FKK-Club Artemis Berlin expandiert zum Großbordell

        Der FKK Club Artemis in Berlin expandiert    

Nach wie vor wird der Rotlichbezirk größer und größer und nie war die Nachfrage so groß wie in 2014. Auch der FKK-Club Artemis in der Halenseestraße in Berlin (Grunewald) möchte expandieren. Die ersten Schritte sind schon getan, nachdem der Clubbesitzer die 625 Quadratmeter große Halle des Reifenhändlers vor Ort gekauft und bereits abgerissen hat.

Artemis-Managerin Vanessa Rahn erzählt, dass vor der Haustür des Clubs ein “Outdoor-Bereich” gestaltet werden soll. Der Standort sei perfekt nahe dem ICC und habe sich auch bewährt. Das Geschäft fluriert toll, aber trotzdem seien noch Kapazitäten vorhanden.

Im Moment verfügt das Artemis über einen Wellness- und Barbereich, sowie 60 Zimmer, was sich aber in Zukunft komplett ändern soll. Vanessa Rahn gibt an, dass im Moment zwischen 70 – 90 Prostituierte im Artemis als Selbstständige arbeiten. “On-Top” kommen noch 50 Frauen dazu, die im Barbereich, Rezeption und im Facility-Bereich arbeiten.

Der neue Bereich soll durch eine Mauer gegen Blicke von Zaungästen abgeschottet werden. Baustadtrat Klaus-Dieter Gröhler (CDU) bestätigte, dass seine Behörde die Baugenehmigung erteilt hat. ”Bordelle sind in einem Gewerbegebiet zulässig.” bestätigt Gröhler. Auch für die gegenüberliegende Straßenseite hat der Inhaber des Artemis, ein Geschäftsmann aus Süddeutschland, offensichtlich Pläne.
 

Mileu-Straße mit Laufhäusern in Berlin?

Auch wenn es derzeit noch keine Klagen über den Bordellbetrieb auf der Halenseestraße gibt, steht es um das Gebiet der Kurfürstenstraße anders aus. Etliche Anwohner, die tagtäglich mit dem Milieu auf der Straße zu tun haben, sorgen sich um ihre Kinder, die dort in die unmittelbar in der Nähe liegende Schule gehen und permanent der Straßenprostitution ausgesetzt sind. Hier wird auf politischer Ebene leider keine Lösung gefunden.

Stattdessen will ein Investor an der Kurfürstenstraße Ecke Potsdamer Straße ein Laufhaus einrichten, in dem die Prostituierten arbeiten könnten. Im Mai wurden die Pläne des Unternehmers von Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeister Ekkehard Band (SPD) abgelehnt. Wie es in der nächsten Instanz aussieht, wird man in den kommenden Wochen sehen.

Den nächsten Ärger gibt es in der Oranienburger Straße Ecke Krausnickstraße in Mitte. Anwohner klagen hier über zunehmende Prostitution und ihre Freier. Angeblich gibt es in der Krausnickstraße 21 einen bordellartigen Betrieb, durch den ein reger Kundenbetrieb stattfinden soll. Befragte Anwohner klagen über Stöhnen, Schreien, Türschlagen, Klopfen und Klingeln.

Ob es nicht langsam aber sicher an der Zeit ist, in Berlin eine Mileu-Straße mit Laufhäusern einzurichten, damit die Straßen und ihre Anwohner mehr Ruhe bekommen, stellt sich hier als große Frage, der sich die Berliner Politiker annehmen sollten.

Das Gewerbe ist bekanntlich das älteste der Welt und wird sich mit großer Sicherheit nicht nur in Berlin weiter ausbreiten.

Artemis FKK Saunaclub Berlin
Artemis FKK Saunaclub Berlin

 
Foto top: John MacDougall / AFP / Getty Images
Foto: Francis Demange / Gamma-Rapho / Getty Images



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