Verhältnis mit Arbeitskollegen?

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Eine Liebesbeziehung mit einem Kollegen oder einer Kollegin einzugehen ist nichts Ungewöhnliches. Es ist auch nichts daran verwerflich, wenn man mit einem Menschen eine Zeit lang sympathisiert. Da man sich bis zu zehn Stunden am Tag sieht, können sich natürlich verhältnismäßig schnell Gefühle entwickeln. Genauso funktioniert auch das Schema, aus denen sich Freundschaften ergeben. Wenn man viel Zeit mit einem Menschen verbringt, lernt man ihn eben besser kennen und gewinnt ihn trotz seiner Macken lieb.

 

Veränderung?

Doch welche Auswirkungen hat das auf das Arbeitsverhältnis? Beide Partner sollten erwachsen genug sein, die Situation objektiv zu betrachten, um so die rosarote Brille am Schreibtisch auch abnehmen zu können. Natürlich möchte man seine bessere Hälfte küssen, berühren und liebkosen, doch so gerät der Arbeitsplatz in Gefahr, ein zweites Zuhause zu werden. Viele Menschen fühlen sich bei Intimität anderer peinlich berührt. Darum wird ein übermäßig emotionales Verhalten in 90 Prozent der Fälle negativ eingestuft.

 

Privates und Geschäftliches

Auch müssen beide Partner wissen, wie sie das Private von der Arbeit trennen. Die eine Sache, die problematisch werden kann, ist, wenn man anfängt über zu viele persönliche Dinge zu reden. Dinge wie, wer die schmutzige Wäsche nicht gewaschen hat oder wer letzten Abend mal wieder über den Durst getrunken hat, haben andere Kollegen nicht zu interessieren und muss fern bleiben. Die andere Sache ist das Zwischenmenschliche. Wenn einer der Partner dem anderen vorgesetzt ist oder als Berater fungiert, darf es nicht zu Missverständnissen auf persönlicher Ebene kommen. Dass man sich auch persönlich mit Kollegen auseinandersetzten muss, ist klar. Problematisch wird es, wenn einer davon ausgeht, dass die Probleme aus der Beziehung firmentechnische Entscheidungen beeinflussen. Dies ist zwar vom Entscheider meist nicht gewollt, wird aber häufig von demjenigen falsch verstanden, der den Kürzeren zieht.

 
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Positive Aspekte

Dieses, für den einen oder anderen, hohe Maß an Selbstbeherrschung hört sich im ersten Moment natürlich kompliziert an und schreckt eher vor einer Beziehung ab. Das Leben mit einem Kollegen als Partner kann aber auch sehr angenehm verlaufen. Schließlich ist der Arbeitsplatz die drittgrößte Partnerbörse – neben der Ausbildungsstätte bzw. Uni und dem Freundeskreis. Letztlich ist es der Wille jedes Menschen, zu lieben und geliebt zu werden.

– Neue Perspektive
Da sich beide Partner gut kennen und respektieren, lernen sie a) neue Seiten des Anderen auf der Arbeit kennen und b) können sie dem Anderen bei Entscheidungen helfen und neue Perspektiven eröffnen.

– Verständnis füreinander
Jetzt, da beide den Berufsalltag des Partners kennen, fällt es viel leichter, das Aufgabengebiet des Anderen zu verstehen. Probleme können durch Rücksichtnahme behoben werden.

– Absprache
Das ganze Leben kann besser geplant werden, wenn man sich auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause sieht. So trifft man sich nicht nur am Abend und hat mehr Zeit füreinander.

– Zusammengehörigkeitsgefühl
Berufliche Erfolge, die tägliche Absprache und eine gemeinsame Verantwortung schweißen zwei Menschen ungemein zusammen und machen sie zu einem unschlagbaren Team!

 

Fotos: Jon Feingersh; Image_Source_ / Getty Images



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