A long way down

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Martin (Pierce Brosnan), Ex-Morgenshow-Moderator, dessen Leben durch die Boulevard-Presse zerstört wurde, steht an Silvester auf dem Dach des Topper‘s Tower in London. Er ist kurz davor zu springen, als ihn Maureen (Toni Collette) anspricht ob er denn noch lange bräuchte, da sie sich auch gerne in den Tod stürzen würde.

Als kurze Zeit später J.J. (Aaron Paul) und Jess (Imogen Poots) dazustoßen, die den selben Freitot geplant hatten, ist es Martin eindeutig zuviel. Er packt seine Sachen, um sich ein ruhigeres Plätzchen für seinen Selbstmord zu suchen. Doch nur wenige Meter weiter treffen die Vier wieder aufeinander. Nach einer ereignisreichen Nacht entscheiden sie einen Pakt zu schließen und sich in den kommenden sechs Wochen bis Valentinstag nicht umzubringen. Doch als auf einmal die Presse Wind von der Geschichte bekommt, beginnt das Chaos erst richtig.

Was lange wegt wird endlich gut

Bei einem Film zum Thema Selbstmord, erwartet man zumeist, ein ernstes Drama das die Tränen in die Augen treibt oder aber eine vollkommen übertriebene, schräg schwarze Komödie. Dass es auch als wunderbar funktionierender Mix aus beidem geht, beweist Nick Hornby in seinem herrlich gelungenen Roman „A long way down“, der es nun auf die Leinwand geschafft hat.

Und auch hier bereitet der Stoff ungemein gute Unterhaltung. Die Geschichte selbst ist in tolle Bilder gefasst und großartig auf die Leinwand übertragen. Alle Anpassungen der Erzählweise machen Sinn und gelingen hervorragend. So werden dem Betrachter nach und nach die einzelnen Protagonisten näher gebracht, ohne dass dabei zuviel im Tagebuchstil erzählt und aus dem Off kommentiert werden muss.

Auch der Cast des Films kann sich mehr als sehen lassen. Angefangen von Pierce Brosnan über Toni Collette und Aaron Paul bis hin zu Imogen Poots, glänzen die Schauspieler mit gelungenen Darstellungen. Dabei sticht besonders Imogen Poots hervor, was besonders beeindruckend ist, da jeder der Darsteller seine Figur unglaublich gelungen gibt. Und so bereitet es eine wahre Freude zuzusehen wie die Geschichte ihren Lauf nimmt.

Gelungener Mix, kein Absturz

Eine Komödie mit ernsten Tönen oder ein Drama mit vielen komischen Situationen. Irgendwas dazwischen ist „A long way down“. Und so vielschichtig, weil gleichzeitig berührend, amüsant und herrlich schräg, der Film ist, so unterschiedlich dürfte die Wahrnehmung der Zuschauer sein.

Wer Gefallen an einem Film findet, der sich nicht gänzlich einordnen lässt und irgendwo zwischen Drama und Komödie steckt, dabei sowohl zum herzhaft lachen, als auch zum nachdenken anregt, der sollte sich „A long way down“ nicht entgehen lassen.

 

Foto: PR / Wikipedia

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