The Imitation Game – Filmkritik & Trailer

        The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben wurde mit 8 Oscars nominiert.    

The Imitation Game – Die Story

Als 1939 das britische Militär herausragende Köpfe sucht, die den deutschen Enigma Code entschlüsseln können der alle Botschaften der Nazis codiert, meldet sich auch Alan Turing (Benedict Cumberbatch). Der sonderbare, arrogant auftretende Turing eckt zunächst bei seinen Kollegen an und auch aufgrund der wenigen Erfolge der Entschlüsselungsversuche wird die Stimmung im Team nach und nach gereizter.

Als Alan auch noch eine Beschwerde bei Premierminister Winston Churchill einreicht und daraufhin die Leitung des Teams übertragen bekommt und eine, in den Augen seiner Mitarbeiter, völlig unnütze Maschine bauen lässt, droht das ganze Unterfangen zu kippen.

Doch dann stößt Joan Clarke (Keira Knightley) zum Team und schafft es das Vertrauen zu Turing zu gewinnen und zwischen ihm und seinen Kollegen zu vermitteln. Doch neben dem Wettlauf gegen den Code und die Zeit hütet Alan ein weiteres Geheimnis, das ihm noch zum Verhängnis werden könnte.

 

 

Cumberbatch überzeugt erneut

Im mehrfach nominierten Oscarkandidaten „The Imitation Game“ brilliert Benedict Cumberbatch als genialer aber arroganter und sozial inkompetenter Mathematiker Alan Turing.

Eine Geschichte die drei Handlungsstränge um ein und die selbe Person erzählen, kann schonmal schnell zu einem undurchschaubaren Durcheinander geraten. „The Imitation Game“ meistert dies jedoch gut und kreiert mit den aktuellsten Geschehnissen (im Jahr 1951) um Alan Turing die Rahmenhandlung, erzählt im Hauptteil (1939) die etwas weiter zurück liegende eigentlich aufsehenserregende Geschichte Turings und blendet zwischendurch Momente aus dessen Jugendjahren (1927) ein.

So entsteht ein komplexes Bild des Menschen Alan Turing, der fast sein ganzes Leben der Arbeit an einer raffinierten Maschine widmet, die Grundstein wird für spätere Entwicklungen im Bereich der Computertechnik.

Dass diese, vielleicht nicht immer 100 Prozent historisch korrekt gezeichnete Figur, den Betrachter in seinen Bann zieht, liegt vorallem an der beeindruckenden Darbietung Benedict Cumberbatchs. Denn das Faszinierende an Benedict Cumberbatch ist, egal welchen Charakter er spielt, er bringt den Zuschauer dazu zu glauben, dass diese Person genau so sein muss. Cumberbatch lässt mit Charisma und gutem Schauspiel Personen lebendig und (be)greifbar werden. So wäre es auch nicht verwunderlich, wenn er für diese Darstellung den Oscar bekäme.

Der Film an sich ist in seiner Erzählweise gut gemacht, fokussiert aber stark auf Turings Arbeit für die Regierung und behandelt den Menschen Alan Turing mit seinen weiteren Facetten nur in Nebenschauplätzen, die jedoch einige Einblicke geben. Diese Herangehensweise kommt allerdings der Dramatik um die spannende Entschlüsselung des Nazicodes zu gute und lässt den Film dadurch nie zu arg abschweift.

Die Nebendarsteller liefern durch die Bank weg einen guten Job ab und fügen sich schön ein in das Spiel mit Cumberbatch, der Dreh- und Angelpunkt des gesamten Films ist. Auch optisch und in seiner Stimmung mag der Film überzeugen, wenn gleich das eigentliche Kriegsgeschehen nur am Rande präsentiert wird und somit nur schemenhaft in der Geschichte vorkommt. Aufgrund der spannenden Entschlüsselungsgeschichte fällt dies jedoch nicht unbedingt störend auf.

 

Gut gelungenes Machwerk

Eine Geschichte, die weder zu abstrakt und nerdig noch zu mainstreamig weichgespült daher kommt, die gutes Schauspiel bietet und zum nachdenken anregt. Wer daran Interesse hat, sollte „The Imitation Game“ ganz klar auf der großen Leinwand sehen.
 
The Imitation Game – Ein streng geheimes Leben wurde mit 8 Oscars nominiert.
 
Kinostart: 22. Januar 2015
 
Foto: SquareOne (DCM)

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