Was wurde eigentlich aus…: Ralf Möller?

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Happy Birthday Ralf Möller

Zwar kein amerikanischer Hollywoodstar, aber hierzulande mindestens genauso bekannt- Ralf Möller hat heute Geburtstag und gehört mit seinen 55 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen! Und mit diesem Metall kennt er sich aus wie kein anderer, denn Möller wurde nicht nur als Schauspieler bekannt, sondern musste für seine vorangegangene Karriere als Bodybuilder wohl auch so manches Eisen stemmen!
Die Begeisterung für sportliche Aktivitäten begann bei dem in Recklinghausen Geborenen bereits als Siebenjähriger, wo er im Schwimmverein die ersten regionalen Meisterschaften gewann- auf der Suche nach neuen Herausforderungen, kam Möller dann nach zwei Jahren beim Boxen Mitte der 70er endlich zu der Disziplin, die ihn vollkommen in seinen Bann zog und ausschlaggebend für seine weitere Karriere sein sollte: Bodybuilding! Sein außergewöhnliches Talent bewies er gleich schon auf dem ersten Wettkampf, den er auf diesem Gebiet überhaupt bestritt und belegte bei der damaligen Juniorenmeisterschaft in Essen auch direkt den dritten Platz!
Doch das genügte einem Mann wie Ralf Möller noch lange nicht und schon bald konnte er noch weitere Siege für sich verbuchen, gewann im selben Jahr sogar die Juniorenklasse der Deutschen Meisterschaft.
Mit nur 23 Jahren war der ehemalige Schwimmmeister jetzt alt genug, seine Kraft auch bei den Männern zu demonstrieren und wurde im Jahre 1982, als einer der jüngsten Teilnehmer des Wettkampfes, Deutscher Vizemeister in der Schwergewichtsklasse. Nachdem es Ralf auch überregional zu Erfolgen brachte, konnte er das Bodybuilding zeitlich nicht mehr mit seinem Wassersport vereinbaren und entschied sich nun ganz für eine Karriere zwischen Hanteln und Stangen.
Von nun an feierte er einen Triumph nach dem anderen und nachdem er bei der Deutschen Meisterschaft 1983 zum „Sieger aller Klassen“ bestimmt wurde, erreichte er im selben Jahr auch noch den dritten Platz bei den IFBB-Weltmeisterschaften- drei Jahre später konnte Möller dann sogar den Weltmeistertitel der Schwergewichtsklasse in Tokio entgegen nehmen, was den absoluten Höhepunkt seines athletischen Werdegangs darstellte!
Nachdem Ralf Möller alle nur erdenklichen Titel in der Amateurklasse gewonnen hatte, versuchte er sich nun auch im professionellen Bodybuilding. Allerdings ist es gar nicht so einfach, mit einer Körpergröße von 1,97 Metern genügend Muskelmasse aufzubauen und so widmete sich Möller ab diesem Zeitpunkt dem Filmgeschäft und beendete dafür letztendlich sogar seine sportliche Profikarriere.
Seine körperliche Fitness ebnete ihm dann zunächst entsprechende Gastrollen in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen und dazu stand der ehemalige Sportsmann für unseren beliebten „Tatort“ vor der Kamera. Auch über den deutschen Raum hinaus konnte Möller natürlich mit seiner kräftigen und beeindruckenden Statur, aber vor allem auch schauspielerischem Talent überzeugen und bekam in der US-Serie „Conan“ 1997 sogar die Hauptrolle. Auch wenn diese nach einigen Folgen wieder abgesetzt wurde, war es die erste amerikanische Sitcom, in der überhaupt ein Deutscher eine Titelrolle erhielt- eine unglaubliche Ehre und mit Sicherheit trug diese Besetzung dazu bei, dass Ralf Möller auch an großen Kinofilmen des neuen Jahrtausends wie „Gladiator“, „The Scorpion King“ oder auch „Pathfinder-Fährte des Kriegers“ beteiligt war. Man kann also durchaus behaupten, dass sich der Berufswechsel für ihn gelohnt hat und auch privat gibt es so einige Bereiche, die sich mehr als auszahlen. Im September 2006 rief der ehemalige Bodybuilder zusammen mit Ursula von der Leyen die Organisation „Starke Typen“ ins Leben, die Kindern aus schwierigen Verhältnissen eine positive Lebenseinstellung nahe bringen soll und für die er von dem Verein „Kinderlachen“ mit einem Award ausgezeichnet wurde. Auch vom Land Nordrhein-Westfalen, seiner Heimat, wurde er mit dem Landesverdienstorden belohnt, nachdem er deutsche Soldaten in Afghanistan nicht nur besucht, sondern ihnen auch noch Fitnessgeräte im Wert von 30.000 Euro überreichte- so ganz ohne Sport geht es eben doch nicht bei unserem Ralf Möller und wir wünschen ihm weiterhin alles Gute!

Foto:wikimedia

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