Wingsuit – Pures Adrenalin

           

Mit 130km/h Richtung Erde 

Wer ist als Kind nicht schon einmal von einer kleinen Mauer gesprungen, oder hat versucht, eine Schaukel mit einem Sprung zu verlassen und dabei so getan, als könne er fliegen? Mit weit ausgestreckten Armen so getan, also würden er der Schwerkraft trotzend entgegen flattern. Gebracht hat es uns nichts, bis auf ein paar blaue Flecken. Doch bis heute hält der Traum vom Fliegen an.

Bereits seit mehr als 100 Jahren versuchen Menschen mit Flügelkonstruktionen am Körper Distanzen in der Luft zu überwinden, indem sie wie Vögel durch die Luft zu geleiten probieren. Die ersten Versuche endeten, wie hätte es auch anders sein sollen, tödlich. Doch seitdem hat sich viel verändert. Flügelanzüge, sogenannte Wingsuits, haben eine lange Entwicklungszeit hinter sich und sind heute das Highlight am Himmel. Doch nicht jeder kann und darf diese Anzüge nutzen, solange er keine Ausbildung hierfür absolviert hat. In Deutschland müssen Anwärter für Wingsuits mindestens 200 Fallschirmsprünge in den letzten 18 Monaten nachweisen, um dann, unter Anleitung eines Instruktors, die Flügelanzüge nutzen zu können. Auf Grund der Unfallträchtigkeit und Lebensgefährlichkeit mit sogenannten Base-Fallschirm-Systemen, haben die Behörden in Deutschland reagiert und Auflagen erlegt. Jeder Wingsuit-Flieger muss vor seinem Absprung sowohl die Absprungstelle, als auch die Landezone freigeben lassen. Wem das Procedere zu viel Arbeit ist, der kann in die Schweiz fahren. Hier gibt es diese Vorlagen nämlich nicht. Einer der bekanntesten Absprungstellen dort ist „The Crack“. Diese bekannte Absprungstelle wurde 2008 von Schweizer Basejumpern entdeckt. Seit dem gibt es, wegen Unfällen und Toden, zwar zahlreiche Beschwerden seitens der Bevölkerung, dies scheint aber weiterhin niemanden zu beindrucken.
Wingsuit-Flieger springen unter anderem aus Flugzeugen, oder als Basejump von Felsvorsprüngen, Hochhäusern oder Klippen. Während Basejumps eine große Gefahr bergen, ist der Sprung auf einem Flugzeug nicht wesentlich gefährlicher als ein Sprung ohne Wingsuit-Anzug. Auch hier besteht die Gefahr, dass sich der Schirm beim Öffnen verdreht. Allerdings öffnen die Schirme früher, als ohne Wingsuit-System.

Ein Restrisiko haben wir heute bei fast allem was wir tun. Aber kaum etwas auf diesem Planeten dürfte extremer sein, als ein Sprung ins leere, mit ausgestreckten Armen und Beinen.
Für die, die sich einen Eindruck vom Wingsuitfliegen machen möchten, haben wir ein Video von Jeb Corliss auf Youtube entdeckt. Jeb hat über 12 Jahre Erfahrung und mehr als 1000 Basejumps hinter sich. Extremer geht es nicht.

Quellen: wikipedia.de, sonntagonline.de, gillout.com



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