The Circle – Kinokritik & Filmtrailer

        The Circle    

Als Mae Holland (Emma Watson) dank Freundin Annie (Karen Gillan) die Möglichkeit bekommt, beim angesagten Superkonzern The Circle zu arbeiten, scheint ein Traum in Erfüllung zu gehen.

Mit der neuesten Technologie, unglaublich vielen Kontakten und schier unendlichen Möglichkeiten startet Mae in ihre neue Zukunft. Angeführt von Bailey (Tom Hanks), dem Kopf hinter dem Konzern, geht es darum, so viele Daten wie möglich zu sammeln und der Welt zugänglich zu machen.

Doch als ein Unbekannter auftaucht und erste Andeutungen macht, dass nicht alles so sauber zugeht wie gedacht und ein alter Freund sich von ihr abwendet, bekommt die Begeisterung erste Risse. Aber Mae ist sich dennoch sicher, dass die Aufgabe des Circles wichtig ist, und so stürzt sie sich voller Überzeugung in ihre Arbeit.

 
The Circle

Kinostart: 7. September
Genre: Science-Fiction/Drama.
Laufzeit: 1h 50m

 

Der Wahnsinn der digitalen Welt

Mit The Circle zeigt Regisseur James Ponsoldt einen vom Roman The Circle inspirierten Film, der Auszüge aus der Vorlage zeigt, aber auch eigene Wege geht.

Dabei gerät das Setting um technologischen Fortschritt, die Vor- und Nachteile, zu einer interessanten Grundlage und dem prägenden Look des Films. Das Technologie-Thema erweist sich in Zeiten von starken Veränderungen der Online-Plattformen, Apps und sonstigen Möglichkeiten als aktueller denn je. Somit bietet der Film einige sehr interessante Ansätze.

 
Die Story selbst und die vorkommenden Figuren bleiben dabei eher simpel und nicht übermäßig ausdrucksstark, beinhalten klassische Rollenverteilungen, ohne in ganz platte Stereotype zu fallen. Emma Watson, Tom Hanks und Co. liefern hier nicht unbedingt ihre Meisterleistungen ab, sind aber bei dem, was die Rollen hergeben, auch merklich limitiert. An der Tiefe der Geschichte, wie sie in der Buchvorlage möglich ist, kratzt der Film nur sehr oberflächlich. Hier wäre durchaus denkbar gewesen, die Geschichte deutlich tiefgängiger in Form einer Serie umzusetzen, als oberflächlich in 110 Minuten zu packen. Zumal das Ende dann auch merklich kurz und abrupt ausfällt.

 

Alphaversion, ausbaufähig

Der stärkste Film ist The Circle nicht und gerade Fans des Buches werden der Reduzierung auf wenige Auszüge und den Veränderungen sicher mit Irritation begegnen. Dennoch ist der Film keineswegs schlecht, denn er regt zum Nachdenken an und ist somit relevanter als manch anderer Film.

Wer sich für das Thema Vor- und Nachteile neuer Technologien und Medien interessiert und nicht zu hohe Erwartungen an die Geschichte selbst stellt, bekommt einen interessanten Denkansatz geliefert.

 

Fotos: Universum Film GmbH

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