„Wir wollen unseren Kunden wertstabile Kleidungsstücke bieten“ – Interview mit Thomas von Hagen Friedrich

        Hagen Friedrich    


Mode muss nicht teuer sein und mit Mode kann man so Einiges bezwecken. Das Unternehmen Hagen Friedrich mit Sitz im Greifswald legt großen Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und deutsche Wertarbeit. Darüber hinaus setzt sich die Marke Hagen Friedrich als Kooperationspartner des deutschen Kinderhilfswerks ein. Wir von der AJOURE´ Men hatten die Möglichkeit, uns mit dem Unternehmer näher zu unterhalten.

 

AJOURÉ: Hallo Thomas, vielen Dank für deine Zeit. Wie kommt es, dass du als Unternehmer offensichtlich deine Werte so stark auf Soziales, Nachhaltiges und gute Qualität setzt?

Thomas: Nun, das ist unseren eigenen Erfahrungen aus der Vergangenheit und der Verbundenheit zu unserem Land geschuldet. Wir sehen keinen Grund, unsere Textilien im Ausland zu produzieren. Die durch die Produktion in Deutschland höheren Kosten sind keineswegs hinderlich, und es bringt zudem viele Vorteile. Wir stärken und unterstützen das deutsche Handwerk und haben zudem noch kürzere Wege in der Überwachung der Qualität, als auch bei der allgemeinen Produktentwicklung. So ist zum Beispiel die Produktion im asiatischen Raum nur im ersten Schritt wirklich kontrollierbar, denn keiner weiß, wer dann letztlich wirklich produziert und ob dann Aufträge doch an kleine Subunternehmen vergeben werden, wo die Arbeitsbedingungen mehr als schlecht sind. Einen weiteren Vorteil, den uns die Produktion hier in Deutschland mit unseren Partnern bietet, ist die variable Produktionsmenge jedes einzelnen Teils. Das garantiert uns keine unnötige Überproduktion, welche wir dann später stark rabattiert abverkaufen müssen. Das wiederrum gibt unseren Kunden die Sicherheit, ein wertstabiles Kleidungsstück erworben zu haben. Unser soziales Engagement ist ebenso Kern unserer Philosophie. Wir unterstützen das „Deutsche Kinderhilfswerk“ mit jedem Kauf eines Kleidungsstücks bei uns. Wir sind eine Partnerschaft eingegangen, da wir der Meinung sind, in unserem Land gezielt Kinderprojekte fördern und unterstützen zu wollen.

AJOURÉ: Ist es also so, dass man trotz guter Qualität, mit Produktionsstätten in Deutschland und einem so tollen Engagement sein Geld verdienen kann?

Thomas: Ja, so ist das und ich habe es im Groben schon bei deiner ersten Frage umrissen. Die Kosten sind, wenn wir wirklich alles zusammennehmen, nicht so viel höher als im näheren Ausland. Natürlich kosten unsere Shirts mehr als bei anderen namhaften Herstellern. Allerdings kosten sie nicht mehr als bei den bekannten Labels, die sich im mittleren Preissegment bewegen. Nur ist es eben so, dass diese Labels im Ausland produzieren und das lehnen wir ab.

 
Hagen Friedrich

AJOURÉ: Wie bist du auf diese Idee gekommen, Partnerlooks zu kreieren? Was steckt dahinter?

Thomas: Der Partnerlook ist eine Idee, welche wir in der Familie erschaffen haben. Auch ist oft bei Promis zu sehen, dass die Tochter oder der Sohn mitunter ähnlich gekleidet ist wie der Vater bzw. die Mutter. So kamen wir auf diese Idee, es auch offensiv als Markenmerkmal anzubieten und in unser Konzept einzubauen.

AJOURÉ: Auf eurer Webseite findet man den Satz: Garantiert kein Abverkaufssale! Warum ist das so?

Thomas: Nun, es ist sehr einfach, worauf diese Zusage basiert. Da wir bei unseren Partnern keine festen massig großen Abnahmemengen haben, ist uns eine bedarfsgerechte Produktion möglich. Wir können also immer der Nachfrage angepasst produzieren und haben nichts in übermäßigen Mengen ewig auf Lager. Und selbst wenn dem doch einmal sein sollte, dass wir etwas „übrig“ haben, wird auch dieses nicht in den Sale gehen. Wir wollen unseren Kunden wertstabile Kleidungsstücke bieten, die nicht in 12 Monaten für 50% zu haben sind! Denn das ist nicht unser Konzept. Bei uns bekommt der Kunde für sein gutes Geld gute deutsche Ware zu stabilen Preisen, die unverändert bleiben werden. Das garantieren wir allen unseren Kunden.

 
Hagen Friedrich

AJOURÉ: Hagen Friedrich macht sowohl das Design als auch die komplette Veredelung selbst. Hätte man die Möglichkeit, bei euch Einzelstücke anfertigen zu lassen oder gibt es ausschließlich eure Designs im Angebot?

Thomas: Wir werden aktuell natürlich unsere Designs und Kreationen anbieten. Es wird verschiedene Modelle geben, die dann sogar eigene, außen ins Design integrierte fortlaufende Produktionsnummern haben. Somit ist bei solchen Modellen dann eine Einzigartigkeit gegeben. Auch möchten wir zukünftig über einen Designwettbewerb zusätzlich „fremde“ Designs in unsere Kollektion aufnehmen.

AJOURÉ: Aktuell bietet ihr Motive und Designs aus eurer Heimat an. Gibt es im Hause Hagen Friedrich eventuell die Möglichkeit, in Zukunft auch überregional Vater und Sohn-Designs anzubieten?

Thomas: Natürlich gibt es bei uns nicht nur das regionale Design, sondern auch Designs, die nichts mit unserem Herkunftsort zu tun haben werden. Allerdings liegen unsere Wurzeln und unsere Basis natürlich an der Ostsee und wird immer Kernthema sein.

AJOURÉ: Was dürfen wir in Zukunft aus dem Haus Hagen Friedrich erwarten? Dürft ihr uns schon einen kleinen Einblick in 2018 gewähren?

Thomas: Wir werden in 2018 zum Onlineshop auch regionale Läden eröffnen, das ist geplant, was den reinen Vertrieb betrifft. Was unser Angebot betrifft, wird es noch extrem erweitert werden. Wir planen, angefangen von Sonnenbrillen über Unterwäsche und Mützen, Caps sowie Strümpfe bis hin zu Hosen und Winterjacken unser Portfolio auszubauen. Ja sogar Schuhe haben wir zukünftig in Planung, mit in unser Programm aufzunehmen. Bei allen genannten Produkten gilt natürlich auch 100% Made in Germany.

Herzlichen Dank für die Zeit und deine aufschlussreichen Worte.

Besuche den Online-Shop unter: www.hagen-friedrich.com

 

Fotos: Hagen Friedrich



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