Warum du zum Burger besser keine Cola trinken solltest

        Warum du zum Burger besser keine Cola trinken solltest    

Es ist der leckere Klassiker an der Fast Food-Theke: ein Burger mit Pommes und Cola. Doch jetzt hat eine amerikanische Studie aufgezeigt, dass diese Kombination ein Garant für einen schnellen Gewichtszuwachs und einen verlangsamten Stoffwechsel ist. Noch fataler als ein Burger mit Cola wird die gesundheitliche Wirkung einer dazu verspeisten Tüte Pommes frites auf den Organismus beurteilt.

Welcher Fast Food liebende Mann möchte schon die Figur des derzeitigen amerikanischen Präsidenten haben, der ein bekannter Burger-Liebhaber ist? Hochkalorisches Fast Food mit zuckerhaltiger Cola zu kombinieren und chronischen Bewegungsmangel dazu zu addieren, wird aber genau dahin führen. Zum Trost sollten wir dir sagen, dass es nach der im Anschluss beschriebenen Studie nicht darauf ankommt, gänzlich auf den Burger-Genuss zu verzichten. Vielmehr wird angeraten, den Burger lieber mit einem Salat und einem Glas Mineralwasser oder einem mit Süßstoff gesüßten Softdrink zu kombinieren, als mit zuckerhaltigen Softdrinks und einer Tüte Pommes mit Mayo.

Burger plus Cola gleich verringerte Fettverbrennung

Es geht hier nicht nur um die Kombination aus Burger und Cola. Jeder zuckerhaltige Softdrink, der in Kombination mit Fett und Proteinen konsumiert wird, erzeugt offensichtlich die gleiche Wirkung im Organismus. Um herauszufinden, wie ungesundes Essen auf den Menschen wirkt, haben US-Forscher 27 freiwillige Probanden mit einem normalen Body-Mass-Index einer eintägigen Test-Studie unterzogen. Die jungen Leute zwischen 21 und 25 Jahren verbrachten einen Tag in einem versiegelten Raum. Dort gab es nur das Nötigste, nämlich ein Bett für jeden und eine Toilette. Sowohl die Luftzufuhr wie auch die ausgeatmete Abluft wurden zwecks Erzielung von Messdaten von den Wissenschaftlern kontrolliert. Außerdem wurden den Probanden nach den Mahlzeiten Urinproben entnommen.

Die Teilnehmer der Stoffwechselstudie erhielten morgens und mittags eine Mahlzeit aus Weißbrot, Butter, Cheddar-Käse, Schinken und Kartoffeln mit einer genau dosierten Kalorienzahl von 500 Kilokalorien. Es gab bei den beiden Mahlzeiten nur einen Unterschied: Bei der zuerst servierten Mahlzeit machte der Eiweißanteil 15 Prozent der Gesamtkalorien aus. Bei der anderen Mahlzeit waren es stattdessen 30 Prozent. Zur ersten Mahlzeit erhielten die Probanden ein zuckerhaltiges Getränk, zur zweiten aber eines mit Süßstoff. Der zuckerhaltige Softdrink hatte zusätzliche 120 Kilokalorien. Die Getränke-Variante mit Süßstoff blieb kalorienfrei. Den Probanden war der geschmackliche Unterschied nicht bewusst. Sie wussten vorab auch nicht, was sie essen oder trinken würden.

Das Testergebnis: Zuckerhaltige Softdrinks sind Stoffwechselbremsen

Interessant ist nun das Ergebnis dieser eintägigen Studie: Die Mahlzeit mit dem zuckerhaltige Getränk hatte mehr Kalorien – und die Probanden, die sie verzehrt hatten, verbrannten zugleich auch weniger Fett. Es konnte errechnet werden, dass die Fettverbrennung je nach individuellem Stoffwechsel um durchschnittlich 8 Prozent sank. Bei der eiweißhaltigeren Mahlzeit war der Wert, um den sich der Stoffwechsel verlangsamte, sogar noch höher. Bisher kennt die Wissenschaft den Grund für dieses Phänomen nicht. Vermutet wird aber, dass die Leber mit der zeitgleichen Verstoffwechselung von Zucker und Proteinen überlastet sein könnte. Um sich zu entlasten und die dringend benötigten Proteine schneller einbauen zu können, könnte sich der Organismus daher gezwungen sehen, den Zucker aus dem Softdrink als Fettpolster abzuspeichern, um ihn aus dem Weg zu schaffen.

Das würde im Endeffekt bedeuten, dass der Konsum eines zuckerhaltigen Getränks wie Cola oder Fanta in Verbindung mit fetten Pommes und einem proteinhaltigen Burger dazu angetan ist, nicht nur wegen des Kalorien- und Fettgehalts als Dickmacher zu wirken, sondern auch wegen des gezuckerten Getränks und des dadurch verlangsamten Stoffwechsels. Je proteinhaltiger die Burger-Mahlzeit ausfällt und je mehr gesüßte Softdrinks du dazu konsumierst, desto eher nimmst du zu, wenn diese These stimmt. Aus der Studie ergibt sich auch, dass die Kalorienzahl einer Mahlzeit anscheinend nicht so wichtig ist, wie die Kombination der Inhaltsstoffe bei einer Mahlzeit.

Wenig überraschend ist die Erkenntnis, dass fette Pommes zu einer Mahlzeit aus Burger und Cola das Gewicht noch mehr in die Höhe treiben. Sie erhöhen den Fettgehalt der Mahlzeit um einiges. Ein ausgewogenes Verhältnis von Eiweiß, Fetten und Kohlenhydraten ist bei einer Mahlzeit aber entscheidend, so US-Ernährungsexpertin Emily Field. Aus ihrer Sicht ist das Nährstoff-Verhältnis bei der Kombination von Burger mit Pommes und Cola ungünstiger, als wenn du zwei Hamburger ohne Pommes verspeist und dazu ein kalorienfreies Mineralwasser trinkst.

Wie bewerten die Wissenschaftler dieses Studienergebnis?

Klar ist, dass eine eintägige Studie bestenfalls einen Anhaltspunkt zu weiteren Studienvorhaben und Langzeitversuchen zum Thema sein kann. Doch den Forschern standen hier zwei aussagefähige Messdaten zur Verfügung, die Auskunft über den Stoffwechsel der Probanden gaben. Unter anderem untersuchten sie die Atemluft und den Urin der Testpersonen. Diese gaben Auskunft über die Stoffwechseltätigkeit. So konnte man ermitteln, dass die zuckerhaltige Mahlzeit eine Auswirkung auf die Fettverbrennung hatte. Bei einer Cola sind nicht nur der hohe Kalorien-, Säure- und Zuckergehalt gesundheitsschädlich, sondern sie blockiert auch die Fettverbrennung. Je höher der Proteingehalt einer Mahlzeit ausfällt, umso stärker die Stoffwechsel-Blockade. Abgesehen davon hat das Trinken einer zuckerhaltigen Cola ohnehin fatale Auswirkungen auf den Organismus.

Der Schluss, der aus dieser Studie gezogen wurde, betrifft auch den Erfolg von Diäten. Bei einer Diät zur Reduktion des Körpergewichts sollten die Übergewichtigen nicht nur die Kalorienaufnahme beachten. Viel wichtiger ist es, die Tätigkeit des Stoffwechsels im Auge zu behalten. Es kommt daher auf die richtige Kombination der Speisen und Getränke an. Warum eine Cola oder ein zuckerhaltiger Softdrink die Fettverbrennung hemmen, muss noch untersucht werden. Klar ist aber, dass Zuckerhaltiges in einer Diät ohnehin nichts verloren hat. Zu einem Burger ist Mineralwasser also das bessere Getränk.

 

Foto: shima-risu / stock.adobe.com

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