Fitness-Food: Entzündungshemmende Lebensmittel für Sportler

        Entzündungshemmende Lebensmittel für Sportler    

Man(n) treibt Sport um fit zu bleiben, den eigenen Körper zu stählen und etwas für die Gesundheit zu tun. Doch was ist, wenn das Training durch allgemeines Unwohlsein immer wieder ausfallen muss? Trotz sportlicher Aktivität können außerplanmäßige Schmerzen und Beschwerden auftreten, die nicht selten auf eine Entzündung zurückzuführen sind. Im Folgenden geben wir dir ein paar Informationen und Tipps, wie du solchen Entzündungen vorbeugen kannst. Das Augenmerk liegt hierbei auf der richtigen Ernährung.

Was ist eine Entzündung?

Es lässt sich grundsätzlich sagen, dass eine Entzündung die Reaktion deines Körpers auf einen besonders starken Reiz ist. Diese Reaktion ist durchaus wichtig, da auf diesem Weg Krankheitserreger und andere „Fremdkörper“ bekämpft werden. Dein Körper reagiert sozusagen mit einer Entzündung als Gegenmaßnahme. Das Zurückgehen einer Entzündung lässt sich besonders gut nach der Einnahme von Antibiotika infolge einer bakteriellen Infektion beobachten. Die Bakterien werden abgetötet und die Entzündung geht zurück.

Entzündungen sind also prinzipiell etwas Positives. Schlimm wird es erst, wenn sie ihr eigentliches Ziel verfehlen, also zwecklos gegen den übermäßigen Reiz wirken. Wenn eine Entzündung ihre Arbeit nicht erfüllt, wird sie sogar schädlich. Chronische Entzündungen etwa behindern den Menschen in seinem Alltag und fügen ihm Schaden zu. In solchen Fällen werden entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Diese bekämpften jedoch weniger die Ursache, sondern vielmehr nur die Symptome der Krankheit.

Wie äußert sich eine Entzündung?

Fast jeder Krankheit liegt eine Entzündung zugrunde: Multiple Sklerose, Arthritis, Diabetes, Rheuma, Alzheimer, hoher Blutdruck und sogar Krebs sind die Folge einer zu starken Entzündungsreaktion. Einfache Symptome einer Entzündung können Rötungen, Schwellungen, Hitzegefühl oder Schmerzen sein. Häufig beginnt der Verlauf einer Entzündung auch mit Fieber.

Entzündungen beim Sport – Ein wichtiger Teil der Regeneration

Beim Training jedoch machst du dir die Entzündung zu Nutze. Bei jedem Liegestütz oder bei jedem Klimmzug entstehen mikroskopisch kleine Risse in deinen Muskeln. Je stärker du trainierst, desto schwerer werden deine Muskeln beschädigt. Die Folgen kennst du mit Sicherheit: Es ist der berüchtigte Muskelkater. Die Schmerzen, die du in deinen Muskeln verspürst, sind das Resultat einer Entzündung, also der Reaktion deines Körpers auf den übermäßigen Reiz des Sportes.

Dein Körper beginnt nun damit, deine Muskeln wieder zu heilen. Mehr noch! Dein Körper will auf Nummer sicher gehen, damit du beim nächsten Training nicht mehr so große Schmerzen hast bzw. erfolgreicher bist und baut etwas Muskelmasse „extra“ mit auf. Dadurch wächst der Muskel und dein Training kann immer besser, schneller und intensiver werden. Es muss also dieses Mal wirklich erst „etwas kaputtgehen, damit es Neues entstehen kann“.

Allgemeine Tipps für ein entzündungsfreies Leben

Um dich vor ungewollten Entzündungen zu schützen und deinen Körper nach dem Sport bei seiner natürlichen Regeneration zu unterstützen, geben wir dir hier erst einmal ein paar wichtige Informationen darüber, was Entzündungen begünstigt und den Wiederaufbau behindert.

Zu viel Stress, zu wenig Schlaf und zu wenig Sonnenlicht spielen Entzündungen häufig in die Hände, da das Immunsystem durch die aufgeführten Faktoren geschwächt wird. Natürlich nehmen Pilze, Bakterien, Allergene und eine Reihe von Umweltgiften ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Zudem ist die Ernährung ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Gesundheit und auch hier gibt es einige Dinge, die dem Körper ganz und gar nicht guttun.

Zuckerhaltige Lebensmittel, insbesondere der raffinierte Zucker, belastet den Körper, wodurch entzündungsfördernde Botenstoffe ausgeschüttet werden. Bei dem Konsum von Alkohol werden Leber und Magen geschädigt. Da der Abbau von Alkohol im Körper Priorität hat, müssen alle anderen Giftstoffe warten. Das Entzündungsrisiko von Leber und Magen erhöht sich. Man mag es kaum glauben, aber auch der übermäßige Verzehr von rotem Fleisch fördert chronische Entzündungen. Verantwortlich dafür sind die Omega-6-Fettsäuren. Wichtig ist hierbei, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und den Fleischkonsum zu regulieren.

Entzündungshemmende Lebensmittel

Brokkoli

Schwer vorstellbar, aber Brokkoli strotzt förmlich vor Vitamin C und Flavonoiden. Diese Kombination stärkt das Immunsystem und bekämpft Allergene. Dadurch kommt es zu einer entzündungshemmenden Wirkung. Weitere Lebensmittel mit einem höhen Vitamin C-Gehalt sind unter anderem Fenchel, Sanddorn, Kiwi, schwarze Johannisbeere, rote Paprika, Grünkohl und Rosenkohl. Natürlich können hier auch alle Zitrusfrüchte genannt werden.

Ananas

Die Ananas wird an dieser Stelle wegen dem Bromelain besonders interessant. Dieser Stoff fördert den Heilungsprozess und ist speziell bei Rheuma zu empfehlen.

Tomaten

In Deutschland werden Tomaten gut und gerne gegessen. Das in ihnen enthaltene Lycopin wirkt entzündungshemmend. Auch das Beta-Carotin gehört, ebenso wie das Lycopin, zu den Carotinoiden. Diese kommen auch in Karotten vor und besitzen eine ähnliche Wirkung.

Knoblauch

Für die eigene Gesundheit ist Knoblauch ein absolutes Muss. Er besitzt antibakterielle Schwefelverbindungen, welche das Immunsystem stärken. Das Gleiche gilt an dieser Stelle übrigens auch für Zwiebeln.

Kirschen

Diese roten Fürchte schmecken nicht nur lecker, sie enthalten auch viele Antioxidantien und Flavonoide. Das macht sie zu sehr gesunden und immunstärkenden Lebensmitteln. Generell lässt sich sagen, dass Obst mit roter, blauer, violetter oder gelber Farbe reich an Flavonoiden ist. Dazu zählen neben den Kirschen beispielsweise auch Äpfel, Pflaumen und Beeren aller Art. Auch Kamille und Ginkgo besitzen viele Flavonoide.

Vollkorngetreide

Im Grunde weiß jeder, dass Vollkorn besser ist als Weißmehl. Ein Grund dafür ist der hohe Zinkgehalt in Vollkornprodukten, welcher essentiell für ein starkes Immunsystem ist. Besonders zinkhaltig sind auch Sojaprodukte, Kürbiskerne, Spinat und Linsen.

Walnüsse

Die in Walnüssen reichlich vorhandenen Omega-3-Fettsäuren unterstützen alle lebensnotwendigen Prozesse im menschlichen Körper. Für eine allgemeine Gesundheit sind diese also unabdingbar. Weitere Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren sind Hanfsamen, Chiasamen und Leinöl.

 

Foto: lola1960 / stock.adobe.com

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