Transformers 4: Ära des Untergangs

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Transformers 4 – Kritik & Trailer

Cade Yaeger (Mark Wahlberg) ist in seinen eigenen Augen Erfinder, für sein Umfeld bastelt er in erster Linie unnötige Geräte aus Schrott. Seine Tochter Tessa (Nicola Peltz) versucht mit Mühe und Not ihren allein erziehenden Vater zu unterstützen, der so gar keinen Geschäftssinn hat. Doch nichts von seiner Arbeit lässt sich zu Geld machen und die Raten für Haus und Hof sind in Verzug. Als Cade nun auch noch einen alten, völlig zerstörten Truck anschleppt scheint Tessa zu recht sauer, dass ihr Dad das letzte Geld zum Fenster rauswirft.

Doch bald schon stellt sich heraus, dass der Truck kein geringerer als Optimus Prime ist, der Anführer der Autobots, die vor drei Jahren noch die Menschheit retteten. Jedoch die Zeiten haben sich geändert. C.I.A. Mann Harold Attinger (Kelsey Grammer) und seine Sondereinheit, die eigentlich Jagd auf die verbliebenen bösen Decepticons machen sollte, nehmen auch gleich die Autobots mit ins Visier und erledigen einen nach dem anderen.

Als Attinger Wind davon bekommt, dass sich Optimus Prime bei Cade und Tessa befindet, geraten auch die Yaegers mitten in den Krieg. Seite an Seite mit den Autobots kämpfen sie nun ums nackte Überleben.


 

Ära des Untergangs – wie passend

Darf man einen Film, der scheinbar aus vielen Versatzstücken, frei austauschbaren Figuren und zu 70% aus Zerstörungsorgie besteht eigentlich noch Film nennen?

Keine Frage, Transformers 4 sieht unglaublich gut aus. Das CGI- und sonstige Explosions- und Grafikfeuerwerk beeindruckt absolut! Doch wenn man gefühlte 200 Minuten eines 266 minütigen Films nur Zerstörung sieht die schon am Anschlag ist, dann kann auch ein Finale mit diesen Elementen nicht mehr punkten.

Zu Beginn des Films wird der Zuschauer noch halbwegs gut abgeholt. Man steigt gemütlich in die Geschichte ein und lernt die Charaktere kennen. Ok, Mark Wahlberg (den ich als Schauspieler sehr schätze) seine Figur des Erfinders abzukaufen fällt schwer, aber irgendwie geht auch das noch. Schlimm wird es eigentlich erst, als, aufgrund der Actiondichte, schlichtweg kein Platz mehr für ordentliche Charakterentwicklung bleibt und somit die Filmfiguren nur ein bis zwei Eigenschaften aufweisen auf die sie festgelegt sind.


Dazu kommen zwei Probleme mit denen immer häufiger Filme zu kämpfen haben, da die Filmemacher, sei es durch die Studios oder durch eigene Ansprüche, immer noch einen auf den letzten Film draufsetzen müssen.

Problem Nr. 1: Zuviele Endgegner!
Der Zuschauer bekommt immer öfter mehrere Bösewichter serviert die alle den Guten ans Leder wollen. Dass dabei aber die Wertigkeit der einzelnen Endbosse, auf deren Vernichtung man hinfiebert, auf der Strecke bleibt wird leicht übersehen.

Problem Nr. 2: Übermäßige Zerstörungsorgien!
Es reicht nicht mehr nur ein krachendes, kurzes Finale zu haben. Entweder muss am Ende eine gefühlte halbe Stunde alles kaputt gemacht werden (man denke nur an den letzten Superman Film) oder aber, wie im Transformers Fall, eine Stunden lange Dauerzerstörung die dann kaum Akzente setzen kann und nach einigen Minuten beliebig und öde erscheint.

Für echte Fans

Nein, Transformers 4 ist kein Haufen Schrott. Man hätte nur nicht alleine auf Action setzen und dafür der Handlung und den Charakteren etwas mehr Zeit einräumen sollen.

Transformers Fans dürften sich jedoch auch für diesen Streifen begeistern können, liefert er doch genau die Action, die man sich als kleiner Junge, beim Spiel mit den Figuren, immer vorgestellt hat.

Für alle anderen könnte der Besuch eine ermüdende Enttäuschung sein.

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Transformers 4 – Kinoposter

 
Kinoposter: © Paramount Pictures

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