5 „normale“ Dinge, die in Nordkorea VERBOTEN sind

        5 „normale“ Dinge, die in Nordkorea VERBOTEN sind    

Nordkorea ist ein kleines Land in Ostasien, das für uns Europäer ziemlich fremd wirken mag. Denn was für uns ganz normal ist, kann dich dort jahrelang ins Arbeitslager bringen. Hier kontrolliert der Staat sowohl den Kleidungsstil als auch den Haarschnitt seiner Bürger. Und hier kommen die fünf skurrilsten Gesetze, die dich in Nordkorea ganz schnell ins Kittchen bringen können.
 

1. Trauern

Der Tod ist das Normalste am Leben. Natürlichen zieht der Tod auch Trauer bei Familienangehörigen oder Freunden mit sich. Dennoch trauert jeder Mensch für sich und in sich, niemand kann sagen wie stark eine Person trauert oder ob sie dies überhaupt tut. Außer aber in Nordkorea. Hier wird man kontrolliert, wie sehr man um den Verschiedenen trauert. Bei großen staatlichen Führungspersonen wird dies bis zur Extreme getrieben. Nachdem Kim Jong-il, der Vater von Kim Jong-un starb, musste jeder Staatsbürger um diesen trauern. Die Strafe einer nur mäßigen Trauer bedeutete natürlich ab ins Arbeitslager; ebenso durfte in dieser Trauerzeit kein Alkohol getrunken werden.
 

2. Jeans

Jeans sind die beliebtesten Hosen in der sogenannten westlichen Welt. Sie haben einen hohen Stellenwert in Kultur und Mode und sind in unserer Garderobe gar nicht mehr wegzudenken. Wir tragen etwa fünf unterschiedliche Jeans-Modelle, die von Skinny Jeans bis zu Karottenjeans reichen. So aber nicht in Nordkorea. Hier sind Jeans gänzlich verboten und es gibt nur für Touristen eine Ausnahmegenehmigung. In Nordkorea wird überwiegend Arbeitsuniform, Militäruniform oder traditionelle Kleidung getragen und ethisch vertreten. Dies ist wohl begründet durch Nordkoreas Erzfeind Amerika. Da Jeans ursprünglich aus Amerika stammen, kann sich jeder nordkoreanische Träger auf einen Ausflug ins Arbeitslager freuen.
 

3. Land verlassen

Als eingetragener Bürger Nordkoreas darfst du dein eigenes Land nicht verlassen. Dies ist wohl der Angst zu verschulden, die eigenen Bürger würden hinter den Vorhang blicken und nicht mehr zurückkommen wollen. Außerdem könnte man nicht mehr kontrollieren, mit was sie konfrontiert werden würden. Der Staat kontrolliert deshalb sämtliche Verkehrsmittel und Grenzübergänge. Wer nicht unter Einsatz seines eigenen Lebens das Land verlassen möchte, muss ein Regierungsmitglied oder ein reicher Geschäftsmann sein. Trotzdem schaffen es jedes Jahr etwa 1000 Nordkoreaner zu fliehen. Richtigen Schutz gewährleistet aber nur die Südkoreanische Botschaft in Bangkok. Andere Länder wie China oder Laos schicken die Flüchtlinge wieder zurück ins eigene Land. Dort wird ihre Fahnenflucht mit dem Tod bestraft.
 

4. Religion

Die freie Wahl des eigenen Glaubens ist ein wichtiger Baustein der menschlichen Kultur. Darum ist die Möglichkeit zu wählen auch ein wichtiger Bestandteil vieler Verfassungen moderner Länder. Dies steht auch in der Verfassung Nordkorea. In Deutschland ist sowohl das Anpreisen und Anwerben mit der eigenen Religion rechtlich, als auch die Bekennung in der Öffentlichkeit und das Errichten religiöser Gotteshäuser wie Kirchen, Moscheen oder Synagogen. In Nordkorea sieht das allerdings anders aus. Der Staat ist kommunistisch und religionsfrei, trotz Verfassung sind aber schon viele Menschen durch ihre Glaubensbekennung im Gefängnis oder Arbeitslager gelandet. Nordkorea betrachtet Religion als Bedrohung, da sie die Kontrolle über den Staat und die Bürger streitig machen könnte. Somit wird jede Glaubensrichtung als eine potenzielle Destabilisierung des Staates angesehen.
 

5. Kommunikation & Internet

Wir sind daran gewöhnt, jederzeit und von überall Zugriff auf das Internet zu haben. Da Nordkorea alle Informationen der Außenwelt filtern und zensieren möchte, gibt es logischerweise keinen freien Zugang zum Internet. Allerdings gibt es ein staatlich kontrolliertes Intraweb. Dieses gewährt den Zugang zu geprüftem Content. Insgesamt 28 Websites, die von Nachrichten, Versicherungen, Propaganda, Kochrezepten, Nachrichten, Propaganda, Sport, Nachrichten und Propaganda handeln. Nur reiche Geschäftsleute haben einen richtigen Internetzugang; der Nachrichtenkontakt zum Ausland wird für alle anderen als Spionage betrachtet und der Verantwortliche wandert sofort ins Gefängnis.

 

Foto: Patrick Grigutsch / EyeEm / Getty Images



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