American Assassin – Kinokritik & Filmtrailer

        American Assassin    

In Feierstimmung, weil gerade frisch mit seiner Freundin verlobt, will Mitch (Dylan O’Brien) eigentlich nur Cocktails an der Strandbar holen, als Schüsse fallen und Panik losbricht.

Eine Gruppe Terroristen stürmt den Strand mit schweren Waffen und bereitet ein Blutbad unter den Touristen, die Opfer willkürlich abgefeuerter Kugeln werden. Als Mitch in Richtung Wasser zu seiner Freundin rennt, sieht er sie nur noch tot zusammenbrechen.

18 Monate später ist aus dem lebensfrohen Jungen ein brutaler Einzelgänger geworden, der alles daran setzt Rache zu nehmen. Doch sein Tun bleibt nicht unbeobachtet und so greift ihn das CIA bei einem seiner Alleingänge auf.

Um nicht weggesperrt zu werden, lässt er sich auf einen Deal ein und tritt einer Spezialeinheit bei, die sich unter der Leitung von Kriegsveteran Stan Hurley (Michael Keaton) auf Terrorbekämpfung spezialisiert hat. Hier erhält Mitch weitere Ausbildung, um zum perfekten Elite-Agenten gegen das Böse zu werden. Und bald steht der erste Einsatz an, denn hinter mehreren brutalen Anschlägen steckt eine großangelegte Verschwörung.

 

 

Jugendlicher Elite-Agent sucht… Rache

Basierend auf der gleichnamigen Buchreihe ist American Assasin der (mögliche) Auftakt für eine neue Agentenreihe, in der ein von Rache Getriebener Jagd auf das Böse macht.

Im Film, der vor allem die Entstehungsgeschichte des Elite-Agenten Mitch Rapp zeigt, geht es heftig zur Sache. Jede Menge Action und Morde erwarten den Zuschauer. Dafür bleibt die tatsächliche Geschichte banal, trotz mancher Ansätze, die Handlung ausgefallener und überraschender zu machen. Die Erzählweise selbst schwächelt an einigen Stellen, und das Geschehen wird in erster Linie von bereits erwähnter Action vorangetrieben, die eine der Stärken des Films darstellt.

Eine Weitere ist das Zusammenspiel von Michael Keaton und Dylan O’Brien. Wann immer sie aneinandergeraten, wertet das den Film ungemein auf. Das Spiel der Beiden miteinander zählt deshalb zu den eindeutigen Highlights des Streifens. Andererseits ist O’Brien wiederum auch eine klare Schwäche des Films.

Passt nämlich zu Beginn sein jugendlicher Charme und sein unbedarft wirkendes Äußeres noch hervorragend, wirkt seine finale Verwandlung zum gestählten Elite-Agenten nicht mehr allzu überzeugend. Den kurzen Zwischenpart des verbissenen Einzelkämpfers mit wild wucherndem Bart und viel Verzweiflung kann man ihm durchaus abnehmen, wirkt er doch wie einer, der zwar erfolglos, aber voller Rachegelüste in den Kampf zieht.

Wenn er hingegen als Drei-Tage-Bart tragender und frisch frisierter Jüngling zwischen all den gestandenen Männern auftritt, zwar durchtrainiert, aber viel zu glatt und dünn, dann will man ihm den Mann, der so viel durchgemacht und nun so lange trainiert hat, um endlich in einen Einsatz zu starten, nicht so recht abkaufen. Und das, obwohl er nicht zwingend schlecht spielt.

 
American Assassin

 

Viel Action, wenig Inhalt

Alles in allem bleibt American Assassin relativ belanglos. Einige toll gemachte Momente wechseln sich mit einigen weniger tollen Momenten ab. Die Guten jagen die Bösen und es wird geschossen, gekämpft und gestorben.

Wer auf einfache Actionkost steht, die irgendwo zwischen Jack Ryan, James Bond und Jason Bourne angesiedelt ist, dabei aber an keinen der drei heranreicht, der dürfte trotzdem Spaß haben.

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Fotos: StudioCanal Deutschland

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