300: Rise of an Empire

           

480 vor Christus. König Xerxes (Rodrigo Santoro), der von seinen Untertanen als Gott verehrt wird, marschiert mit seinem Heer in Griechenland ein. Während er bei den Thermopylen auf König Leonidas (Gerard Butler) und seine 300 Spartaner trifft, kämpft seine Schiffsflotte, unter dem Befehl der grausamen Artemisia (Eva Green), gegen das recht kleine griechische Aufgebot an Kämpfern, die von Themistokles (Sullivan Stapleton), einem klugen und mutigen Krieger, der 10 Jahre zuvor schon einmal die Perser besiegen konnte, angeführt werden. Wird Themistokles etwas gegen das übermächtige Heer ausrichten können oder ergeht es ihm wie den tapferen 300 Spartanern, die von Xerxes letzlich einfach überrollt wurden?

Zeitlupenblutrauschmetzelorgie

Wer dachte, heftiger als in 300 kann es nicht kommen, wird mit 300: Rise of an Empire eines Besseren belehrt. Noam Murro, der in der Fortsetzung Platz auf dem Regiestuhl genommen hat, lässt es so richtig krachen. Ein visueller Wahnsinn auf Leinwand gepackt, offenbart sich dem Zuschauer.

Rise of an Empire ist, wie schon der Vorgänger, ein Effekt-Monstrum das mit Look und Sound beeindrucken kann. Dabei ist der Film eigentlich eine optische 1:1 Kopie des Vorgängers. Unterschiede macht er lediglich in der gesteigerten Menge an Blutfontänen und -Bächen und der regelrecht überstrapazierten Zeitlupeneinstellungen, in der abgetrennte Gliedmaßen durch die Gegend fliegen und die bereits erwähnten Liter Blut über die Kamera schwappen. Da kann es schon einmal passieren, dass aus dem anfänglichen Atem anhalten gegen Ende des Films ein Gähnen wird, ob des zum 100sten Mal zelebrierten Zeitlupeneffekts.

Und was 300 zuviel an Pathos hatte, hat der Nachfolger zu wenig. Und so sympathisch Sullivan Stapleton als Anführer Themistokles rüberkommt, Gerard Butlers Leonidas ist er nicht. Dafür macht Gegenspielerin Eva Green eine ausgesprochen gute Figur und hat wohl den ausgereiftesten Charakter der Geschichte zu bieten. Der übrige Cast macht seine Sache nicht unbedingt schlecht, bleibt aber im Gesamten doch etwas blass.

Ist extrem auch extrem gut?

300: Rise of an Empire haut zwar ziemlich auf die Kacke, schießt damit aber etwas über das Ziel hinaus. Ein optisch gelungener, manchmal zu Blut- und Zeitlupenlastiger Streifen, der inhaltlich nicht ganz mit seiner Verpackung und dem Vorgänger mithalten kann.

Für Fans des ersten Teils und Leute die Frank Miller Comics lieben ein Muss. Wer eher auf Inhalt und Realismus steht, sollte sich nach anderen Alternativen umsehen.
 

Foto: PR

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