Felix von Jascheroff im Interview: „Nur 20 Sekunden Mut und es passieren wunderbare Dinge.“

        Felix von Jascheroff    

Frisch verheiratet – inklusive Flitterwochen auf Mykonos –, Testimonial des Fashion Labels PHINOMEN und spannende Projekte in den Startlöchern – es läuft scheinbar alles ziemlich rund bei dem Berliner Schauspieler und DJ. Manchmal fragt man sich, ob Felix von Jascheroff einfach mehr Zeit hat als wir. Das wollten wir natürlich genauer wissen und sind der Frage daher auch gleich mal auf den Grund gegangen.

 
Ajouré: Du bist ganz frisch verheiratet – wie fühlst du dich?

Mir bzw. uns geht es prächtig. Wir genießen gerade unsere kleine Auszeit auf Mykonos, bevor es wieder in den Arbeitsalltag geht. Ja, verheiratet – so richtig ist es noch nicht angekommen. Das wird auch, denke ich, noch ein bisschen dauern, bis es so richtig realisiert ist.

 
Ajouré: Da du ja permanent am Set für GZSZ bist, Musik machst, offensichtlich regelmäßig zum Sport gehst, die Hochzeitsvorbereitungen anstanden und du trotzdem immer mit deinem Hund spazieren gehst – unsere Frage: Hast du mehr Zeit am Tag als andere oder wie bewältigst du all das?

Mehr Zeit als andere … kommt drauf an, wie man es nennen möchte, aber ich für meinen Teil nutze jede Möglichkeit für Dinge, die für mich wichtig sind und auch eine Verpflichtung darstellen, wie z.B. mein Job oder auch das Rausgehen mit meinem Hund. Viel Freizeit habe ich nicht wirklich. Es gibt immer etwas zu tun, sei es im eigenen Haushalt oder woanders. Aber wenn ich dann Freizeit habe, dann wird sie ausgiebig genutzt: Mal mit meiner Frau aus Berlin rausfahren und ein paar Stunden an einem schönen Ort verbringen oder einfach nur zum Sport gehen.

 
Ajouré: Weil wir gerade das Thema Sport angesprochen haben: Es ist unschwer zu erkennen, dass du aktuell topfit und gut durchtrainiert bist. Wie hast du das erreicht und war es schwer für dich zum einen so abzunehmen und zum anderen den Schweinehund zu überwinden?

Um sich im eigenen Körper wohl zu fühlen muss und sollte man schon ein paar Dinge machen. Auch wenn der innere Schweinehund meistens größer ist als der Wille. Bei mir ist es ein ständiges Auf und Ab. Mal bin ich sehr penibel und ehrgeizig was das Training und die Ernährung angeht, manchmal sage ich mir auch: „Was soll’s, scheiß drauf!“ Aber zum Glück habe ich ja eine Frau an meiner Seite, die mir in solchen Momenten einen ordentlichen Arschtritt verpasst und mich dazu bringt, dann doch über den eigenen Schatten zu springen. Und sind wir mal ehrlich … es tut ja auch gut.

 
Felix von Jascheroff

 
Ajouré: Gut in Form, das Ganze kombiniert mit deinen richtig coolen Styles: Woher nimmst du deine Inspiration? Hast du einen Berater oder sind deine Styles immer eigene Kreationen?

Wenn es danach geht, könnte ich auch den ganzen Tag im Trainingsanzug rumlaufen, aber selbst das kann ja ganz gut aussehen. (lacht) Nein, die meisten Styles kommen von mir. Ich zieh einfach das an worauf ich Bock habe. Jeder sollte sich so kleiden wie es für einen selbst am besten und angenehmsten ist. Das Schlimmste ist, wenn man etwas vorgelegt bekommt, womit man sich nicht identifizieren kann. Das gilt nicht nur für den eigenen Style, sondern in jeglicher Hinsicht.

 
Ajouré: Offensichtlich realisierst du deine Träume und was du dir vornimmst, funktioniert. Wie arbeitest du auf diese Träume hin? Lässt du es auf dich zukommen oder gibt es Methoden, die du betreibst, damit sie wahr werden?

Nicht alles, was ich mir vornehme, klappt auf Anhieb. Viele Dinge brauchen einfach seine Zeit. Aber was lange braucht, wird auch gut. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und versuche immer das Beste aus mir herauszuholen, auch wenn es manchmal sehr schwer ist. Aber das Ziel ist der Weg und wenn man seine Träume, Wünsche und Vorhaben durchzieht und fest an sich glaubt, dann klappt das meistens ganz gut. Ich sage immer: “Nur 20 Sekunden Mut und es passieren wunderbare Dinge.“ So war das auch, als ich meine Frau kennengelernt habe. Einfach machen, nicht lange darüber nachdenken. Denn wenn man zu viel denkt, kann es schon zu spät sein.

 
Ajouré: Mit deiner Hochzeit haben du und deine Frau sich bestimmt gerade einen großen Traum erfüllt. Hast du schon neue Pläne oder Ziele für die Zukunft geschmiedet?

Das große Ziel, unsere Hochzeit, ist vollbracht. Hat ja auch lange gedauert, bis wir unser Fest so durchdacht und geplant hatten. Die nächsten Ziele? Naja, Arbeit geht nicht aus. Ich werde weiterhin vor der Kamera stehen und es kommen auch noch ein, zwei oder sogar drei schöne Projekte dazu, worauf ich mich sehr freue. Vielleicht irgendwann ein Domizil im Warmen, und und und … 😉 Träume darf und sollte man haben – was wäre das Leben langweilig ohne Träume.

 
Felix von Jascheroff

 
Ajouré: Du kommst aus einer Schauspieler-Familie. Gab es da denn überhaupt einen anderen Berufswunsch oder wurde dir die Schauspielerei quasi schon direkt mit in die Wiege gelegt?

Für mich stand schon früh fest, dass ich mich, genau wie meine Familie, im Bereich Schauspiel / Musik weiterentwickeln werde. Macht ja auch einen wahnsinnigen Spaß. Das ist das Wichtigste am Job: Der Spaß an der Arbeit. Ist der nicht mehr vorhanden, muss man sich Gedanken machen, einen anderen Weg einzuschlagen. Bei mir ist das nicht der Fall.

 
Ajouré: Uns ist zu Ohren gekommen, dass in Sachen Musik etwas von dir auf uns zukommen wird. Stimmt das? Und wenn ja, darfst du uns schon was darüber erzählen?

Einige wissen ja, dass ich auch viel mit Musik zu tun habe. Die meisten wissen zudem, dass es hin und wieder die Möglichkeit gibt, mich auch live bei „elektronischer Tanzmusik“ zu erleben. Und in dieser Richtung wird es von mir auch mehr geben … aber wann und was, das werdet ihr noch früh genug erfahren, ihr Neugierigen. (lacht)

 
Abschließend drei Berlin-Fragen, da du dich als Urberliner in der City auskennst, wie in deiner Westentasche.

Berlin Frage 1: Best restaurant in town?

Goldhorn Beefclub

Berlin Frage 2: Absoluter place to be?

Zuhause oder im guten Charlottenburg

Berlin Frage 3: Was bedeutet dir Berlin?

Berlin ist für mich Kultur – kann sehr ruhig, aber auch völlig durchgedreht sein. Asozial schick und ganz tief in meinem Herzen.

 
Felix von Jascheroff

 
Aktuell ist Felix von Jascheroff Markenbotschafter des Fashion Labels Phinomen, das von dem Friesen Philipp Puttkammer 2014 gegründet wurde. Neben Sneakers umfasst die Kollektion alles was das Männer-Herz begehrt: Caps, Hoodies, Shirts, Socken und Boxershorts.

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„In der Werbung kann man sich oft austoben“ – Philipp Christopher im Interview

 

Fotos: Chris Noltekuhlmann

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