WALKING ON CARS im Interview

        Walking On Cars    

Die fünfköpfige Alternative-Rockband aus Irland hat mit ihrem Song „Speeding Cars“ einen richtigen Ohrwurm gelandet. Uns standen sie im Interview Rede und Antwort. Wer die Band übrigens einmal selbst live bei einem Konzert erleben möchte, hat am 2. Mai in Hamburg, am 3. Mai in Berlin und am 4. Mai in Köln die Möglichkeit dazu. Außerdem sind sie vom 11. bis zum 13. August in Haldern auf dem Haldern Pop Festival 2016 zu sehen.
 

Wir wissen bereits, dass ihr es liebt, Musik zu machen. Aber wie genau kam es dazu, dass ihr euch als Band zusammengetan habt?

Wir waren in Dingle, hatten Teilzeitjobs und waren generell etwas gelangweilt, sodass wir uns getroffen und ein paar Melodien gespielt haben. Wir hatten keine Verpflichtungen und auch sonst keine Pläne für die Zukunft, also hatten wir nichts zu verlieren. Wir fingen sofort an mit dem Schreiben, hatten ein paar Gigs auf Veranstaltungen in unserer Nähe und haben uns dann dazu entschlossen, es einfach zu machen.

Erinnert ihr euch noch daran, was ihr gemacht habt, als ihr euren ersten Plattenvertrag unterschrieben habt?

Wir haben den Plattenvertrag in einem Hotel in Dingle unterschrieben, wo wir auch immer unsere Treffen mit der Band hatten. Von daher war es die richtige Location und das erste was wir gemacht haben, war Toasts und paar Gläser Champagner zu bestellen.

Was glaubt ihr macht euch im Vergleich zu anderen Bands so besonders?

Da wir aus so einem isolierten Ort, wie von der Halbinsel Dingles kommen, wo die Musikszene vor allem eher traditionell ist, waren wir nicht von anderen ähnlichen Bands, so wie wir es sind, umgeben. Wir versuchen nicht, irgendwas Bestimmtes zu sein oder einem bestimmten Genre anzugehören. Wir spielen einfach das, was uns Spaß macht.

 

Walking On Cars Interview

 

Wie kommt es, dass eure Songs meistens eher emotional und ein bisschen traurig sind?

Musik ist ein Ausdruck von Gefühlen. Wenn wir also Songs schreiben, wird es natürlich auch mal emotionaler oder sogar traurig, je nachdem, was in unseren Leben gerade so vor sich geht. Unsere Musik ist eine Reflektion unserer selbst und je kraftvoller und emotionaler, desto besser. Wir tendieren nicht dazu, fröhliche Lieder zu schreiben.

Als ihr angefangen habt Musik zu machen, habt ihr euch da schon ausgemalt, so erfolgreich und international groß zu werden?

Ich glaube, wir wussten noch gar nicht so genau, was wir wollten, als wir als Band angefangen haben. Unser Fokus lag darauf, so viele Konzerte wie möglich zu spielen, Fans für uns zu gewinnen und ein Album aufzunehmen. Jetzt, wo das Album draußen ist, müssen wir uns eine neue Liste mit Zielen schreiben. Je härter wir arbeiten und je engagierter wir sind, desto größer werden unsere Ziele.

Ihr kennt euch seit der Schulzeit – das ist eine ziemlich lange Zeit. Gab es jemals einen Moment, in dem einer von euch mal mit dem Gedanken gespielt hat, alles hinzuschmeißen?

Ich glaube nicht. Wir hängen alle mit drin. Und unsere bisherigen Erfolge wurden stufenweise von uns erarbeitet und sind auch ein Resultat von harter Arbeit, was uns eine enorme Genugtuung beschert.

 

mit Walking On Cars im Gespräch

 


Sorcha, wie fühlt es sich an die einzige Frau in der Band zu sein?

Wir verbringen so viel Zeit miteinander und haben schon so Einiges miteinander durchgestanden, dass es keinen großen Unterschied macht. Wir haben alle unsere Rolle in der Band, von daher ist alles gut, so wie es ist.

Uns ist es wichtig, euch näher kennenzulernen. Deshalb würden wir gerne wissen, was eure größten Ängste sind?

Versagen ist glaube ich eine große Angst. Wenn du so viel Zeit und Energie in etwas steckst, dann ist die Vorstellung davon, dass es scheitern könnte, beängstigend.

Habt ihr noch unerreichte Lebensziele? Wenn ja, wie schauen sie aus?

Eine Welt-Tour wäre großartig!

Wer ist von euch am emotionalsten?

Jeder hat so seine Momente. Wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, bekommt man irgendwann ein Gefühl dafür, wenn der andere einmal nicht so gut drauf ist oder etwas nicht stimmt – also gewährt man ihm seinen Freiraum. Wir sind alle gleich emotional.

Neben der Musik, was gäbe es noch, was ihr im Leben gerne tun würdet?

Reisen ist eine tolle Sache. So viel wie möglich von der Welt zu sehen und zu entdecken wäre schön.
 

Fotos: Foto: Universal Music

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