Abschussfahrt – Vier ist einer zu voll – Filmkritik & Trailer

        Teenies lassen auf der Klassenfahrt nach Prag die Sau raus.    

Abschussfahrt – Vier ist einer zu voll – Die Story

Die drei Jungs, Paul (Tilman Pörzgen), Berny (Chris Tall) und Max (Max von der Groeben), beschließen, es auf ihrer Klassenabschlussfahrt nach Prag so richtig krachen zu lassen. Eigentlich sind die drei die typischen Loser der Klasse, doch das soll sich nun ändern.

Allerdings läuft doch erstmal alles anders als gedacht. Denn Paul, der sich in Mitschülerin Juli (Lisa Volz) verguckt hat, verspricht ihr, auf ihren autistischen Bruder Magnus (Florian Kroop) aufzupassen. Und so sitzen die vier Jungs Karten spielend in der öden Jugendherberge, während sich alle anderen einen schönen Abend machen.

Doch Berny hat einen Plan und bald schon irren die Vier durchs Prager Nachtleben, geraten an Verbrecher, brutale Touristen und haben ganz schnell andere Sorgen, als den nächsten Club zu besuchen.

 

 

Nachahmungstäter

Mit „Abschussfahrt – Vier ist einer zu voll“ läuft einmal mehr eine deutsche Teenie-Komödie im Kino.

Selbst für Kinobesucher, die nur selten Filme schauen, wird schnell klar, in diesem Film sieht man nichts, das man nicht auch schon in anderen Filmen zu sehen bekommen hat. In einem Mix aus „Hangover“, dem deutschen „Schule“ von 2000 und diversen „American Pie“ Anleihen, wird hier alles einfach nochmal neu arrangiert und auf die vier Jungs und ihre Absch(l)ussfahrt nach Prag umgemünzt.

Dass dabei keine komplette Nullnummer herausgekommen ist, verdankt der Streifen der ordentlichen Umsetzung und Comedian Chris Tall. Denn, auch wenn die Geschichte wenig neues bietet und man deshalb nie überrascht wird, kann Chris mit seiner Art und den, ihm auf den Leib geschriebenen, Sprüchen, doch immer wieder für Stimmung sorgen. Der übrige Cast bleibt insgesamt etwas grau und unspannend. Ein kleiner lustiger Cameo rund um eine Ziege und der „Chauffeur“ sind dabei noch die unterhaltsamsten Charaktere.

Musik, Bild und Geschichte sind in sich eigentlich homogen, aber geraten, eben durch das Zurückgreifen auf oft verwendete Inhalte, einfach nicht so spannend, als dass man ihnen übermäßige Beachtung schenken müsste.
 

Für zwischendurch mal

Wer die oben genannten Filme wie „Hangover“ und Co. mochte und das Verlangen verspürt, sich den kleinen minderjährigen Bruder davon, der alles etwas unbeholfener nachahmt, anzusehen, könnte enttäuscht werden. Wer völlig unvoreingenommen und ohne Erwartungen den Film ansieht, dürfte aber den ein oder anderen Lacher mitnehmen können. Damit darf man aber getrost warten, bis der Film im TV oder auf einer der vielen Streaming-Plattformen läuft, denn extra ins Kino braucht man dafür nicht.

 

Teenies lassen auf der Klassenfahrt nach Prag die Sau raus.
Kinostart: 21. Mai 2015

 

Kinoposter: Constantin Film Verleih

Keine Kommentare

Dein Kommentar dazu Abbrechen

Deine E-mail Adresse wird nicht veröffentlicht.