Warcraft: The Beginning – Filmkritik & Trailer

           

Warcraft: The Beginning – Die Story

Bis eben war Azeroth, von König Llane Wrynn (Dominic Cooper) regiert, eine friedlich Welt, in der die unterschiedlichen Gruppen nebeneinander her existieren, da öffnet sich ein großes Portal und Orcs, unter der Führung von Gul’dan (Daniel Wu), dringen in die Welt und bringen Tod und Zerstörung mit sich.

Der junge Magier Khadgar (Ben Schnetzer), des Königs bester Kämpfer Anduin Lothar (Travis Fimmel) und der Medivh (Ben Foster), der magische Wächter über das Königreich, machen sich auf, um sich dem Gegner entgegen zu stellen. Unterwegs stoßen sie dabei auf die geheimnisvolle Garona (Paula Patton), halb Mensch, halb Orc, die sich als hilfreich erweist.

Doch Gul’dan, der Hexenmeister der Orc, verfügt über eine mächtige und zerstörerische Magie, die alles vernichtet, das sich ihr in den Weg stellt. Und so entbrennt ein furchtbarer Kampf, der viele Opfer fordert.

Doch im Laufe der kriegerischen Auseinandersetzungen kommt der junge Orc-Häuptling Durotan (Toby Kebell) ins Grübeln, je mehr er sieht, was die Macht der finsteren Magie des Hexenmeisters vermag. Und so beschließt er, gemeinsame Sache mit dem Feind, den Menschen zu machen, in der Hoffnung, dass noch nicht alles zu spät ist.

 

 

„Sie greifen uns an!“

Viele Jahre sind vergangen, seit der ersten Idee, aus dem Spiel Warcraft und seinen Fortsetzungen, einen Film zu machen. Nun, 2016, ist es endlich soweit. Und wie es das ungeschriebene Gesetz für Spieleverfilmungen so will, spalten sich die Fans der Marke in die Jubler, die alles gut finden und die Meckerer, für die das alles nicht gut umgesetzt wurde.

Dabei ist es einmal mehr, wie so oft, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen.

Wenn man „Warcraft: The Beginning“ in der 3D Version ansieht, fällt einem, zuallererst positiv, die 3D Umsetzung auf. Hier wurde sinnvoll, funktional und an den richtigen Stellen die Tiefe und Räumlichkeit inszeniert. Es bleibt stimmig, nie störend und verstärkt den Aha-Effekt an einigen Stellen gekonnt. Daneben sind CGI und Kulissen, zwar nicht ganz auf Herr der Ringe Niveau, aber dennoch, ein echter Hingucker. Viele Orte wurden wundervoll in Szene gesetzt und lassen den Film optisch erstrahlen.

Wo sich viele Geister scheiden ist der Look der Orcs, angelehnt an das Aussehen der Figuren aus dem Spiel, entsteht so ein etwas „künstlicherer“ Look, als etwa beim bereits erwähnten Herr der Ringe. Das kommt bei den einen Zuschauern (juhu, näher am Spiel dran) gut an, bei den anderen (viel zu unecht) eher weniger. Verständlich sind beide Argumente, aus Sicht der Herkunft betrachtet, macht das Aussehen der Orcs aber durchaus Sinn und ist stimmig.

Stimmig sind auch die dargestellten Figuren und deren Umsetzung durch die Schauspieler. Der Cast, der größtenteils nicht aus den ganz bekannten Gesichtern der Hollywood Filmlandschaft besteht (die meisten Datsteller kennt man aus Serien oder Nebenrollen), macht seine Sache nämlich richtig gut. Auch wenn die Handlung und die Erzählgeschwindigkeit nicht immer viel Platz für schauspielerischen Tiefgang lassen, die Darsteller schaffen es dennoch, ihren Figuren echtes Leben einzuhauchen. Lediglich der Warcraft Veteran könnte hier etwas zu meckern finden, da nicht alle Figuren bzw. Darsteller genau dem entsprechen, was das Spiel vorgibt, aber darüber sollte man hinwegsehen können.

Die wohl größte Schwäche oder eher Schwierigkeit des Films war wohl die Handlung zu gestalten, denn durch die 124 Minuten Laufzeit wird der Kinobesucher in atemberaubendem Tempo gepeitscht. Viele Charaktere müssen eingeführt werden, viele tolle Schauplätze wollen gezeigt werden. Und so erhält der Film, neben einer rasanten Geschwindigkeit, eine manchmal holprige, kurzatmige Erzählweise und eine recht simple Story, die in erster Linie die Entstehung und die Hinführung auf die eigentlichen Ereignisse zeigt, die dann in einer möglichen Fortsetzung kommen könnten. Die einfache Geschichte kommt dann allerdings denen zugute, die keine Ahnung vom Warcraft Universum haben, durch viele Elemente und Insider aus dem Spiel, entfaltet sich für den Warcraft-Spieler dabei dennoch eine zweite Ebene.

 

„Arbeit, Arbeit!“

Mit „Warcraft: The Beginning“ wurde eine Spieleverfilmung an den Start gebracht, die sich durchaus sehen lassen kann. Zwar ist in der Umsetzung nicht alles rund und Luft nach oben, aber ein solider Blockbuster, der viele alte und neue Fans für Warcraft gewinnen könnte, ist dabei herausgekommen. Und falls an den oben erwähnten Punkten in einer möglichen Fortsetzung nachgebessert wird, könnte uns mit dem zweiten Teil ein echter Megahit erwarten.

 

Warcraft: The Beginning Kinoposter
Kinostart: 26. Mai 2016

Etwas moderner angehaucht:

War Dogs – Filmkritik & Trailer

 

Fotos: Universal Pictures Germany



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