James Bond 007: Spectre – Filmkritik & Trailer

        Spectre Filmkritik    

James Bond 007: Spectre – Die Story

Nachdem Bond (Daniel Craig) in Mexiko-Stadt ein paar Häuser in die Luft gejagt und scheinbar auf eigene Faust Verbrecher eliminiert hat, bleibt seinem Vorgesetzten M (Ralph Fiennes) nichts übrig als ihn vorübergehend zu suspendieren. Als wäre das nicht schon genug, hat M mit Max Denbigh (Andrew Scott), dem Anführer der Joint Intelligence Service, einen Mann vorgesetzt bekommen, der MI6 und MI5 zusammenführen und technologisch mordernisieren und das Doppelnull Agentenprogramm einstampfen will.

Doch Bond ignoriert die Suspendierung und macht sich auf nach Rom um den geheimen Hintermännern auf die Spur zu kommen. Als er bei einer Versammlung den Kopf der Organisation als Franz Oberhauser (Christoph Waltz) identifizieren kann, steht seine Welt plötzlich Kopf. Denn Oberhauser ist ihm kein Unbekannter und eigentlich längst tot.

Doch Bond wäre nicht Bond, wenn er nun nicht erst recht dran bleiben würde um der Organisation um Oberhauser das Handwerk zu legen.

 

 

Der vielleicht letzte Bond mit Daniel Craig

Spectre, ein Film, der die Meinungen der Zuschauer teilen wird. Von den einen als zu sehr nach Fortsetzung verschrien, von den anderen als gelungener Schlusstakt der Bondfilme mit Daniel Craig gefeiert, findet sich Spectre vermutlich irgendwo dazwischen wieder.

Höher, schneller, weiter ist dabei definitiv eine Maxime, derer sich der Film verschrieben hat. Das sorgt für viel Action und wenig Langeweile. Allerdings leidet die Rundheit der Geschichte wiederum darunter. Die einzelnen Erzählabschnitte sind in sich stimmig, wirken aber eher wie Episoden und stören manchmal den Fluss des Films. Das wiederum sorgt dafür, dass die Charaktere um Bond oft nicht die Tiefe erlangen, die so manche Filmfigur in vorangegangenen Teilen inne hatte. Dabei rettet besonders Christoph Walz mit seiner Präsenz und Spielstärke den Oberschurken Oberhauser. Aber auch der übrige Cast des Films nutzt voll aus was die Geschichte hergibt und wird einzig durch die episodenhafte Art der Erzählung ausgebremst.

Die Figur des James Bond wiederum ist und bleibt Kult. Das war schon immer so und wird vermutlich auch so bleiben. Einzig die Darsteller und die filmische Umsetzung der Geschichten gerieten in all den Jahren mal besonders gut und mal weniger gelungen. Dass Daniel Craig einen ganz eigenen, zeitgemäßen Bond gibt, kommt ihm beim Großteil des Publikums zugute. Dennoch gibt es genug Bond Fans, die mit ihm nicht so viel anfangen können. Mit Spectre haben wir nun das Phänomen, dass einige Stimmen laut werden, die Craig in den voran gegangenen Filmen nicht mochten und ihn hier nun gut finden. Umgekehrt findet mancher Fan der letzten Filme ihn hier nicht so überzeugend. Ob es noch einen weiteren Bond mit Craig geben wird ist, auch weil Craig sich selbst zuletzt wenig wohlwollend über seine Filmfigur äußerte, demnach noch ungewiss.

 

Gute Filme sind (manchmal) Geschmacksache

Fakt ist, Spectre hat viele beeindruckende Szenen zu bieten, zeigt einen starken fokusierten Bond, der nicht jedermanns Sache ist und hält den Zuschauer in Atem. Hier zu jammern, ist auf hohem Niveau jammern. Und auch wenn der Film vielleicht nicht mit Casino Royal oder Skyfall mithalten kann, ist er dennoch kein Ausfall und kann seine kleinen Schwächen in anderen Bereichen wieder wett machen.

Letztlich wird sich Gefallen und Nichtgefallen davon abhängig machen, ob man Craig hier als Bond mag oder nicht und ob die Erzählstruktur den Betrachter abzuholen vermag.

 
Spectre Kinoplakat
Kinostart: 05. November 2015
 

Fotos: Sony Pictures Germany



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