Der Lieferheld – Unverhofft kommt oft

        der lieferheld    

David Wozniak (Vince Vaughn) ist Lieferwagenfahrer im väterlichen Fleischerei-Betrieb, hat eine hübsche Freundin Namens Emma (Cobie Smulders) und kämpft sich mehr schlecht als recht durch den Tag. Sein Problem: er bekommt einfach nichts auf die Reihe.

Finanzielle Probleme und Emma, die ihm offenbart schwanger zu sein, ihn aber für unfähig hält ein verantwortungsvoller Vater zu werden, machen es da nicht unbedingt leichter. Doch als wäre das nicht genug bekommt David von einer Klinik, an die er vor 20 Jahren eine beträchtliche Anzahl an Samenspenden verkauft hat, mitgeteilt, dass er, durch einen Fehler der Klinik, Vater von 533 Kindern ist und 142 davon ihn nun kennen lernen wollen.

Auf Nummer sicher

Dass Hollywood gerne erfolgreiche Drehbücher adaptiert und in amerikanischem Gewand wieder auf die Leinwand bringt ist allgemein bekannt. Wenn aber der selbe Regisseur auf dem Regiestuhl Platz nimmt, der auch die Vorlage drehte, ist das nicht ganz alltäglich. Bei „der Lieferheld“, der im Original „Starbuck“ heißt, passierte aber genau das.
Die selbe Geschichte, mit den fast gleichen Szenen, wird noch einmal auf die große Bühne gehoben. Dabei bekommt der Film den Hollywood typischen Anstrich, wird etwas cleaner und simpler und verzichtet auf Experimente.

Dennoch ist die Der Lieferheld nicht schlecht. Der Mix aus komödiantischen und ernsteren Momenten, die Moral und die gute Laune gehen gut Hand in Hand. Vince Vaughn spielt wie gewohnt sehr sympathisch, muss sich aber, im Gegensatz zu einigen seiner anderen Filmen, nicht komplett zum Affen machen und kann so der Figur auch etwas Ernsthaftes geben. Daneben kommt Chris Pratt, der Vaughns Anwalt und Freund Brett spielt, besonders gut zum Zug und hat einige tolle Szenen im Film.

Gute Neuauflage ohne Überraschungen

Ob dieser Film ganz großes Kino ist, mag man zu Recht bezweifeln. Aber eine unterhaltsame Geschichte, der das Hin und Her zwischen Komödie und ernsten Tön gelingt, ist er allemal. Wer Starbuck allerdings schon gesehen hat, kann den Lieferhelden getrost auslassen. Wer den leicht verdaulichen Hollywood-Stil und trotzdem eine Geschichte mit Inhalt mag die auch zum nachdenken anregt, der ist hier genau richtig.

Foto top: Delivery Man (2013) Movie Poster, Dreamworks



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