Maxim mit Ajouré im Gespräch

        Maxim Heidelberg Halle02    

Alexa Feser… berührt! Beim ersten Anschlag des Klaviers hört man noch ein paar Flaschen floppen und Gläser anstoßen. Aber schon beim zweiten Song, der „mehr als nur ein Lied“ heißt, erheben sich Emotionen schwebend durch die Halle 02 in Heidelberg. Arm in Arm stehen Paare und Freundinnen und lauschen still der emotionalen Stimme von Alexa. Eine kleine blonde Frau am Klavier verzaubert die Halle mit ihrer zarten und doch berührenden Stimme. Die komplette Bühne ist in blau lila gehalten und schimmert durch die ganze Location. Nach 4 Liedern geht Alexa mit großem Applaus von der Bühne.

Das Licht wird hell und man hört die Halle02 wieder reden. Spannung ist in der Luft. Irgendwo im Publikum sieht man vereinzelt noch Paare Arm in Arm. Man kann das Warten förmlich hören bis das Licht wieder dunkel wird. Aus dem Reden wird Klatschen und die Band kommt auf die Bühne. Es ist 21.56 Uhr und die Sticks der Drums schlagen zum Intro 1980 – 2010 an. Die Band spielt los und MAXIM kommt auf die Bühne gelaufen. Das Jubeln ist groß und der Sound fühlt sich verdammt gut an. Alles was auf unserem Grabstein steht ist 1980 bis 2010!
 

Alexa Feser
Alexa Feser

 
Gänsehaut zieht durch die Halle. Was ein Gefühl. Das erste Jubeln ist der Wahnsinn und MAXIM ruft laut: „Schönen guten Abend Heidelberg!“ und zieht mit diesen Worten direkt in den nächsten Track: „einsam“.

Die Halle02 ist bis zur hinteren Bar drückend voll. Ausverkauft! Die Emotion direkt noch unter der Haut rockt MAXIM mit „Übermensch“ in den dritten Track und das Publikum rockt was das Zeug hält.

Nach diesem Song nimmt sich MAXIM die kurze Zeit um für Viva con Agua Heidelberg zu werben. Eine Organisation die für sauberes Trinkwasser und sanitäre Grundversorgung für alle Menschen sammeln. Dann eine große und herzliche Entschuldigung für Weinheim. Das Konzert soll ursprünglich in Weinheim stattfinden, aber wegen dem großen Zulauf wird es in die Halle02 nach Heidelberg verlegt.

Nach dem verständnisvollen Beifall des Publikums geht es direkt in „ich ergebe keine Sinn!“ (Pfennig ohne Glück). Rauh und hart schallt es in die Halle02 und die Gänsehaut IST von Kopf bis Fuß in mir. Der Blick auf die Bühne und auf seine Bewegungen verrät, dass seine Karriere damals mit Reggae beginnt. Mit Reggae-Moves rockt Maxim die Bühne und heizt das Publikum extrem an!

Nach „Pfennig ohne Glück“ gibt es Probleme mit der Technik und Maxim beweist unglaubliche Professionalität. Er reagiert sofort und singt seine Akustik Version „vielleicht“.
 

Maxim Band
Maxim mit Band
 

Das Licht ändert von Blau auf Rot und die Gitarre erklingt: „Vielleicht in einem anderen Leben“. Ein Paar steht direkt neben mir mit Tränen in den Augen. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich schön! Track für Track geht es in neue Gefühle. Von „Wut“ und „Schaufenster“ bis „Staub“ teilen sich Gefühle, Emotionen und Gänsehaut die Heidelberger Halle02. Emotionen haben ein neuen Namen: Maxim!

Um 22.48 Uhr geht es dann zu meinem persönlichen Lieblingstrack. „Rückspiegel“ erklingt und ich fange an zu träumen und muss feststellen, dass ich die ganze Zeit von Geschichte zu Geschichte getragen wurde. Und ich denke: Ja, du vergisst die Mückenstiche, wenn du an all die Sommer denkst……

Der letzte Track ist, wie erwartet „Meine Soldaten“. Das Applaudieren des Publikums ist phänomenal. MAXIM singt den Chorus zusammen mit der Halle. Im Wechsel hält er das Mikrofon vor seinen Mund und nach vorne zum Publikum und alle grölen lauthals „Immer wenn mein Herz nach dir ruft und das Chaos ausbricht in mir drin…“

Ich glaube, manche hofften, der Track möge heute nie enden. Jeder weiß, dass es gleich vorbei sein wird und MAXIM dann von der Bühne geht.
Aber so war es nicht, denn MAXIM bleibt für sagenhafte 4 Zugaben auf der Bühne.

Danach knallt das Licht ins Dunkle und die Bühne leert sich.

Ich hab das Gefühl, es fällt alles in Staub. Die Menschen machen sich aus der Halle und irgendwie glaube ich, man kann MAXIM hier in Heidelberg noch ziemlich lange hören.

DANKE MAXIM für ein unvergessliches Konzert!
 

 

Fotos: Beatrix Mutschler



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1 Kommentar
  1. … wie gerne wäre ich dabei gewesen.
    Unglaublicher Musiker, wahnsinnig ehrliche, wahre, tiefgreifende und emotionale Texte und ein toller Mensch.
    „Rückspiegel“ ist ebenfalls mein Track des Jahres 2013 (… und darüber hinaus!)!

    Danke für den Bericht!

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