So sexy sind Narben

        So sexy sind Narben    

Schon der berühmte Deutsch-Rapper und Sänger Alligatoah sang bereits: „Willst du sie haben, dann brauchst du Narben.“

In einer aktuellen psychologischen Studie zeigte man 147 Frauen und 76 Männern je nach Geschlecht acht Fotos. Die Hälfe der Bilder wurde nachträglich an einem Computer bearbeitet, sodass alle Narben und kleine Verletzungen wegretuschiert wurden. Die Auswertung ergab, dass Männer mit Narben attraktiver gehandelt wurden, während gezeichnete Frauen als weniger reizend galten.

Männer mit Narben und Wundmalen strahlen Stärke, Männlichkeit und Abenteuerlust aus. Dies gilt zumindest für den ersten Eindruck. Dennoch sollte die Narbe des Mannes nicht zu groß sein. Als mögliches Heiratsmaterial fallen narbengesichtige Männer aber eher durch. Dies liegt eben genau an dieser draufgängerischen Ausstrahlung, da eine Frau ihre Kinder am liebsten mit einem geerdeten und zuverlässigen Mann aufziehen möchte. Ein sanftes, geschmeidiges Männergesicht spiegelt die Fürsorglichkeit und Umsicht des Mannes wider.
 

Was für Narben gibt es?

Für Narben gibt es tatsächlich Kategorien. Außerdem unterscheidet man zwischen reifen und unreifen Narben. Wie der Titel vermuten lässt, ist eine unreife Narbe jünger – bis zu zwei Jahre, um genau zu sein – denn bis zu diesem Zeitpunkt findet noch ein Umstrukturierungsprozess statt. Erst nach zwei Jahren ist die Narbe gereift und kann ihr Narbenbild nicht mehr sichtlich verbessern.
 

Die Narbentypen:

Keloid sind wohl die ästhetischsten oder eben unästhetischsten Narben, da diese dank des genetischen Erbguts über den Wundrand hinaus wuchern und ein ungleichmäßiges Dasein abgeben.

Atrophe Narben sind die nach Grübchen aussehen Vertiefungen, die oft die Folge von Akne sind.

Hypertrophe Narben sind die am häufigsten vorkommenden Narbenbilder. Diese schmerzen oder jucken auch ganz gerne, lassen sich aber am besten von einem Arzt behandeln. Sie sind meist rosa oder zumindest gerötet, treten etwas hervor, aber überschreiten nicht den Wundrand.

Sklerotische Narben sind gehärtet und können sogar Bewegungen einschränken. Diese treten meistens bei Verbrennungen auf.
 

Wie entstehen Narben?

Narben entstehen natürlich bei Unfällen, Verletzungen oder Verbrennungen. Sie entstehen aber erst, wenn das Hautgewebe bis zur Lederhaut (zweite Hautschicht) beschädigt wurde. Während sich die oberste Hautschicht noch von Schäden regenerieren kann, schafft dies die zweite nicht mehr. Darum bleibt auch immer bei Operationen eine zumindest für den Moment sichtbare Narbe zurück, da das Skalpell eines Arztes die Haut gänzlich zertrennt.

Dort wo eine Narbe entsteht, können weder Haarwurzeln noch Weiß- oder Talgdrüsen entstehen. Zudem haben Narben keine Pigmentierung, was dunkelhäutigen Menschen ebenso ein hellschimmerndes Andenken beschert.

 

Foto: Jaime Kowal / Getty Images



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