Die 8 besten Tipps, wie du deinen inneren Schweinehund überwindest

        Mit diesen Tipps kannst du deine Komfortzone verlassen und deinen inneren Schweinehund überwinden.    

Kennst du das?

Du kommst aus dem Geschäft nach Hause. Der Tag war schwer, viel Stress im Büro gehabt, der Chef hat wieder mal genervt, die Kunden waren unverschämt und jemand hat den Außenspiegel an deinem Wagen draußen auf dem Firmenparkplatz beschädigt, ohne sich zu melden. Wie fühlt man sich in solch einem Moment? Lässt du dich dann erschöpft und völlig fertig auf das Sofa fallen und verbringst den Abend mit einer Packung Chips vor dem Fernseher, oder ziehst du dein geplantes Vorhaben durch, indem du eine Runde joggen oder in das Fitnessstudio gehst?

Es ist immer eine Frage der Willensstärke: Ist man mental schwach und zögert nur eine Sekunde lang, hat der innere Schweinehund die Oberhand gewonnen und wir lassen unsere Pläne sausen. Der innere Schweinehund. Mit anderen Worten – die Willensschwäche, obwohl das niemand gerne zugeben wird. Egal, wie man es nennt, ob Willensschwäche oder „Komfortzone“, wir werden immer verlieren, wenn wir den inneren Schweinehund weiterhin „füttern“ oder ihm erlauben stark zu sein. Befindet man sich innerhalb der Komfortzone, will man sie nur äußerst ungern verlassen. Auch wenn man weiß, dass es die persönliche Weiterentwicklung zum Erliegen bringt.

Der innere Schweinehund hindert uns zum Beispiel daran, unangenehme Tätigkeiten – wie der Versuch, sich einem Problem zu stellen – anzugehen. Dadurch verlieren wir neue Erfahrungen und Erkenntnisse, die unser Leben bereichern. Der innere Schweinehund ist auf seine Art klug und schlau und bietet uns immer verlockende Alternativen an: Statt nach draußen in die Kälte und Nässe zu gehen, um einige Kilometer zu laufen, kannst du vielleicht eine Flasche deines Lieblingsbiers aufmachen und sich ein Fußballspiel anschauen. Was würdest du wählen, wie würdest du dich entscheiden? Wie stark bist du mental und wie kämpfst du gegen deinen inneren Schweinehund?
 

Raus aus der Komfortzone - rein ins Leben
Raus aus der Komfortzone – rein ins Leben

 

Den inneren Schweinehund richtig erkennen

Damit du im Kampf gegen den Schweinehund erfolgreich bist, musst du ihn erst mal identifizieren. Kennst du seine gemeinen Tricks, mit denen er verhindert, dass du deine Komfortzone verlässt, dann kannst du handeln. Die folgenden Punkte könnten dabei behilflich sein:
 

Bequemlichkeit:

Spürst du die Faulheit, die Bequemlichkeit aufkommen, dann wirst du plötzlich arbeitsscheu und wollst nichts tun und passiv bleiben, dann müssten die Alarmglocken klingeln, es ist die höchste Zeit zum Handeln. Wenn es bis jetzt nur ein oder zwei Mal vorgekommen ist, dann nehme dir erst eine Auszeit, und beruhige alle deine Sinne und tanke neue Kräfte auf. Sollte das ein Dauerzustand sein, frage dich, wie dein Leben weiter gehen soll. Dein Wille ist gebrochen und du musst jetzt handeln.
 

Trägheit:

Lustlosigkeit, Müdigkeit oder Trägheit ist das Wasser auf die Mühle des inneren Schweinehunds. Du lieferst dich ihm auf dem Präsentierteller und bist für ihn eine leichte Beute. Sobald du merkst, dass du träge wirst, gehe raus aus dem Haus, laufe eine Runde im Park oder packe deine Tasche und gehe in ein Fitnessstudio. Tu etwas und bleibe aktiv. Denn wer nicht handelt, der wird behandelt!
 

Pausenlosigkeit:

Ohne Rast rennst du von einer Aufgabe zu anderen, von einem Ort zum anderen, aber so wirklich nimmst du auf diese Weise nicht aktiv am Leben teil. Im Prinzip schleicht man nur von einer Ecke in die nächste und hat im Grunde genommen keinen vernünftigen Plan. Der innere Schweinehund funktioniert dabei wie eine Blockade, die es zunichtemacht, klare Gedanken fassen zu können und etwas Sinnvolles zu machen. Schalte einen Gang runter, suche dir einen ruhigen Ort, wo du nicht gestört werden kannst und sammel und fokussiere deine Gedanken und schaffe dir innere Klarheit.

 
Die wichtigsten Eigenschaften, um den Schweinehund zu besiegen und die Komfortzone zu verlassen, sind Selbstdisziplin und Motivation. Dafür ist nicht wirklich viel nötig – mit dem ersten Schritt aus der Komfortzone hast du schon gewonnen. Verlasse das Sofa und gehe an die frische Luft um dein Leben zu überdenken – wie kann ich etwas Sinnvolles machen? Die Antwort darauf findest du in den folgenden Punkten:

 

Ohne Selbstdiszplin und Motivation geht es nicht.
Ohne Selbstdiszplin und Motivation geht es nicht.

 

1. Mache dir einen Plan und setze dir neue Ziele

Wenn du keinen Plan und keine Ziele hast, hat der Schweinehund ein leichtes Spiel. Setzt man sich dagegen klare und vor allem realistische Ziele, entzieht man ihm seine Handlungsgrundlagen. Es ist wichtig, sich Ziele zu setzen, die einen zwar herausfordern, aber auch nicht überfordern, weil man dann ganz schnell seine Pläne aufgeben wird. Deine Ziele sollten dich anziehen und motivieren, statt dich zu deprimieren oder abzuschrecken, sie sollen aber vor allem erreichbar sein. Denke scharf nach, wozu du aktuell in der Lage bist, was kannst du mit der vorhandenen Motivation und Selbstdisziplin momentan erreichen. Es ist zudem vorteilhaft, die Ziele schriftlich zu formulieren und dann an einem Ort abzulegen, den man täglich vor Augen hat. Merke dir: Je größer das Ziel auf dich wirkt, umso mehr zweifelst du an der Realisierung und desto mehr Angriffsfläche bieten Sie dem Schweinehund an.
 

2. To-do-Listen für den Tag

Setze dir klare und überschaubare Aufgaben für den Tag, dann sind sie leichter zu bewältigen. Mit einem konkret formulierten Tagesplan in dem schriftlich steht, was du wann erledigen sollst, und wie viel Zeit du dafür brauchen wirst, trotzt du mit Erfolg dem Schweinehund entgegen. Um sich noch mehr zu motivieren, hakst du alle erledigten Aufgaben ab. Damit erkennst du, dass du überhaupt vorankommst.
 

3. Gib deimem Schweinehund einen Namen

Es ist leichter gegen etwas anzutreten, wenn es einen Namen hat. Deshalb gebe deinem Schweinehund einen Namen, um ihn besser zu visualisieren oder mit ihm zu kommunizieren. Höre dann innerlich seine Stimme und das, wie er versucht, dich in deine Komfortzone zu verweisen. Dann solltest du mit ihm klare Worte wechseln und ihn auf seine eigene Komfortzone hinweisen.
 

4. Verhandel mit dir selbst

Wie wäre es mit einem Vertrag mit sich selbst? Ein Vertrag ist verbindlich und deswegen wird es dann schwerer, die selbst gestellten Regeln zu brechen. Schreibe dir einfach alles zusammen, was du dir erlaubst und was nicht. Diese Methode ist insbesonders für die Vergesslichen unter uns gut geeignet.
 

5. Suche dir Unterstützung bei deinem Partner

Nichts motiviert besser als ein Partner. Vorausgesetzt, er will dir wirklich helfen und dich bei deinem Vorhaben unterstützen. Ist das der Fall, dann bleibt der Partner die treibende Kraft und kann dich sogar bei Aufgaben, die wenig lustig sind, zum Lachen bringen. Wenn du Glück hast, findest du einen Partner, der deine Leidenschaft teilt und der dich so liebt, wie du bist.
 

6. Motivationsspruch oder Motivationszeichen gibt mehr Kraft

„Gibt’s nicht – geht nicht!“ – mit solchen oder ähnlichen Sprüchen brichst du deine eigenen Grenzen durch. Wenn du dich an deinen persönlichen Motivationsspruch erinnerst, kannst du noch mehr aus dir herausholen. Das muss aber nicht unbedingt ein Spruch sein, ein Symbol oder ein Talisman, der einem frische Kräfte verleiht, tut das auch. Solche Symbole, an die man glaubt, haben eine Macht, die man nicht unterschätzen darf.
 

7. Sich selbst belohnen

Belohnung löst bei vielen Menschen neue Motivationsquelle aus. Probiere es aus: Kaufst du dir zum Beispiel ein Stück Designkleidung, das du schon immer haben wolltest, oder ein Paar neue Laufschuhe der neusten Generation mit allen technischen Schnickschnack, dann wirst du sehen, motivierend das sein kann und wie sich deine Stimmung aufhellt. Du hast es dir verdient!

Eigenlob stinkt nicht immer, besser noch, das kann sehr motivierend sein. Lobe dich vor allem dann, wenn du eine unangenehme oder schwere Aufgabe erledigt hast. Genieße deinen Erfolg und die Tatsache, mit etwas Schwierigen doch fertig geworden zu sein.
 

8. Achte bewusst auf deine Gedanken!

So wist du dem Schweinehund die Macht entziehen. Schon im babylonischen Talmud steht geschrieben:

„Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Worte.
Achte auf Deine Worte, denn sie werden Handlungen.
Achte auf Deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
Achte auf Deine Gewohnheiten, denn sie werden Dein Charakter.
Achte auf Deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

Kontrolliere und richte deine Gedanken auf das Wesentliche. So stoppst du etwaige Ausreden und bauest dein Selbstbewusstsein auf. Du kannst nur dann handeln, wenn du dich auf deinen Plan konzentrierest und positiv denkst.

 

Und falls es doch mal nicht weiter geht:

Es gibt Tage, an denen die Motivationstricks nicht funktionieren und man keine Chance hat, gegen die Unlust und Trägheit anzukommen. Bevor du dich an einem solchem Tag an einer scheinbar leichten Aufgabe die Zähne ausbeißt und trotz aller Bemühungen nicht vorankommst, widme dich besser anderen Tätigkeiten oder mache falls möglich früher Schluss. Komme auf andere Gedanken, indem du etwas anders tust. Und – hab kein schlechtes Gewissen dabei, morgen ist wieder ein Tag und du wirst ihn mit Bravour meistern und den Schweinehund in die Schranken verweisen!

 
Fotos: 71688903, 71688889, 77240135 © Photocreo Bednarek – Fotolia.com



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