„Wenn man einem Künstler den Pinsel verbietet, wird er unausstehlich“ – David Dos Santos im Interview

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Er war der Paradiesvogel der RTL II Erfolgsserie Köln 50667: Als Friseur Guido eroberte er die Herzen der Fans. Umso trauriger war sein Ausstieg. Mehr dazu und was ihn, David Dos Santos, mit seinem Serien-Ego verbindet, verrät uns unser Coverstar im exklusiven Interview.

Wir kennen dich vor allem als Guido aus Köln 50667. Viele Fans sind immer noch traurig wegen deines Ausstiegs. Was kannst du uns zum Serien-Aus deiner Rolle sagen? Wurde es einfach Zeit für etwas Neues oder vermisst du Guido auch noch manchmal?

Guido war besonders; er war sehr lieb, ein bisschen naiv und ein absoluter Herzensmensch, der verstanden hat, seine Fans mit viel Freude zu unterhalten. Es war für mich allerdings an der Zeit etwas Neues zu wagen und neue Herausforderungen für mich zu entdecken. Es waren 1,5 Jahre, die ich Guido spielen durfte. Es war eine schöne und spannende Zeit, aber Guido vermisse ich nicht, denn wenn man als Darsteller arbeitet, muss man auch loslassen können, um sich in andere Rollen hinein versetzen zu können und zu spielen. Aber Guido wird immer eine schöne Erinnerung bleiben.

Was hast du mit Guido gemein? Und wo sind Unterschiede zwischen Guido und David?

Was mich mit Guido verbindet, ist der Job als Hair & Make-Up Artist, den Humor und das Herzlichkeit, die er natürlich von David hatte. Die Unterschiede zwischen Guido und mir sind zum einen die Sprechstimme, an die auch ich mich als Guido erst mal gewöhnen musste und zum anderen das Verhalten. Guido war eher zart, fast weich gespült und ich persönlich bin da eher maskuliner…worüber ich auch froh bin .

Hast du nach deinem Ausstieg noch Kontakt zu deinen ehemaligen Serien-Kollegen? Seid ihr privat auch befreundet wie vor der Kamera?

Die einzige Person zu der ich auch sporadisch einen privaten Kontakt habe ist meine Kollegin Diana, die die Rolle der Sam spielt. Aber sonst hatte ich keinen großen, privaten Kontakt mit meinen Kollegen, wobei wir uns alle soweit gut verstanden haben. Das hat sich einfach nie ergeben, was für mich aber auch nicht schlimm ist.

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Du bist ausgebildeter Friseur und Make-Up-Artist. Wie kam dann der Sprung ins Fernsehen?

Mein Traum ist es schon lange ein eigenes Unternehmen aufzubauen und deswegen nutze ich die mediale Präsenz, um meine Idee, die ich seit 14 Jahren habe, endlich umzusetzen und zu verwirklichen. Ich bin spontan in Berlin zum Casting gegangen, da ich vor der Sendung noch in der Hauptstadt lebte…Ich habe mich vorgestellt, ohne groß darüber nachzudenken, was auf mich zukommen könnte. Das ich dann wirklich die feste Rolle in einem bis dato neuen Projekt bekommen habe, hat mich sehr gefreut und ich bereue es auch nicht. Also der „Sprung ins Fernsehen“ war so nicht geplant. Ich probiere gerne neue Sachen aus und bin da ganz spontan, das Projekt hörte sich interessant an … und dann war der Schritt getan. 🙂

Vor deiner Fernsehkarriere hast du durch deinen Job als Hair & Make-Up-Artist für verschiedene Designer für Shootings und Fashion Shows auf der ganzen Welt arbeiten können. Hat dir das während deiner Zeit bei Köln 50667 gefehlt?

Leider durfte ich aus vertragsrechtlichen Gründen während der Zeit bei „Köln 50667“, alles was den Bereich Styling (Hair, Make-up) angeht, nicht mehr ausüben ….und ihr könnt mir glauben, das war wirklich sehr schwer für mich. Wenn man einem Künstler den Pinsel verbietet, wird er unausstehlich. Um so mehr freue ich mich nun meiner Leidenschaft wieder nach gehen zu können. Deswegen werde ich jetzt versuchen alles gesund zu vereinen und umzusetzen, denn gerne möchte ich meine Faszination des Stylings weiter geben.

Bei beiden Berufen lernst du sehr viele interessante Persönlichkeiten kennen und erlebst immer etwas Neues. Welche Menschen und Erlebnisse sind dir besonders im Kopf hängen geblieben?

Klar hat es viele schöne Momente gegeben, die ich nie vergessen werde und für welche ich dankbar bin. Vor allem habe ich tolle, faszinierende Menschen kennen gelernt. Ich lasse mich von neuen Menschen, neuen Erfahrungen immer gerne inspirieren, daher sind viele Momente sehr viel wert.
Aber ehrlich gesagt, muss ich gestehen, dass mir meine Tätigkeit bei Udo Walz die meisten tollen und unvergesslichen Momente beschert haben. Frauen, die nach meinem Umstyling vor mir standen und vor Freude geweint haben, dass sind die Momente, die ich im Herzen trage…. und als Stylist wohl die schönsten Komplimente die man kriegen kann.

Und wo siehst du nun deine Berufung? Im Salon oder vor der Kamera?

Ich werde versuchen TV und Beauty zu verbinden. Ich habe für beides eine Leidenschaft entwickelt und möchte mich da nicht entscheiden müssen. Es gibt so viele verschiedenen Möglichkeiten beide Bereiche zu verbinden… also warum eines aufgeben. 😉

Wie sieht dein Alltag gerade aus?

Momentan ist meine Managementagentur in Verhandlungen und Gesprächen. Es geht um eigene TV – Formate, Mode und auch eine Schmuck-Kollektion sind geplant. Zudem mein eventueller Umzug zurück nach Berlin, obwohl ich sagen muss, dass ich nie weiß, wo mich mein Job hinziehen wird… da bin ich flexibel. Da wo ich es liebe, was ich tue, da bin ich Zuhaus.

Wo siehst du dich in 5 Jahren? Was sind deine Zukunftspläne?

Mein Traum ist es, wie erwähnt, mein eigenen Unternehmen zu gründen, da seh ich mich in 5 Jahren (ich bin Optimist). Ich wünsche mir, dass meine Fans mir weiterhin so toll beiseite stehen und ich ihnen weiterhin im TV präsent sein darf.

Wir bedanken und ganz herzlich für dieses tolle Interview. Wer mehr über David erfahren will, besucht am besten seine Facebook-Fanpage.

Foto: Oliver Wand



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