Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Filmkritik & Trailer

        Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Filmkritik & Trailer    

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Die Story

Als der britische Zauberer Newt Scamander (Eddie Redmayne) am Hafen von New York ankommt, den Koffer voller magischer Wesen, ahnt er noch nicht, in welches Abenteuer er alsbald verwickelt sein würde. Doch als ihm in der Steen National Bank eines seiner Wesen ausbüchst und er seinen Koffer mit dem Koffer des Nicht-Magiers Jacob Kowalski (Dan Fogler) vertauscht, ist Chaos vorprogrammiert. Als kurz darauf auch noch ein Mord passiert und zuerst alles auf magische Tierwesen hindeutet, macht sich Newt mit Hilfe von Jacob und den beiden Zauberinnen Tina und Queenie Goldstein (Katherine Waterston & Alison Sudol) auf, um seine Tiere wieder einzufangen und heraus zu finden, was es mit dem Mord auf sich hat.

 

 

Die alte neue Potter Welt

Mit „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ entführt J. K. Rowling den Zuschauer einmal mehr in ihr wundersames Harry Potter Universum. Dabei gerät der erste Teil der neuen Reihe durchaus eigenständig.

Zumeist, wenn eine Filmreihe übermäßig erfolgreich war, kann man mit höchster Wahrscheinlichkeit von einer Weiterführung ausgehen. Denn eine funktionierende Marke garantiert in der Regel immer auch Gewinne, selbst wenn die Fortsetzungen an die Qualität des Ursprungs nicht mehr anknüpfen können. Dabei passiert leider oftmals eben genau dies. Unter dem Wunsch, das Bestehende weiter zu führen, werden Geschichten und Drehbücher verfasst, die nicht mehr das Gefühl und die inhaltliche Stärke bieten, die den „Originalen“ zugrunde lag.

Zum Glück präsentiert sich „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ in dieser Hinsicht komplett unbeeindruckt. Eher wirkt der Film in sich runder als noch die Harry Potter Verfilmungen, was vielleicht daran liegen mag, dass dieses Mal J. K. Rowling selbst das Drehbuch schrieb und es nicht zuerst eine Buchvorlage gab, von der das Drehbuch adaptiert werden musste. Dazu kommt, dass die Geschichte selbst zwar im Potter Universum spielt, aber von Hogwarts und Co. so weit weg ist, dass in keinem Augenblick das Gefühl einer Neuauflage oder Kopie in irgendeiner Weise entsteht. Ganz im Gegenteil, die Geschichte ist frisch und unverbraucht in ihren Ansätzen und bindet dabei aktuelle Ereignisse und Themen gekonnt mit ein. Und kann gleichzeitig dennoch das Gefühl der Potter Welt wieder heraufbeschwören, wenn auch mit einem anderen Unterton. Zu kritisieren gibt es hierbei dann auch recht wenig. Lediglich die Nebenschauplätze und Handlungen gehen gelegentlich etwas unter und das Finale hätte auch etwas weniger klassisch und erwartbar ausfallen dürfen. Aber es muss ja noch Luft nach oben für die nachfolgenden Filme bleiben.

Neben den gut aufspielenden Hauptfiguren, allen voran Eddie Redmayne als fähiger aber durchaus auch naiver Zauberer und einem übrigen Cast, der solide abliefert, bei dem jedoch nicht jede Figur zur richtigen Entfaltung kommt, ist es die optische und vor allem tricktechnische Arbeit, die den Film prägt.

Mit einer wundervoll in Szene gesetzten magischen Welt, interessanten CGI-Figuren und gelungener Interaktion zwischen Mensch und Animation, wird hier auf tolle Art und Weise die Barriere zwischen Realität und Fiktion durchbrochen. Dabei ist die Stärke nicht nur die optische Umsetzung, sondern, dass die animierten Tiere ihren eigenen Charakter und Charme erhalten und in die gesamte Handlung sinnvoll und relevant mit eingebunden werden. Das lässt die magische Welt umso realer und interessanter erscheinen.

 

Zauberhaft

Wer Fan der Harry Potter Filme und/oder Bücher ist, der dürfte mit „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ seine wahre Freude haben. Blockbuster Kino auf unterhaltsamem, intelligentem und optisch wunderschönem Niveau.

 

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind - Kinoposter
Kinostart: 17. November 2017

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Fotos: Warner Bros. GmbH



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