So gefährlich ist Oralverkehr wirklich

        Oralverkehr Gefahren    

Oralsex ist eine sehr beliebte Sexpraktik beider Geschlechter. Ob als Quickie oder zur sinnlichen Verführung unterscheiden wir jedoch verschiedene Varianten. Der Blowjob ist wohl die bekannteste Variante, mit der schon 69 Prozent aller Männer und 64 Prozent aller Frauen Erfahrung haben. Mit der oralen Stimulation der Vagina haben bereits 73 Prozent aller Männer und 66 Prozent aller Frauen Erfahrung. Weitere Arten wie dem Rimjob, Facesitting und 69 sind ebenfalls sehr beliebt.

Das Risiko einer Infektion durch Oralverkehr ist bei zwei gesunden Menschen so gut wie gar nicht vorhanden. Partner, die um die Gesundheit des anderen wissen, müssen sich also keine Sorgen machen. Bei jungen Paaren oder Freundschaft plus solltest du schon im Vorfeld über allgemeine Verhütung und Gesundheitszustand reden. Bei One Night Stands oder „Ausrutschern“ solltest du jedoch deine Zunge zügeln und auf Nummer sicher gehen.
 

Das Infektionsrisiko

Die Wahrscheinlichkeit, sich ohne vorbeugende Maßnahmen bei einer kranken Person anzustecken, ist leider sehr hoch. Das Risiko mit Hepatitis A infiziert zu werden ist vor allem beim Rimjob hoch. Hepatitis B und C sind eher unwahrscheinlich, aber nicht auszuschließen. Syphillis, Pilzinfektionen, Tripper, Chlamydien und HPV sind ebenfalls hochansteckend und definitiv kein Zuckerschlecken. Dellwarzen sowie Fadenwürmer sind weniger wahrscheinlich, aber auch nicht auszuschließen. Das Risiko der Fadenwürder ist bei einem Blowjob nach dem Analsex höher. Sich mit dem HI-Virus zu infizieren ist prinzipiell auch möglich, aber geringer als bei normalem Geschlechtsverkehr oder Analsex.

Die am meisten verbreitete Geschlechtskrankheit hierzulande sind Chlamydien mit einem Ansteckungszuwachs von 100.000 Menschen pro Jahr. Dabei ist aufgefallen, dass sich die Infektionen bei Urlaubsreisen wieder erhöht haben. Doch die meisten Krankheiten sind bis auf ein paar wenige Ausnahmen heilbar und leicht vorzubeugen. Zunächst eine Auflistung der Faktoren, die ggf. zur Übertragung führen.
 

Übertragungsrisiken

• kleine Wunden an Penis und Mund
• Blut im Samen oder im Vaginalsekret
• Samenerguss im Mund
• Menstruationsblut
• Ejakulat lange im Mund behalten
• schlechte Mundhygiene
• mehrere Sexualpartner, egal ob langfristig oder auf einmal
 

Vorbeugen beim Blowjob

Das Risiko beläuft sich auf ein absolutes Minimum, wenn Mann und Frau keine Wunden besitzen und der Blowjob nur von kurzer Dauer ist, sodass der Höhepunkt nicht im Mund der Frau oder des Mannes stattfindet. Außerdem ist darauf zu achten, dass der Penis nicht durch Zähne, Zahnspange oder Piercings verletzt wird. Zwar ist die Übertragung durch Speichel sehr unwahrscheinlich, dennoch ist die Übertragung durch Blut sehr gefährlich.

Kondome sind natürlich der sicherste Schutz vor Infektionen und können auch beim Oralverkehr angewandt werden. In diesem Falle kannst du zwischen unterschiedlichen Geschmackssorten entscheiden, wie zum Beispiel Erdbeer-, Pfefferminz- oder Bananengeschmack.
 

Vorbeugen beim Cunnilingus (Lecken)

Als Schutzmöglichkeit vor beidseitiger Virenübertragungen gibt es eine Latexauflage namens Dental Dam, die in jeder Apotheke erhältlich ist. Sie funktionieren im Prinzip wie Kondome, sind aber vom Aussehen und der Handhabung etwas anders. Im Notfall kann auch ein zurechtgeschnittenes Kondom aushelfen. Auch hier gilt, dass der Mann die Vagina nicht verletzen und zum bluten bringen darf.

 

 

Fotos: suebg1 photography / Getty Images; PR/Amazon



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