Keine Lust? So lässt sich Faulheit überwinden

        Faulheit überwinden    

Wer kennt das nicht – gestresst von Schule, Studium oder Arbeit möchte man in seiner Freizeit einfach nur noch chillen und keine weiteren Verpflichtungen eingehen. In der Wohnung oder im eigenen Zimmer bleibt Einiges liegen und auf sportliche Aktivitäten hat man kaum noch Lust. Es lümmelt sich so schön auf der Couch und je länger das Faulenzen dauert, desto schwieriger ist es, sich wieder aufzuraffen. Dabei war in der weiter zurückliegenden Vergangenheit Faulheit eigentlich ein Privileg der Wohlhabenden und Mächtigen. Also, schämen braucht man sich deswegen sicherlich nicht, man muss ihn nur in den Griff bekommen, diesen inneren Schweinehund, und die Faulheit richtig dosieren.
 

Sich kleine Ziele setzen.

Rasant von Null auf Hundert zu kommen klappt eigentlich nur beim Motorsport. Im täglichen Leben lässt sich nichts erzwingen und alles, was gut und dauerhaft werden soll, braucht einfach seine Zeit. Wenn du also deine eigene Faulheit überwinden willst, solltest du klein anfangen, damit du nicht so schnell entmutigt bist. Kleine Ziele setzen, ob zu Hause beim Ordnung halten oder bei der Freizeitgestaltung. Etwas für deinen Körper und deine Gesundheit zu tun macht absolut Sinn, aber auch hier am Anfang wohl dosiert. Hast du dann die erste kleine Aufgabe erledigt, die du dir vorgenommen hast, darfst du dich getrost wieder mit einem kleinen Päuschen belohnen. Und wer ehrlich zu sich selbst ist, stellt fest, dass das Faulsein nach getaner Arbeit noch viel reizvoller ist.
 

Übersicht schaffen.

Am besten machst du dir eine kleine Liste mit den Dingen, die zeitnah zu erledigen sind. Was man zu Papier bringt vergisst man nicht so schnell. Und etwas wegzustreichen, was man geschafft hat, kann sehr motivierend sein. Das Wichtigste dabei ist, dass du dein eigenes Tempo findest – aber bitte nicht dabei einschlafen. Die Einsicht, dass es keinen Sinn macht alles vor sich herzuschieben, kommt bei jedem, wenn er sich über seine ersten Erfolge freuen kann. Wenn du ein ganz harter Fall bist, raten wir dir zu überlegen, mit was du dich gerne belohnen würdest, wenn du einen Punkt von der Liste abgearbeitet hast. Gemeint sind natürlich Kleinigkeiten, die nicht viel Geld kosten und keine große Mühe machen. Egal, ob etwas Süßes oder eine Episode deiner Lieblingsserie – alles ist erlaubt.
 

Selbstwertgefühl stärken.

Lerne dich selbst zu loben, falls es kein anderer tut. Das klingt vielleicht merkwürdig, aber stell dir vor, du schaffst es, deine Faulheit zu überwinden und erledigst eine Aufgabe und niemand ist da, der es bemerkt. Dann hast du zwei Möglichkeiten: Entweder du erzählst es jemanden, der sich darüber freut, oder du stellst dich vor den Spiegel und machst dir selbst ein Kompliment. Wenn du darüber nachdenkst, was du in der Vergangenheit schon alles geschafft hast, wirst du feststellen, dass du vielleicht nicht immer so faul gewesen bist wie im Moment. Je mehr du es schaffst, dich wieder selbst zu motivieren, desto mehr steigt dein Selbstwertgefühl. Erledige die Aufgaben in deiner Liste nacheinander und denke nicht so viel darüber nach, ob du es gerne tust oder nicht. Und lasse dich nicht ablenken, bis du damit fertig bist.
 

Verabrede dich zum Sport.

Faul sein ist nichts anderes als die Tatsache, dass man sich nicht gerne anstrengt und nicht mehr arbeitet als unbedingt nötig ist. Eines sollte jedoch jedem klar sein: Dass Bewegungsmangel zum Beispiel früher oder später krank macht – und wer möchte das schon sein!? Ein Grund mehr sich selbst zu motivieren und die Initiative zu ergreifen. Überlege dir, welcher deiner Freunde oder Bekannten sportlich in etwa die gleichen Interessen haben könnte. Aber Vorsicht: Niemanden aussuchen der extrem Sport betreibt. Bei so einem Partner würdest du ganz schnell die Lust verlieren und aufgeben. Verabredet euch zum leichten Laufen, um ins Schwimmbad zu gehen, Körbe zu werfen oder zu kicken. Egal was ihr macht, die Hauptsache ist, ihr bewegt euch, habt Spaß und das am besten an der frischen Luft.
 

Versuche dich gesünder zu ernähren.

Du musst nicht gleich zum Vegetarier werden, um wieder mehr Schwung zu bekommen. Es reicht schon, wenn du dir bei der Auswahl deines Essens ein bisschen Mühe gibst. Versuche, Obst, Salat und Gemüse einfach des Öfteren mit einzuplanen. Einmal für oder mit Freunden mit frischen Lebensmitteln zu kochen macht Spaß und liegt vor allem voll im Trend. Gerade Männer entdecken die Küche für sich. Nicht ohne Grund sind die meisten guten Köche keine Frauen. Mit Sicherheit ist bei deinen Gästen jemand dabei, der sich freut, dass du seine Faulheit mit deiner Einladung unterbrochen hast. Je mehr Energie du dir durch eine gesündere Ernährung verschaffst, desto leichter kannst du auch deine faulen Phasen überwinden.
 

Gönne dir etwas Neues.

Wer von uns kennt das nicht: Man schaut in den Kleiderschrank, zieht aber trotzdem das an, was unaufgeräumt herumliegt. Auch das ist Faulheit. Im Beruf hat man gewisse Verpflichtungen sich ordentlich zu kleiden. Aber kaum ist man zu Hause, steckt man ganz schnell in den immer gleichen alten Sachen. Es ist ja generell nichts gegen bequeme Kleidung einzuwenden. Aber wie wäre es, wenn du dir gerade für diesen Zweck einmal hippe neue Klamotten zulegst? Stelle dir vor, du kommst zu Hause zufällig am Spiegel vorbei und du siehst, wie gut du auch im stylischen „Gammel-Look“ aussehen kannst. Wenn das keine Motivation ist! Und was die Mädels können, kannst du schon lange!
 

Gehe aus und habe Spaß.

Faul zu sein hat oft den Nebeneffekt, dass man sich auch am Abend schwer aufraffen kann etwas zu unternehmen. Schade, denn sich mit anderen auszutauschen, egal über was, ist anregend und macht Spaß. Wenn du es dann noch schaffst, für kurze Wege das Auto stehen zu lassen, dann ist wieder ein großer Schritt in Richtung „aktiv sein“ geschafft.

 

Es ist schwer, seiner eigenen Faulheit den Kampf anzusagen. Aber je früher du damit beginnst, desto besser – denn leichter wird es auch später nicht. Faulheit ist keine Charaktereigenschaft, auch wenn das für viele eine einfache Ausrede ist. Es ist ein Zustand, den du nur selbst für dich verändern kannst.

 

Foto: Marcelo-Kaneshira/iStock.com



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