Was wurde eigentlich aus…: Jenson Button?

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Schnell, schneller, Jenson Button!

Der britische Automobilrennfahrer wird heute 34 Jahre alt und kann bereits auf eine beachtliche und steile Karriere zurückblicken. Am 19.Januar 1980 wurde Button, der mit vollständigem Namen übrigens Jenson Alexander Lyons Button heißt, in Somerset (England) geboren. Sein Vater John, ein bekannter Rallycrossfahrer, legte vielleicht den Grundstein seiner späteren Berufsfindung, als er ihm zum achten Geburtstag ein Kart kaufte und den kleinen Button dazu ermutigte, mit dem Kartsport zu beginnen. Hiermit war der Junge so schnell so erfolgreich, dass er 1997 zum jüngsten Sieger überhaupt in der Geschichte die „European Super A Championship“ gewann und auch davor schon einige Rennen für sich entscheiden konnte.
Schon allein der Name des Jungen war kein Zufall und vielleicht hatte hierbei sogar das Schicksal seine Finger im Spiel: Nachdem die Mutter bereits die Namen der Töchter alleine ausgesucht hatte, bestand Vater John darauf, den seines Sohnes selbst zu geben und orientierte sich dabei an dem damals berühmten Formel-Ford-1600 Pilot Steven Jensen- lediglich ein Buchstabe unterschied den kleinen Jenson nun von dem rasanten Helden.
Je älter Button wurde, desto größer und reicher an PS wurden auch die fahrbaren Untersätze und 1998 wechselte Jenson dann schließlich in den Formelsport, wo er in der britischen Einsteigerklasse Formel-Ford für Haywood Racing direkt sieben Siege einfahren konnte. Auf vielen weiteren Rennen, bei denen vor allem die Nachwuchsfahrer von Großbritannien ihr Können zeigten, demonstrierte Button sein herausragendes Talent und wurde Ende 1998 sogar mit dem „McLaren Autosport BRDC“ Award ausgezeichnet.
Gleich im ersten Jahr, das Button in der britischen Formel-3-Meisterschaft bestritt, konnte er einen Platz auf dem Siegertreppchen erlangen und schloss die Saison 1999 als bester Neueinsteiger ab. Nachdem zwölf Monate später ein Cockpit im Formel-1-Team Williams frei wurde, witterte Button seine große Chance und trat in einem Duell gegen Bruno Junqueira an- so erfolgreich, dass er zum jüngsten britischen Formel-1-Fahrer überhaupt wurde und somit dem absoluten Durchbruch seiner Karriere nichts mehr im Wege stand.
Im Eröffnungsrennen der Saison des Jahres 2000, das in Melbourne stattfand, sah es zunächst so aus, als würde der junge Button direkt seinen ersten Punkt einfahren können- leider zwang ihn dann jedoch ein Motorschaden zum Rückzug. Dennoch konnte er in den Folgerennen einige Punkte für sich gewinnen und beendete seine Saison dann mit überzeugenden zwölf Punkten und dem achten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft.
Nach seinem Wechsel in das Benetton Team, in dem es wesentlich schwieriger war, Punkte zu erzielen und Jenson in diesem Durchlauf nur den 17.Platz in der Weltmeisterschaft erreichen konnte, konnte er seine Leistungen mit der Übernahme zu Renault steigern und sich 2002 seine Platzierung unter den Top10 schon wieder zurückerobern.
Trotzdem wurde Button am Ende dieser Saison vom Testfahrer Fernando Alonso ersetzt und der damalige Team-Chef Flavio Briatore bezeichnete ihn auch noch als einen „faulen Playboy“.
Als 22-jähriger wechselte Jenson zu BAR Honda und bewies zunächst, dass er mit einem beeindruckenden dritten Platz wohl alles andere als faul war- umso deprimierender sollten dann die nächsten Jahre seiner Karriere werden, in denen er wegen Vertragsstreitereien und einem von seinem Team illegal eingebauten Treibstofftanks nicht nur der Presse negativ auffiel und hohe Geldstrafen zahlen musste. Trotzdem gelang es dem Engländer, auf dem Asphalt weiterhin mit guten Leistungen zu glänzen und in der Saison 2006 stand Button nicht nur auf dem dritten Platz des Podestes beim „Großen Preis von Malaysia“, sondern konnte beim „Großen Preis von Ungarn“ dann auch noch seinen bis dahin ersten Formel-1-Sieg überhaupt erreichen.
So erfolgreich er in dieser Zeit auch beruflich über die Zielgerade raste, in seinem Privatleben sah es ganz anders aus: 2005 trennte er sich von seiner damaligen Verlobten Louise Griffiths, mit der er für fünf Jahre zusammen gewesen war. Bis er einige Jahre später dann auf das japanische Model Jessica Michibata traf, ging Button keine ernsthaften Bindungen zu Frauen ein und dieses Glück hält noch bis heute an.
Auch wenn Jenson 2006 noch seinen ersten Grand Prix gewinnen konnte, so schien seine Karriere nach zwei relativ unspektakulären Saisons in 2007 und 2008 bereits zu Ende zu sein: Honda verkündete nämlich, dass das Team die Formel 1 aus Kostengründen verlassen müsse und Button bereitete sich in dieser Zeit schon mental darauf vor, aus dem Motorsport auszusteigen- zum Glück kam dann alles anders, denn unter der Führung von Ross Brawn wurde 2009 ein Manager-Buyout veranlasst. Jenson und Teamkollege Barrichello durften in der Mannschaft, die nun in Brawn GP umbenannt wurde, bleiben und erzielten trotz nur kurzer Vorbereitungszeit einen phänomenalen Auftakt! Button gewann sechs der sieben Rennen in dieser Saison und beherrschte seinen Wagen und die Strecken dabei in einer Art und Weise, die so noch nie zuvor gesehen wurde. Obwohl er nach seinem spektakulären Beginn dieser Saison keine weiteren Siege einfahren konnte, hängte er seinen größten Konkurrenten Vettel mit elf Punkten ab und gewann am Ende mit 95 Punkten seinen ersten Weltmeistertitel in der Formel-1!
Ein Wechsel zu McLaren folgte dann ein Jahr später, wo er an der Seite von Lewis Hamilton sein Bestes geben konnte und mit zwei von vier Siegen den fünften Platz in der Gesamtwertung einnahm.
Auch wenn unser deutscher Liebling Sebastian Vettel die Formel-1 in dieser Zeit dominierte und seinen Siegeszug auch im Jahr 2011 fortsetzen konnte, so gelang es Button, Preise in Kanada, Ungarn und Japan zu gewinnen- das Rennen in Kanada und der damit verbundene erste Platz gehörte zu den besten Fahrten seiner Karriere, wo er sich von ganz hinten vorkämpfte und am Ende schließlich alle anderen Teilnehmer überholen konnte. Spätestens seit diesem Moment ist James Button einer der besten Formel-1-Fahrer unserer Zeit!

„It’s lonely, but there’s no better place to be than inside the car. You’re out of the mad world, it’s just you and the car. And well, occasionally someone shouts something into your ear, but apart from that it’s a peaceful place to be.“– dieses Zitat Jensons drückt wohl am Besten aus, welche Passion er seinem Sport entgegen bringt und was dieser ihm bedeutet. Auch wenn Button im vergangenen Jahr das erste Mal seit 2009 keinen einzigen Sieg feiern konnte, so sind wir uns sicher, dass er noch lange nicht genug von Adrenalin, röhrenden Motoren und Benzin hat und wünschen ihm ein erfolgreiches, neues Jahr an der Seite des neuen Teamkollegen Kevin Magnussen, mit dem er das zukünftige McLaren-Fahrerduo bildet.

Ajouré MEN wünscht: Alles Gute zum Geburtstag Jenson!



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