GODZILLA – Ab Mai im Kino

        Godzilla    

1999 wird Joe Brody (Bryan Cranston), Angestellter in einem japanischen Atomkraftwerk, Zeuge einer atomaren Katastrophe. Er überlebt und zweifelt auch noch 15 Jahre danach an der offiziellen Version der Behörden, dass es sich um ein Erdbeben gehandelt haben soll. Gemeinsam mit seinem Sohn (Aaron Taylor-Johnson) macht er sich auf die Suche, nach den Ursachen. Als sie auf Dr. Ichiro Serizawa treffen, erfahren sie, dass es weit schlimmer ist als befürchtet. Denn ein Wesen, eines wie das, welches vor 15 Jahren das Atomkraftwerk zerstörte, ist erwacht.



Groß aber nicht großartig

Die Erwartungen waren groß, wurde doch im Vorfeld viel Wirbel um den neuen Godzilla Film gemacht. Die Trailer verrieten zwar nicht zuviel und gaben nur ein paar kurze Blicke auf das Ungetüm frei, dennoch war die Filmwelt in heller Aufregung deswegen. Und so startet der Film auch direkt mit einem stark spielenden Bryan Cranston. Emotional und aufrüttelnd. Und schafft es so das erste Drittel der Spielzeit richtig interessant zu gestalten.

Doch leider kann der Rest des Films damit nicht mithalten. Kaum sind die Fakten auf dem Tisch, die Rollen klar zugewiesen, wird auf Hollywoods Standart Repertoire zu erwartender Filmszenen zurückgegriffen. Dazu kommt, dass, sobald Godzilla und Co. so richtig zum Einsatz kommen, die menschlichen Darsteller fast zu Nebenfiguren degradiert werden. Im gesamten Film gibt es nur wenige Momente, in denen man sich mit Aaron Taylor-Johnson und dem übrigen Cast so richtig verbunden fühlen kann.

Dagegen bekommt Godzilla gegen Ende so richtig Screentime. In der darf er dann auch dem Zuschauer eindrucksvoll beweisen, warum er zu den Superhelden unter den Monstern gehört. Zudem sieht der Kerl verdammt gut aus (CGI sei Dank) und auch die übrigen Effekte sind, in weiten Teilen des Films, überragend gelungen.

Auch der Sound macht einiges her und kann sowohl im musikalischen Bereich, als auch bei den Soundeffekten punkten. Dennoch können Grafik und Klang nicht das wettmachen, was das Drehbuch versäumt.

Godzilla, oder eher not so Go(o)dzilla?

Den Film, den uns Regisseur Gareth Edwards hier präsentiert, kann man durchaus als solide und ordentlich bezeichnen. Er schlampt nicht, hat aber auch, abgesehen vom Anfang, nicht wirklich viel überraschendes zu bieten. Mit etwas mehr Auge auf die Handlung und einer raffinierteren Erzählweise, hätte hier ein Meisterwerk entstehen können. Optisch kommt es schon einmal dicht dran.

Für Godzilla Fans und Freunde von Blockbustern mit Roland Emmerich Zerstörungsausmaßen, ein absolutes Muss. Wer vorhersehbare Handlungen nicht abkann, sollte besser darauf verzichten.
 

Foto: PR

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