The Accountant – Filmkritik & Trailer

        The Accountant    

The Accountant – Die Story

Christian Wolff (Ben Affleck) ist nach außen hin ein unscheinbarer Buchhalter. Doch seine unglaubliche Begabung mit Zahlen, bedingt durch seinen Autismus, macht ihn zu etwas Einzigartigem in seiner Branche. Dennoch wissen davon nur wenige Menschen, zählen doch in erster Linie die großen Verbrecher dieser Welt zu seinen Kunden. Seine Tarnung ist dabei so simpel wie clever und lässt ihn lange unter dem Radar der Finanzbehörden unsichtbar werden.

Doch ausgerechnet als er einen legalen Fall annimmt, stößt er auf Ungereimtheiten, die sich alsbald als echte Bedrohung herausstellen. Denn irgendjemand setzt alles daran, etwas zu vertuschen und bringt dabei systematisch Menschen um. Zudem kommen ihm mit Ray King (J. K. Simmons) und Marybeth Medina (Cynthia Addai-Robinson) zwei Finanzbeamte so langsam auf die Schliche.

 

 

Rechenschieber trifft Actionheld

Ein autistischer Buchhalter, der illegale Geschäfte betreibt und sich dazu noch in bester Superagentenmanier gegen böse Buben mit dicken Knarren behaupten muss. Mit „The Accountant“ läuft ein weiteres Filmhighlight 2016 in den Kinosälen.

Vorweg sei gesagt, wer hier einen realistischen Film über Autismus erwartet, sollte seine Erwartungshaltung ändern, denn in erster Linie ist hier ein actionlastiger Thriller entstanden, der das Thema Autismus als eine Grundlage nimmt, um damit eine unterhaltsame und spannende Geschichte zu erzählen.

So präsentiert sich Ben Affleck in der Rolle des autistischen Buchhalters als eine gelungene Wahl, die genau das richtige Maß, zwischen Actionheld und hochbegabtem, aber im Umgang mit Menschen schwachem Mathegenie, inne hat. Daraus entsteht zwar eine Figur, die es im echten Leben so wohl nie geben könnte, aber gerade das macht sie wiederum so reizvoll. Daneben kommt mit Anna Kendrick, J. K. Simmons, Jon Bernthal, John Lithgow und Cynthia Addai-Robinson ein interessantes Team an Nebendarstellern zum Einsatz, das sich mehr als sehen lassen kann. Sowohl in Dialog-, als auch Actionszenen machen alle Beteiligten eine gute Figur und sorgen für einen runden Film.

Auch optisch und klanglich macht der Streifen einiges her. Die kühlen, meist klaren Bilder und eine ausgefeilte Soundkulisse tragen zum stimmigen Gesamteindruck maßgeblich bei.

Die Geschichte an sich ist durchweg mitreißend und hält den Spannungsbogen von Anfang bis Ende. Manche Drehung und Wendung im Geschehen bringt dabei frischen Wind, auch wenn der kritische Betrachter die ein oder andere Offenbarung durchaus als zu viel des Guten empfinden könnte. Doch bei einem Film, dessen Story nicht viel mit der Realität gemeinsam hat und dabei doch so echt anmutet, sollte man genau dies erwarten (dürfen).

 

Unberechenbar gut

„The Accountant“ ist ein rundum gelungener Unterhaltungsfilm, der, obwohl einfach gehalten, dank unerwarteter Ereignisse überraschen und mit gut aufspielenden Darstellern überzeugen kann. Wer gute Action mag und an einem unverbrauchten Storyansatz interessiert ist, könnte mit diesem Streifen einen Volltreffer landen.

 

The Accountant Filmposter
Kinostart: 20. Oktober 2016
 

Fotos: Warner Bros. GmbH

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