geht’s jetzt an den Kragen

Don't do this

Wir beginnen von oben und arbeiten uns nach unten durch. Anzughemden sollten ja eigentlich mit Krawatte getragen werden. Da dies im Alltag aber nicht immer praktisch ist, kannst du auch auf diese verzichten. Du solltest aber darauf achten, dass sich die Spitzen des Hemdkragens unters Revers des Sakkos legen. Ansonsten sieht es einfach ungepflegt aus.

Wo wir gerade vom Revers des Sakkos sprechen: Vermeide ein lockeres oder gar abstehendes Revers. Es sollte flach anliegen und den Hemdkragen betonen.

 

Die Schulter – nicht nur Duftträger

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Genau wie beim Kragen verhält es sich auch bei den Schultern. Ein zu kleines Sakko lässt dich wie einen aufgepumpten Dave Bautista aussehen. Ist dein Sakko aber zu groß, steht auf einmal nur noch ein halbes Hemd zwischen Tür und Angel.

Außerdem sehr wichtig: Du machst nur den Knopf an deiner Taille zu. Das heißt bei zwei Knöpfen den oberen und bei drei den mittleren. Der untere bleibt offen.

Pro-Tipp: Um dein Parfüm aufzutragen, eignet sich die Schulter besonders gut, da sie anderen Leuten besonders nahekommt, wenn du an ihnen vorbeigehst. Sprühe es aber nicht zu dicht an der Kleidung auf, sonst hast du unschöne Ränder auf deiner Schulter.

 

Der Uhrenhalter – Das Handgelenk

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Es gibt drei Handgelenktypen in der Anzugwelt. Zum ersten den, der es richtig macht, also ab sofort du. Zum zweiten den, bei dem das Sakko bei der letzten Reinigung eingelaufen ist. Du kannst bei ihm fast den halben Unterarm sehen. Und zu guter Letzt, den Trump. Du siehst gar kein Hemd mehr und deine Hände sehen aus wie die eines Vorschülers.

Etwa einem Drittel deiner Manschette ist es gestattet, das Licht der Welt durch dein Sakko hinweg zu erblicken. Der Rest hat versteckt zu bleiben.

 

Die Sakkolänge

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Dein Sakko reicht genau bis zur Hand. Punkt. Du trägst weder einen Trenchcoat noch eine Bomberjacke. Das Sakko sollte bis kurz unter die Hosentaschen reichen, sodass es ein wenig angehoben wird, wenn du die Hände in den Taschen hast. Dabei gilt: Eine Hand ist lässig, zwei Hände sind unzuverlässig.

 

Arsch in der Hose

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Mal ehrlich, was meinst du, spricht eine Frau mit Klasse eher an: Deine vier gut definierten Buchstaben in einer klassischen Anzughose, der „Hänger“-Style oder ein knapp genähter Schritt, der so aussieht, als würde er aus einem Bee Gees-Musikvideo kommen?

Wir sind uns sicher, dass du diese Frage richtig beantwortet hast, also beweise etwas Hintern in der Anzughose. Dein Gürtel kann einen guten Stilbruch in das Outfit bringen, indem du auch mal einen mutigen Akzent setzt.

 

Hochwasser!

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Einfach Nein. Deine Socken passen zwar zum Schuh (zu dem wir gleich noch kommen), aber niemandem wird es auffallen. Deine Hose muss einfach die richtige Länge haben. Du willst schließlich nicht so aussehen, als würdest du gleich im Garten arbeiten gehen. Auch zu lange Hosen sind auch ein No-go, insbesondere dann, wenn du hinten drauftrittst.

 

Der passende Schuh

Kommen wir nun zum krönenden Abschluss – dem Schuh. Dabei solltest du keine abgetragenen Quadratlatschen tragen, sondern spitz zulaufende Anzugschuhe. Schwarze Schuhe passen zu Anzügen in Schwarz, Dunkelgrau, Hellgrau und Navyblau. Braune Schuhe passen zu Braun, Hellgrau und Navyblau.

Ist der Anlass etwas legerer, können zum Anzug als Stilbruch auch Sneaker kombiniert werden. Aber nur dann, wenn sie nicht ausgelatscht und schmutzig sind.
 

Die richtige Anzug-Wahl

Da klassische Anzüge nicht so sehr der schnelllebigen Mode unterworfen sind, wirst du ihn höchstwahrscheinlich mehrere Jahre im Besitz haben, um ihn du passenden Gelegenheiten tragen zu können. Deshalb können wir nur empfehlen, beim Anzugkauf auf Qualität zu achten, damit dein gutes Stück richtig sitzt und du darin eine tolle Figur machst. Weitere gute Gründe dafür liefert dir die Netflix-Serie Suits 😉 Die Herren Anzüge von Carl Gross sind dazu beispielsweise eine gute Wahl, um deinen Gentleman-Look perfekt zu machen.

Jetzt noch ein paar allgemeine Tipps:

  • Wenn du viel schwitzt, ziehe ein Unterhemd darunter. Dieses sollte aber nur gefühlt und nicht gesehen werden.
  • Schwarze Anzüge sind nur was für Beerdigungen, Limousinenfahrer, den Secret Service und Barney Stinson.
  • Die Krawatte ist immer dunkler als das Hemd.
  • Trage lange Socken. Niemand soll deine Beine sehen können, wenn du dich hinsetzt.
  • Gürtel- und Schuhfarbe sind gleich (außer, du setzt mit einem der Teile ein Statement).
  • Öffne den (oberen) Knopf an deinem Sakko, wenn du sitzt.

 
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Fotos: C.J. Burton; champja / Getty Images; AJOURE´ Redaktion

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