Die 10 größten Irrtümer im Ausdauersport

        Die 10 größten Irrtümer im Ausdauersport    

Im Ausdauerbereich gibt es viele Irrtümer, die sich mit der Zeit immer weiter verbreitet haben und sich teilweise auch noch heute hartnäckig halten. Wir klären die größten Unwahrheiten für dich auf.

Irrtum 1: Nur mit langen Einheiten kannst du Ergebnisse erzielen

Lange Zeit wurde gesagt, dass nur umfangreiche und damit auch lange Trainingseinheiten zu dem gewünschten Ergebnis führen. Das ist allerdings nicht ganz wahr. Logisch ist, dass bei einem Marathonlauf mehr Kondition aufgebaut werden kann als mit kurzen Läufen. Dennoch können auch Letztere etwas bringen und, wenn auch etwas langsamer, zu dem gewünschten Ergebnis führen. Wenn du beim nächsten Mal nur wenig Zeit hast, solltest du nicht komplett auf Sport verzichten. Besser ist es, ein kurzes HIIT-Programm einzulegen. Denn damit kannst du deine Fettverbrennung anregen, den Muskelaufbau verstärken und die Ausdauer verbessern. Hierfür brauchst du grundsätzlich nur eine Sportmatte und ein herkömmliches Springseil.

Irrtum 2: Fruchtschorlen sind die besten Sportgetränke

Apfelschorle ist gesund. Dennoch solltest du davon nicht zu viel trinken, da sie sehr viel Zucker enthält, der zu Fettpölsterchen führen kann. Besser eignet sich nach dem Sport Wasser ohne Kohlensäure.

Irrtum 3: Sport kann Cellulite verhindern

Sport kann viele positive Effekte auf den menschlichen Körper haben. Allerdings kann er nicht verhindern, dass Cellulite entsteht. Unter dieser leiden viele Frauen ab dem 30. Lebensjahr. Wie stark die Beschwerden ausfallen, ist zumeist genetisch bedingt. Zudem können Nikotin, Kaffee, eine fetthaltige Ernährung, Alkohol und eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr das Risiko erhöhen, eine Orangenhaut zu bekommen.

Irrtum 4: Auf Asphalt laufen kann den Gelenken schaden

Ein weiterer Irrtum aus dem Ausdauerbereich ist, dass das Laufen auf Asphalt schädlich für die Gelenke ist. Auch das ist nicht ganz richtig. Denn wer gut gedämpfte Joggingschuhe trägt, kann ohne Probleme auch auf der Straße oder auf dem Bürgersteig laufen. Bei Glatteis solltest du aber vorsichtig sein und eventuell eine andere Route wählen.

Irrtum 5: Die Pulsuhr ist aussagekräftiger als mein Gefühl

Dieser Irrtum gilt nicht nur für den Puls, sondern für viele andere Parameter, die mit der Pulsuhr gemessen werden können, wie zum Beispiel der Laktatwert oder die Wattzahl. Die Signale, die der Körper abgibt, sind deutlich aussagekräftiger als irgendwelche Werte auf der Pulsuhr. Wenn Letztere zum Beispiel anzeigt, dass du einen ausgeglichenen Herzschlag hast und du aber bereits sehr erschöpft bist, solltest du eine Pause einlegen.

Irrtum 6: Im Alter darf ich nur noch langsam Sport treiben

Wer bereits 40, 50, 60 oder sogar 70 Jahre alt ist, muss keinesfalls beim Sport auf die Bremse treten. In jedem Alter schlaffen die Muskeln ab, wenn sie länger nicht genutzt werden. Daher solltest du, egal wie alt du bist, am Anfang langsam beginnen. Wenn du dann regelmäßig Sport treibst, wirst du schnell wieder Muskelkraft aufbauen.

Irrtum 7: Die Fettverbrennung startet erst nach einer halben Stunde

Ein weiterer häufig zu hörender Irrtum ist, dass die Fettverbrennung erst nach einer halben Stunde startet. Das würde bedeuten, dass kürzere Ausdauer-Einheiten gar nichts bringen. Das ist aber ebenfalls falsch. Denn dein Körper verbrennt schon ab der ersten Minute Fett und Kohlenhydrate. Es stimmt aber, dass die Fettverbrennung durch ein längeres Training gesteigert werden kann. Das bedeutet, je länger du dich körperlich verausgabst, desto mehr Kalorien kannst du verlieren.

Irrtum 8: Langsam laufen steigert die Fettverbrennung

Früher war häufig zu lesen, dass du bei niedriger Intensität oder in einem bestimmten Pulsbereich mehr Fett verbrennen kannst. Auch das ist nicht ganz richtig. Denn wenn du schnell läufst, muss der Körper mehr leisten und verbraucht mehr Energie.

Irrtum 9: Vor dem Training musst du dich unbedingt dehnen

Diese Behauptung ist nur teilweise wahr. Denn hierbei kommt es darauf an, welchen Sport du ausübst und ob dieser drinnen oder draußen stattfindet. Wenn du beispielsweise im Winter im Wald joggen gehen willst, solltest du dich natürlich vorher gründlich aufwärmen. Grundsätzlich musst du aber keine Muskelgruppen dehnen, die du den ganzen Tag über genutzt hast. Denn du sprintest ja nicht, wie es zum Beispiel beim Fußball der Fall ist. Wichtiger ist es daher, nach dem Training zu dehnen. Denn dadurch können sich die Muskeln entspannen und verkürzen nicht.

Irrtum 10: Wer dehnt, bekommt keinen Muskelkater

Muskelkater entsteht durch sehr kleine Verletzungen der Muskulatur. Häufig tritt er auf, wenn du einen neuen Sport ausprobierst. Denn der Körper muss sich erst langsam an die Belastung gewöhnen. Und wenn er dann zu stark beansprucht wird, kann ein Muskelkater entstehen. Dieser lässt sich übrigens durch Dehnen nicht verhindern. Im Gegenteil, im schlechtesten Fall kann dadurch sogar eine Zerrung entstehen. Wahr ist hingegen, dass du durch das Dehnen die Durchblutung der Muskeln verbessern kannst, wodurch die kleinen Verletzungen etwas schneller heilen. Bei starken Beschwerden solltest du eine Pause einlegen und erst wieder mit dem Sport beginnen, wenn die Schmerzen nachlassen.

 

Foto: fotokitas / stock.adobe.com

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