Southpaw – Filmkritik & Trailer

        Ein Underdog kämpft sich ins Leben zurück: Mitreißendes Boxer-Drama mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle.    

Southpaw – Die Story

Boxer Billy Hope (Jake Gyllenhaal) ist als Halbschwergewichts-Weltmeister an der Spitze seiner Karriere, steht finanziell bestens da und hat mit Maureen (Rachel McAdams) und Leila (Oona Laurence) Frau und Tochter, die ihn lieben.

Doch plötzlich zerreißt ihre heile Welt, als Maureen bei einem tragischen Vorfall ums Leben kommt. Billy, der mit der Situation komplett überfordert ist, verliert nicht nur die Nerven, sondern auch das Sorgerecht für Leila. Und es scheint, als wäre er entgültig ein für alle Mal erledigt.

Aber Billy gibt nicht auf, dafür liebt er seine Tochter zu sehr. Und so beschließt er, sich an den Boxtrainer Tick Wills (Forest Whitaker) zu wenden, um sich zurück zu arbeiten, um seine Tochter wieder zu bekommen und zu zeigen, dass er sich noch nicht aufgegeben hat.

 

 

Das Gyllenhaal Phänomen

Mit Southpaw könnte zur Zeit einer der Anwärter für die nächste Oscarverleihung in den Kinos laufen. Die im Grundriss einfache Geschichte eines erfolgreichen Boxers, der alles verliert und sich wieder zurück kämpft, ist deshalb so gelungen, weil die Darsteller der Hauptcharaktere die Geschichte in jedem Augenblick tragen.

Mit Jake Gyllenhaal, Rachel McAdams und Forest Whitaker in den wichtigsten Rollen, fährt der Film auch ein paar der derzeit besten Geschütze auf, die Hollywood in Sachen authentisches, auf den Punkt gebrachtes Schauspiel zu bieten hat. So kann man sich in die Emotion und Leidenschaft ihrer Figuren in fast jedem Augenblick hineinversetzen. Dagegen erscheint der weitere Cast fast unscheinbar, obwohl auch hier so gut wie jeder Darsteller eine gelungene Leistung abruft.

Die generelle Erzählstruktur und die immer wieder auftretenden Hochs und Tiefs der Geschichte sind ein weiterer Punkt, der den Zuschauer gut bei der Stange hält und ihn mit in die Welt von Boxweltmeister Billy Hope zieht. So kann man durchaus sich selbst, aber auch andere Zuschauer im Kino, mit geballten Fäusten, oder einer knapp verdrückten Träne beobachten, sollte man sich einmal von der Leinwand losreißen können.

Als einzigen Negativpunkt, der bei genauerer Betrachtung doch nicht so richtig negativ zu sein vermag, könnte man die simplen Klischees aufführen, die der Film mit vielen seiner Figuren bedient. Doch gerade das lässt den Film an manchen Stellen zum Glück so einfach werden, dass im besonderen Gyllenhaal sich das Herz aus dem Leib spielen kann.
 

Voll auf die Zwölf!

Bei einem Film wie Southpaw bedarf es eigentlich nicht vieler Worte. Eine Geschichte mit solch starker Schauspielpräsenz, die gleichzeitig simple und doch so mitreißend daher kommt, sollte man unter keinen Umständen verpassen.
 

Ein Underdog kämpft sich ins Leben zurück: Mitreißendes Boxer-Drama mit Jake Gyllenhaal in der Hauptrolle.
Kinostart: 20. August 2015

 

Kinoposter: Tobis



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