BDSM-Spiele machen glücklicher

        BDSM    


Seit 50 Shades of Grey sind Bondage & Discipline, Dominance & Submission bzw. Sadism & Masochism – kurz BDSM – total im Trend. Dieses Feld ist sehr umfangreich und bezeichnet spielerische Bestrafung, Lustschmerz, Fesselspiele sowie die Rollenverteilung eines dominanten und eines unterwürfigen Spielers. Laut einer Studie betreiben fünf bis 25 %, also etwa jeder Sechste, diese Praktik. Diese Studie motivierte einige niederländische Wissenschaftler, daran weiterzuforschen.

 
Da BDSM-Praktiken oft verpönt sind und als abartig und krank bezeichnet werden, richtet sich oft auch eine negative Einstellung gegenüber den praktizierenden Menschen ein. Doch ohne vielleicht selbst von seinen Neigungen zu wissen, ist es die Sache auf jeden Fall wert, sich näher damit zu beschäftigen.

 
Anhand vieler psychologischer Tests des Psychologen Dr. Andreas Wismeijer an der niederländischen Tilburg-Universität ergab sich, dass der Spaß an dem verbotenen Abenteuer von Fesselspielen und Sadismus nichts Böses oder Perverses mit sich bringt. Ganz im Gegenteil, es erwies sich, dass die Paare insgesamt zufriedener, ausgewogener und gesünder als ihre Blümchensex-Rivalen sind. Ebenso ist das mentale Wesen der Dom-Sub-Fans ausgeglichener. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass eben diese Menschen ihre Vorlieben ausleben können, folglich aus sich herauskommen und so auch immer wieder neue, spannende Sachen für sich entdecken.

 
Die Rollenverteilung von Sub und Dom lassen interessanterweise auch Rückschlüsse auf die Persönlichkeit der Probanden ziehen. Menschen, die den dominanten Part für sich beanspruchen, verhalten sich innerhalb einer Gruppe sehr ausgeglichen und erfahren normalerweise keine Zurückweisung. Dies trifft auf acht Prozent der befragten weiblichen Probanden und 48 Prozent der männlichen Probanden der Studie zu. Switcher, also Paare die sich abwechseln, finden sich mittelgut in einer Gruppe zurecht, zu denen 18 Prozent Männer und 16 Prozent Frauen zählen. Submissive bilden somit das Schlusslicht, von denen 48 Prozent Männer und 75 Prozent Frauen sind. Doch trotz des vermeintlich negativen Rückschlusses auf deren Persönlichkeit der nicht dominanten Probanden, schneiden Submissive immer noch besser als die Blümchensex-Fraktion ab.

 
Viel Spaß also beim Stärken deiner mentalen Fähigkeiten.

 


Foto: filipobr / Adobe Stock



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