MMA – zu gefährlich?

        Mixed Martial Arts - MMA    

„Ich möchte einen fairen und sauberen Kampf sehen“! F.I.G.H.T.! Kaum Regeln, aber jede Menge Kampfsportarten, die gleichzeitig auf- und ineinander auf den Gegner einprasseln. Mixed Martial Arts – die wohl härteste Partie deines Lebens.

Mixed Martial Arts: gemischte Kampfkünste. Der Name ist Programm. MMA ist aus Kampfsportarten wie Boxen, Thai- und Kickboxen, Judo, Ringen, Taekwondo und Jiu-Jitsu zusammengesetzt. Doch was sagt das über die Mentalität des Sports aus? In Zusammenhang mit Mixed Martial Arts wirst Du oft Begriffe wie „Blutboxen“ oder „Gladiatorenkämpfe“ hören. Tatsächlich gibt es jedoch auch im MMA klare Regeln: Man darf weder auf den Hinterkopf, noch auf die Wirbelsäule, noch auf den Kehlkopf schlagen. Auf der anderen Seite ist es jedoch erlaubt, Schläge mit dem Ellenbogen zu führen oder auf einen am Boden liegenden Gegner einzuschlagen. In den USA hingegen ist MMA definitiv auf dem Vormarsch. Natürlich ist ein nicht unbeträchtlicher Teil des Publikums vor allem auf Blut und Brutalität aus: MMA ist mittlerweile sogar beliebter als Wrestling, denn hier ist nichts abgesprochen, die Kämpfe, die Schläge und Ellenbogenstöße sind echt.
 

MMA Kampfsport
 

Das MMA Training verlangt alles ab

Doch nicht nur die Kämpfe sind beim MMA extrem hart. Vor allem das Training ist intensiv und umfassend. Da kicken, schlagen, ringen, würgen gleichermaßen wichtig sind und Du zudem in diesem Sport Ausdauer und Kondition brauchst, wird Dir das MMA Training mehr abverlangen als die meisten anderen Sportarten. Man kann MMA mit Recht einen Extremsport nennen. Zwar ist die Verletzungsgefahr tatsächlich wesentlich geringer als beim Rafting oder beim Basejumping, aber auch hier musst Du als Sportler bereit sein, extreme Strapazen und unter Umständen auch tatsächlich Schmerzen auf Dich zu nehmen.

Denn MMA ist die Kampfsportart, die dem Straßenkampf am nächsten kommt: Nur wenige Regeln, die Kombination von verschiedenen Elementen und ihr sinnvoller Einsatz verleihen dem Sport eine Vielfalt, wie sie bei keinem anderen Kampfsport zu finden ist. Oft wird eine Verbindung zwischen MMA und dem bekannten Film „Fightclub“, in dem es einen kleinen, illegalen, geheimen Klub gibt, wo die Kämpfer in brutalen und gefährlichen Kämpfen ohne Regeln ihren Alltag vergessen können. Ganz so schlimm ist MMA natürlich nicht, gewissen Statistiken zufolge ist sogar normales Boxen gefährlicher. Dennoch muss dieser Sport nicht jedermanns Sache sein. Wenn Du nach etwas weniger hartem mit etwas mehr Regeln suchst, kannst Du Dich ja einmal bei den Sportarten, aus denen MMA zusammengesetzt ist, umsehen: Kick- oder Thaiboxen enthalten ebenfalls mehrere Elemente, haben jedoch klarere Regeln und sind in ihrer Umsetzung nicht ganz so extrem.
 

Fotos: ©iStock.com/TimMcClean; ©iStock.com/OSTILL



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1 Kommentar
  1. Ich liebe MMA! In meiner bisherigen „Laufbahn“ habe ich schon mehrere Kampfsportarten ausgeübt, und bin letztendlich beim MMA hängengeblieben weil es mir einfach am meisten gefällt. Viel Action, Abwechslung, Auspowern und bis an die eigenen Grenzen gehen (nur im Kampf, das Training ist oft anders und klarer strukturiert).

    Hin und wieder hört man neben dem Vorurteil „zu gefährlich“ auch noch, dass es ein Dummen-Sport sei weil es sehr brutal ist. Das kann ich nicht bestätigen, bei uns trainieren sehr viele Studenten und „normale“ Menschen mit gutem Bildungsabschluss, die Jungs von der Straße die nur Prügeln wollen werden bei uns nicht zugelassen.

    Nach mehr als 6 Jahren als MMA Kämpfer werde ich nun sogar gesponsert von AMRAP Fitness ( http://www.amrap.eu falls es jemanden interessiert), und freue mich extrem, dass dieser Sport an Beliebtheit und Bekanntheit stark zunimmt. Ebenso freue ich mich über gut recherchierte Artikel wie diesen hier, die allen Menschen die „meckern“ wollen eine andere Sportart empfehlen, denn das ist ja das schöne am Sport: jeder kann das machen, was er für gut, entspannend oder zielführend hält 😉

    Danke für den Bericht!

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