Planet der Affen: Revolution

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Nachdem nur wenige Menschen die globale Pandemie, die sogenannten Affengrippe, überlebt haben, lebt ein kleiner Rest, unter der Führung von Dreyfus (Gary Oldman) und Malcolm (Jason Clarke), in einer verbarikadierten Stadt.

Als sie bei einem Streifzug auf Affen treffen, die sich, unter dem Kommando von Affenanführer Caesar (Andy Serkis), zu einem Stamm zusammengerottet haben, steht die Frage ums Überleben an erster Stelle. Doch kann es, bei einer Auseinandersetzung der beiden Rassen, überhaupt einen Sieger geben?
 

 

Animierte Realität auf einem neuen Level

„Planet der Affen: Revolution“ ist endlich wieder ein Filme, in dem animierte Charaktere und reale Darsteller auf Augenhöhe agieren und stimmig miteinander funktionieren.

Dank Andy Serkis, der schon beim Motion Capturing für Gollum aus Herr der Ringe dessen Bewegungen einspielte, sowie den anderen Motion Capture Darstellern hinter den toll animierten Affen, gewinnt der Streifen ungemein an „Echtheit“. Da leidet und freut man sich mit den „Tieren“ und hat zugleich doch vollstes Verständnis für die Menschen, die doch auch nur leben möchten. Dieser Aspekt des Films ist es dann auch, der den Zuschauer durchträgt und die, durchaus eher simple Grundhandlung ungemein belebt und aufwertet. Die Darsteller sind dabei durch die Bank weg gut gecastet und spielen alle solide bis richtig gut. So erlebt der Film auch keine unnötigen Einbrüche durch schwach besetzte Figuren.

Leider zeigt er seine Schwächen an anderer Stelle und verliert sich immer wieder in seiner Erzählung und breitet viele Momente zu sehr aus. So zieht sich das gesamte Filmerlebnis und baut unnötige Längen auf. Ein geraffter Erzählstil hätte hier Wunder bewirkt und aus einem soliden und toll anzusehenden Film ein top Movie gemacht.

Ebenso muss man hier und da im Film das Logikauge etwas kräftiger zudrücken. Und auch Onkel Pathos schlägt das ein oder andere Mal etwas heftig zu. Aber wer hier zu hohe Maßstäbe ansetzt, dürfte generell ein Problem mit Filmen dieser Art haben.
 

Lässt sich Zeit, macht sich aber nicht zum Affen

Mit „Planet der Affen: Revolution“ bekommt der Fan der Reihe eine toll gemachte Fortsetzung serviert, die leider etwas Geduld mit dem Erzähltempo erfordert. Deshalb dürften Menschen die zu Ungeduld neigen etwas weniger Freude an diesem Film haben.

 

Fotos: 20th Century Fox Deutschland

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