Split – Unsere Filmkritik & Trailer

Split – Die Story

Als Casey (Anya Taylor-Joy), Marcia (Jessica Sula) und Claire (Haley Lu Richardson) plötzlich in einem Kellerverschlag wieder erwachen, ist ihnen sofort klar, dass sie in größter Gefahr schweben. Und bald schon bietet sich den drei Mädchen ein weit bizarreres Schauspiel, als sie es je erwartet hätten, denn ihr Entführer trägt 23 verschiedene Persönlichkeiten in sich, die in unregelmäßigen Abständen zum Vorschein kommen.

Doch während die von panischer Angst erfüllten Mädchen verzweifelt alles versuchen, um die Flucht zu ergreifen, kämpft der Entführer einen eigenen Kampf, denn Persönlichkeit Nr. 24 ist auf dem Weg, düsterer und gefährlicher als jede andere zuvor.

 

 

Zwischen Realität und Wahnsinn

Mit Split erlangt Regisseur und Drehbuchschreiber M. Night Shyamalan nun entgültig wieder die Qualiät, die ihn einst bei Sixth Sense auszeichnete. Nachdem er für diverse Filme in den vergangenen Jahren wenig Lob erhielt und erst im Jahr 2015 mit The Visit wieder an alte Erfolge anknüpfen konnte, legt er mit Split nun die Messlatte erneut hoch an.

Der Psycho-Thriller Split ist ein auf wenige Schauplätze und Personen reduziertes Stück, das in erster Linie durch die Darstellung der Charaktere, allen voran Hauptdarsteller James McAvoy, lebt. Dazu eine raffinierte, wenn auch gar nicht so überraschende Geschichte, wie man zuerst vermuten könnte. Doch die Intensität der Ereignisse und die gut erzählte und optisch stark bebilderte Handlung tragen den Zuschauer durch den Film, der mit 118 Minuten eine gute Länge bietet und dabei nie langweilig wird.

Doch nicht nur gelungene Kameraarbeit und gut gewählte Schauplätze zeichnen den Film aus, auch seine Soundkulisse ist, ohne vordergründig aufzufallen, sehr durchdacht und auf den Punkt. Ebenso die wenigen, aber dafür gezielt eingesetzen Effekte, die dem Film noch den letzten Kick geben.

 

Irre Persönlichkeitsstudie

Alles in allem ist Split ein gut erzählter, gut gespielter Psycho-Thriller, der eine Krankheit als Ausgangsbasis nimmt, um darauf ein Shymalan typisches Fantasy-Horror-Gebilde zu errichten, das dieses Mal zwar nicht so stark horrorlastig ausfällt, aber ausgezeichnet unerhält und mehr zu bieten hat als reine Erschreckmomente. Hier wurde mit überraschend kleinem Budget ein in sich runder Film erzeugt, der alles hat, was so ein Streifen braucht.

 

Split Filmplakat
Kinostart: 26. Januar 2017
 

Fotos: Universal Pictures Germany

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.