Ist gemerkt! – Erinnere dich besser

        Ist gemerkt! – Erinnere dich besser    

Sich so wie Sheldon Cooper alles merken zu können ist für viele Menschen ein Traum. Schon in der Antike beschäftigte man sich ausgiebig damit. Nur ist den wenigsten Menschen ein eidetisches Gedächtnis geschenkt und darum müssen wir selbst etwas für unsere Merk-Leistung tun. Zu diesem Zweck stellen wir dir fünf bekannte Methoden vor, sich Dinge besser merken zu können.
 

1. Geschichtliches Erinnern

Viele Menschen, die ihr Gedächtnis bewusst schulen oder sich auferlegen, schnell etwas Neues zu lernen, erfinden Geschichten und bauen alle zu lernenden Informationen in diese ein.
Wenn sie dann die Geschichte abrufen, werden sie anhand der Abfolge und des Zusammenhang wieder an alles erinnert. Ein sehr bekanntes Beispiel lautet: Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel (Merksatz zur Reihenfolge der acht Planeten unseres Sonnensystems, bei dem die Anfangsbuchstaben der Wörter den Anfangsbuchstaben von Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun entsprechen)

Je kreativer und individueller die Geschichten gestrickt sind, desto leichter wirst du dich daran erinnern können. Du hast sicher schon von Freunden gehört, die aus ihrem Lernstoff Lieder machen. Wer ein wenig übt, erfährt innerhalb kurzer Zeit ein positives Ergebnis mit diesem Verfahren.
 

2. Emotionale Verstärkung

Jeder von uns hat Kindheitserinnerungen, die nie wieder aus dem Kopf gehen. Doch welchen Einfluss hat die Zeit auf unsere Erinnerungen? Warum kann ich mich an meine erste aber nicht an die fünfte Stunde des neuen Kurses erinnern? Die Antwort hierauf war und ist die emotionale Erinnerung. Die meisten deiner Kindheitserinnerungen hast du mit einer starken Emotion wie Freude, Wut oder Trauer verknüpft. Daher ist es hilfreich, dass du den neuen Lehrstoff mit Emotionen kuppelst. Ob diese Koppelung im Geiste stattfindet oder beim gemeinsamen Mario Kart spielen, ist egal. Angenommen, du wirst beiläufig in eine neue Gruppe integriert, so wirst du dir sicher den Namen der Person, die am sympathischsten auf dich zugegangen ist und sich vorgestellt hat, am besten merken können.
 

3. Abwechslung

Eine Information zehn Mal zu wiederholen und dann zu der nächsten zu wechseln, unterstützt nicht den Prozess, diese ins Langzeitgedächtnis abzuspeichern. Die Wiederholungstechnik ist zwar ein wichtiger Bestandteil, um sich besser an etwas zu erinnern, birgt aber auch die Gefahr alles zu vergessen, insofern die Informationen nur im Kurzzeitgedächtnis gespeichert wurden. Was dagegen hilft, ist das Abwechseln und die kurzeitige Beschäftigung mit etwas Anderem. So kann das Gehirn langsam die gesammelte Information abspeichern und bei erneuter Wiederholung festigen. Machst du dies nicht, entsteht ein Stau, bei dem dein Kurzzeitgedächtnis chronologisch wieder mit dem Löschen anfängt.
 

4. Das Lernumfeld

Ist dein Schreibtisch oder gar die Bibliothek der Ort, an dem du am meisten lernst? Ein ruhiger Place-to-be ist ja ganz schön zum Verweilen, dennoch kannst du dir Dinge besser merken, wenn du deinen Standpunkt immer wieder mal wechselst. Das bedeutet, dass du die gelernten Informationen auch immer an deine Umgebung und Eindrücke knüpfst. Im entferntesten Sinne hat dies auch mit der emotionalen Erinnerung zu tun. Wenn du dich an Informationen erinnern möchtest, die mit vielen anderen an deinem Schreibtisch erfasst wurden, ist dies wesentlich schwerer, als wenn du dich daran erinnerst, wie du dich mit einem bestimmten Fach im Café gegenüber beschäftigt hast.
 

5. Produktive Unproduktivität

Es kommt die Zeit im Leben eines Mannes, in der er lustlos durchs Haus schlürft, monotones Duschen oder Dösen ihn beschäftigt und er genau weiß, dass er heute nichts schaffen wird. Diese Zeit eignet sich hervorragend, um sich Dinge zu merken. Wenn der Kopf so leer ist, dass keine Gedanken von Arbeit und Pflichten mehr im Hinterkopf schwirren, ist dies eine super Zeit, um Informationen abzuspeichern. Wer sich dann also aufrafft und in seine Karteikarten guckt, hat schon die halbe Miete. Ein Lehrfilm würde auch schon reichen, da muss man nicht ganz so viel nachdenken.

 

Foto: Stuart Kinlough / Getty Images



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