Hast du zu viel Stress? Diese Anzeichen sprechen dafür

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Zu viel Stress macht krank, wer jedoch in einer chronischen Spirale aus Stress und Hektik gefangen ist, bemerkt dies oft nicht rechtzeitig, um gegenzusteuern. Zunächst ist Stress erst mal nichts Schlechtes für uns Menschen, kurzfristiger Stress kann durchaus auch zu Höchstleistungen befähigen. Aber der menschliche Organismus ist nicht für Dauerstress gemacht und wer im Alltag nicht lernt, auf die entsprechenden Signale des Körpers und der Seele zu achten, muss auf Dauer auch mit schlimmeren, stressbedingten Krankheiten rechnen.

Jeder Mensch ist ein Individuum, weshalb Dauerstress nicht bei jedem Menschen die gleichen Symptome verursacht, es ist deshalb wichtig, sich und seinen Körper gut kennenzulernen, um Stresssymptome eindeutig als solche auch zuordnen zu können. Es fängt oft an mit Gedankenschleifen, aus denen es scheinbar kein Entrinnen zu geben scheint. Verpflichtungen aus Alltag, Beruf und Privatleben, überhöhte Ansprüche an sich selbst sowie die Unfähigkeit zur eigenen Entspannung münden oft in Stresssymptomen. Hat die Stressspirale ein gewisses Ausmaß erreicht, dann kannst du das auch anhand bestimmter körperlicher Symptome feststellen.

 

Stresssymptome von Anfang an ernst nehmen

Dies sind Warnsignale des Organismus, die du unbedingt ernst nehmen solltest, um Schlimmeres zu verhindern. Als typisches Stresssymptom gelten Ohrgeräusche, Tinnitus, welcher von den Betroffenen ganz unterschiedlich entweder als Pfeifen, Rauschen oder Klingeln im Ohr wahrgenommen wird. In Deutschland klagt bereits jeder dritte Erwachsene phasenweise über stressbedingte Ohrgeräusche. Doch dies ist nur ein mögliches Symptom aus einer ganzen Reihe verschiedener Probleme, die beim chronischen Stress auftreten können.

Jede Form von zu viel Stress sollte im eigenen Interesse unbedingt ernst genommen und gegebenenfalls auch medizinisch behandelt werden. Denn während ein kurzzeitiger Stress für den Organismus in der Regel kein Problem darstellt, führt chronischer Stress zu sogenannten Anpassungsproblemen und einer andauernd erhöhten Ausschüttung von gefährlichen Stresshormonen. Es tritt also mit der Zeit sogar eine gewisse Gewöhnung an zu viel Stress ein. Insbesondere dann, wenn sich für typische Stresssymptome wie Tinnitus trotz aufwendiger diagnostischer Untersuchungen keine körperlichen Ursachen finden lassen, liegt es meist am Stress.

Der Übergang in eine körperliche, seelische oder psychische Erschöpfung durch Stress geschieht jedoch in den meisten Fällen allmählich und schleichend. Doch gerade das macht den Stress so gefährlich, nämlich dann, wenn die Symptome gerade zu Anfang weggeschoben oder verdrängt werden. Diese subtilen Symptome der Erschöpfung schleichen sich also ganz langsam in deinen Alltag ein. Dauermüdigkeit, Schlafstörungen, ein unwillkürliches Muskelzucken an den Augenlidern oder vermehrte Reizbarkeit können bereits Anzeichen einer weit vorangeschrittenen Stressproblematik sein.

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Körperliche Stresssymptome führen unbehandelt zum Burnout

Wenn du jetzt nicht entgegensteuerst, rennst du förmlich gegen die Wand, was bedeutet, dass du sogar einen sogenannten Burnout erleiden könntest, der dich völlig aus der Bahn werfen kann. Hier signalisiert der Körper, dass es so wie bisher mit dem ganzen Stress einfach nicht mehr weitergehen kann. Du wirst also sozusagen zu notwendigen Änderungen deines Lebensstils gezwungen, damit der Stress endlich weniger wird und Körper, Geist und Seele wieder aufatmen können. Ein Burnout ist also spätestens immer dann die Folge, wenn nicht zuvor schon die Notbremse gezogen wurde.

Auch die Änderung des eigenen Essverhaltens muss als eigenständiges Stresssignal gedeutet werden. Du kennst dein eigenes Essverhalten sicherlich am besten und kannst daher auch Abweichungen gut einschätzen. Manchmal sind diese Verhaltensweisen jedoch so signifikant, dass du sogar von Außenstehenden darauf angesprochen wirst. Einige essen durch zu viel Stress und Grübeleien deutlich weniger als bisher, Untersuchungen zeigen jedoch, dass Stressgeplagte in der Regel deutlich mehr in sich hineinstopfen, als ihnen guttut.

Außerdem werden vermehrt vermeintliche Entspannungsmittel wie Nikotin und Alkohol konsumiert, was letztendlich jedoch nur noch zu mehr Stress und körperlichem Unbehagen führt. In dieser Phase wird alles, was wirklich Entspannung verspricht, also etwa Sport oder Spieleabende mit Freunden, sträflich vernachlässigt.

Durch die Stimmungsschwankungen verlieren viele Stressgeplagte auch mehr und mehr die Lust am Sex und wenn die Stressspirale weiter voranschreitet, können sich außerdem ein zu hoher Blutdruck oder gefährliche Herzrhythmusstörungen einstellen.

 
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Hilf dir rechtzeitig selbst, damit der Stress dich nicht in der Hand hat

Die andauernd erhöhten Pegel von Stresshormonen im Blut bewirken darüber hinaus eine signifikante Reduktion der körpereigenen Abwehrmechanismen. Deshalb sind gestresste Personen im Jahresverlauf auch häufiger von Erkältungskrankheiten betroffen. Die allgemeine Leistungsfähigkeit lässt auch durch den chronischen Schlafmangel nach und würde die Stressspirale nicht unterbrochen, können sich sogar bleibende Schäden einstellen.

Obwohl unsere Leistungsgesellschaft also von jedem Einzelnen viel abverlangt, sollte die eigene Stressbewältigung und Stressprävention nicht zu kurz kommen. Es gilt die Stressspirale zu durchbrechen, das eigene Stresslevel herunterzufahren und somit einen psychischen oder körperlichen Zusammenbruch zu verhindern. Wenn du berufstätig bist, solltest du durchaus auch Vorgesetzte auf diese Problematik ansprechen, denn Unternehmen wünschen sich ja dauerhaft leistungsfähige Mitarbeiter und nicht solche, die durch stressbedingte Krankheiten längere Zeit ausfallen.

Ein Allheilmittel gegen Stress gibt es sicher nicht, manchmal wirst du nicht umhinkommen, dich einer stressverursachenden Situation, sei es beruflich oder privat, komplett zu entziehen. Gedankenablenkung, viel Bewegung an der frischen Luft, das Vermeiden von Genussmitteln sowie das Erlernen einer Technik zur Stressbewältigung können bereits viel bewirken, damit der Stress nicht überhandnimmt.

 
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Fotos: Freddie Darke; Gary Waters / Getty Images

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