#Sport 14 – Mehr Kraft und weniger Rückenschmerzen!

        art-ft-train    

Aber ich will meine Muskulatur nicht verlieren…
Man hört es leider sehr oft: „Functional Training ist nichts für mich. Ich will ja meine Muskulatur nicht verlieren!“ Das mag vielleicht dem ein oder anderen bekannt vorkommen, aber hoffentlich nicht einleuchten. Ich muss gestehen, dass es mir zu Beginn auch so ging. Ich hatte einen klassischen Split-Trainingsplan mit Pull und Push Tagen verfolgt, der mehrere Übungen á 3 Sätzen mit jeweils 8-12 Wiederholungen vorsah. Und der Pump war super! Die Muskulatur ist einigermaßen gut gewachsen und die Gewichte gingen langsam aber stetig etwas höher. Da hatte ich schon Bedenken, ob es denn so bleiben würde, wenn ich komplett auf das funktionelle Training, in meinem Fall CrossFit, umsteige und gar keinen klassischen Hypertrophie Reiz mehr setze. Aber Experimente sind immer einen Versuch wert, also habe ich komplett umgestellt!

Und wie ging es aus?
Tja, wer hätte es vermutet: meine Kraftwerte sind rasant gestiegen, meine vorherigen Schmerzen und Verspannungen sind weg, vor allem meine langjährigen Rückenschmerzen im unteren Rücken sind verflogen und auch meine Form hat sich enorm verbessert. Ganz zu schweigen von den vorher total vernachlässigten physischen Grundfertigkeiten wie Agilität, Koordination und Balance. Plötzlich spielte all das für meinen Körper eine große Rolle. So sollte eben dieser ja bisher „so gut trainierte“ Körper nicht mehr nur kleine Teilbewegungen ausführen, die die Muskulatur aufpumpen. Nein, seine neue Aufgabe waren komplette Bewegungsradien. Die Teilbewegungen wurden zu einer einzigen, Gesamtbewegung verknüpft und resultierten in unglaublich komplexen Bewegungsabläufen, wie beispielsweise Snatches oder Cleans. Und das auch noch oftmals in einer einzigen Trainingseinheit. Heieiei, da war jemand überfordert. Gerade aufgrund dieser koordinativen Überforderung musste ich anfangs sehr viel weniger Gewicht nehmen, denn wir wissen ja: erst die Technik beherrschen und dann die Intensität draufsetzen sonst geht der Schuss nach hinten los! (Ich trainiere übrigens immer noch regelmäßig mit geringem Gewicht!) Aber bleiben wir beim Punkt: Nur, weil im Gegensatz zum klassischen „Pumpertraining“ beim Functional Training weniger oder teilweise auch gar kein externes Gewicht bewegt wird heißt das noch lange nicht, dass keine Veränderung des Körperbildes zu erwarten ist. Im Gegenteil. Ich würde mich selbst als relativ guten Beweis nehmen um den Grundsatz: „Form follows function“ zu belegen. Was heißt das nun schon wieder? Ganz einfach: Wer die funktionellen und damit ergonomisch korrekten Bewegungsmuster beherrscht und jede Übung sauber und den eigenen Körpervoraussetzungen entsprechend ausführen kann, der wird a) genau dadurch eine super Figur erlangen, wenn er mit entsprechender Intensität trainiert und b) durch die korrekte Haltung und das somit optimierte Zusammenspiel der einzelnen Körperteile im Endeffekt mehr Gewicht bewegen können. Die Angst vor dem Verlust von bisher aufgebauten Muskelbergen ist also für die Katz! Auch mit funktionellem Training wirst du einen durchtrainierten Körper erreichen. Und weißt du was das Beste daran ist? Er ist von Natur aus symmetrisch und vor allem funktionell! Du kannst diese Muskulatur nutzen, um coolen Stuff zu machen, wie einen Tough Mudder, ein Spartan Race, eine Alpenüberquerung, Klettern gehen oder Kitesurfen. Dicke Muskelberge alleine helfen dir da wenig!

Finish Strong, dein Art

Foto: Chris Herb



Anzeige

Dieser Artikel kann Werbelinks enthalten.
Keine Kommentare

Dein Kommentar dazu Abbrechen

Deine E-mail Adresse wird nicht veröffentlicht.