Resident Evil: The Final Chapter – Filmkritik & Trailer

        Resident Evil: The Final Chapter    

Resident Evil: The Final Chapter – Die Story

Es gibt nur noch ein paar tausend Menschen auf der Erde, die nicht vom T-Virus in Untote verwandelt wurden. Und es ist alles nur eine Frage der Zeit, bis auch diese überrannt werden. Die Menschheit steht vor ihrem Ende.

Alice (Mila Jovovich), die seit Jahren gegen die Zombies und andere Mutanten kämpft, macht sich auf den Weg zum Ursprungsort des Geschehens, Racoon City, um in einem letzten finalen Kampf gegen ihren alten Feind Wesker (Shawn Roberts) vielleicht doch noch das scheinbar Unvermeidbare aufzuhalten.

Aber auch die künstliche Intelligenz, die Red Queen meldet sich wieder zu Wort und bietet der überraschten Alice ihre Hilfe an, um Wesker zu stoppen. Doch Alice traut dem Ganzen nicht. Und so nimmt sie sich ein Team von Kämpfern, um das Böse ein für alle Mal zu besiegen und das T-Virus entgültig zu vernichten.

 

 

Kleines Finale

Der (vermutlich) letzte Teil der Resident Evil-Reihe, führt alle Fäden zusammen und setzt einen Schlusspunkt hinter die grundsätzliche Handlung. Dabei machen zwei Dinge dem Film zu schaffen. Zum einen fiel das Budget deutlich kleiner aus, als noch in den zuletzt gedrehten Vorgängern, was sich im fehlenden Bombast durchaus bemerkbar macht. Zum anderen wirkt die Zusammenführung aller vorangegangenen Handlungen oft sehr zurecht gebogen, was den Film noch weniger logisch erscheinen lässt als seine Vorgänger.

Dagegen stehen mit Jovovich und ihren Mitspielern ein interessantes Team und für den Actionfan einige ordentliche Kampfmomente parat. Auch wenn diese eben nicht so ausufernd stattfinden wie zuvor, kommt doch bei den reinen Kämpfen immer wieder das vertraute Feeling auf. Auch im Look und der Erzählweise fühlt man sich als Betrachter direkt wieder in das Resident Evil-Universum hinversetzt. So entsteht für den Fan schnell eine gewisse Vertrautheit.

Mila Jovovich, Dreh und Angelpunkt des ganzen Franchise, kann auch im sechsten Teil der Reihe glänzen und hat – ohne Frage – ihre Rolle der Alice verinnerlicht wie kaum ein anderer Darsteller seine Rolle. Immerhin sind es seit Drehbeginn von Teil 1 im März 2001 nun bereits fast 16 Jahre, dass sie immer wieder in die Rolle und die Klamotten von Zombiejägerin Alice schlüpfte. So nimmt man ihr auch von der ersten Minute an alles ab, was sie durchmacht, auch wenn es unter realistischen Umständen noch so unlogisch und wenig Sinn ergebend erscheinen mag. Als Betrachter mag man die Waffen schwingende Alice einfach.

Generell ist das, was den Film ausmacht Stärke und Schwäche zugleich. Schon immer waren die Resident Evil-Teile weit weg von Realität und Logik, hatten dafür ein in sich stimmiges und powervolles Auftreten und konnten bestens unterhalten, so dass das Interesse an einer logischeren, realistischeren Darstellung nie gefragt war. Nun, im sechten Teil der Serie fehlen durch das bereits erwähnte geringere Budget ein bisschen die Mittel, um den Zauber am Leben zu erhalten. Gleichzeitig müssen einige der Handlungsstränge aller voran gegangener Teile zusammengeführt werden und Erklärungen bekommen. Diese Erklärungen wiederum fallen im vorraussichtlich letzten Teil der Reihe dann etwas holprig und zu simpel aus, um dem großen Ganzen, das in den fünf früheren Teilen ausgebreitet wurde, gerecht zu werden. So entsteht beim Betrachten des Abspanns am Ende eher das Gefühl, dass man für den großen Schlussakt irgendwie mehr erwartet hatte.

 

Solider Actionfilm

Resident Evil: The Final Chapter setzt einen Schlusspunkt, der hinter seinen Ambitionen zurück bleibt. Dennoch ist ein unterhaltsamer Film dabei heraus gekommen, bei dem man vielleicht seine Erwartungen etwas herunter schrauben sollte, den aber zumindest Fans auf keinen Fall verpassen sollten.

 

Resident Evil: The Final Chapter
Kinostart: 26. Januar 2017
 

Fotos: Constantin Film Verleih



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