Jack Ryan: Shadow Recruit

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Nachdem Jack Ryan (Chris Pine) im Afghanistan Krieg schwer verwundet wurde und sich durch eine langwierige Reha quälen musste, nimmt er einen verdeckten Ermittlerposten an, den ihm CIA-Agent Thomas Harper (Kevin Costner) verschafft. Als Finanzanalyst getarnt überwacht er ab sofort Geldgeschäfte an der Wall Street.

Als ihm einige Transaktionen merkwürdig vorkommen und er deshalb nach Moskau reisen muss, um dem Oligarchen Viktor Cherevin (Kenneth Branagh) einen Besuch abzustatten und der Sache auf den Grund zu gehen, steckt er plötzlich mitten in einer ganz großen Sache, die die Welt in ein mächtiges Chaos stürzen könnte. Und wäre das nicht schon schlimm genug, taucht seine Freundin Cathy Muller (Keira Knightley) auf, die ihn überraschen will und nichts von seiner zweiten Identität weiß. Wohl oder übel müssen sie nun gute Mine zum bösen Spiel machen und einen Weg finden Viktor Cherevin’s böse Pläne zu vereiteln.

Agentenfilm einmal realistisch(er)

Kenneth Branagh, der nicht nur Regie führt, sondern auch mal eben noch den Bösewicht Cherevin gibt, serviert uns hier eine Geschichte mit Tom Clancy’s Charakteren, deren Handlung nicht auf einer konkreten Vorlage des Jack Ryan Erfinders beruht. Mit dem Reboot, den Anfängen des Jack Ryan als CIA-Agent wird Chris Pine der Öffentlichkeit präsentiert. Und macht seine Sache ausgesprochen gut.

Hier steht kein harter Hund und Actionheld im Vordergrund, sondern ein junger Mann der sich ins Leben zurück gekämpft hat und nun direkt wieder in ein irres Abenteuer geschleudert wird. Auch die anderen Charaktere, vorneweg Kevin Costner als Jack’s Mentor Thomas Harper, sind super geraten und werden von den Darstellern mit Leben gefüllt. Keine eindimensionalen Haudraufs und Sprücheklopfer, sondern vielschichtige Personen die sich durch die Ereignisse kämpfen.

Leider schwächelt der Film dann direkt bei der Handlung. Oder anders gesagt: der Film ist zu realistisch um den Zuschauer richtig mitfiebern zu lassen. Wenig übertriebene Action à la James Bond und Co., dafür ein bisschen mehr Mission Impossible 1 Feeling, nur eben weniger spannend und ohne Verwirrspiele. Die Geschichte ist einfach gestrickt und schnell erzählt, dadurch nicht so dramatisch und emotional mitreißend wie es vielleicht nötig gewesen wäre. So bleibt es eben bei einem gut gemachten Film und keinem neuen Genre-Highlight.

Gute Schauspieler – solider Film

Jack Ryan: Shadow Recruit ist ein durch und durch solider und gut gespielter Agentenfilm. Wer Fan der Jack Ryan Geschichten ist oder Chris Pine mag sollte sich den Film nicht entgehen lassen. Wer lieber Filme mit wahnsinnig raffinierter Story möchte könnte hier möglicherweise nicht auf seine Kosten kommen. Ebenso werden Freunde sinnfreier Ballerorgien und reißerischer Sprüche wenig zu lachen haben.
 

Foto: PR / Jack Ryan: Shadow Recruit (2014) Movie Poster, Paramount Pictures

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