Money Monster – Filmkritik & Trailer

           

Money Monster – Die Story

Lee Gates (George Clooney) ist DAS Gesicht und Moderator der angesagten Finanzsendung Money Monster. Mit großem Tamtam inszeniert er sich und seine Finanzvorhersagen und gibt den Menschen Tipps wie sie an der Börse am besten zu Geld kommen. Zusammen mit seinem Team um Regisseurin Patty Fenn (Julia Roberts) liefert er so eine große Show, die fünfmal die Woche über die Mattscheibe flimmert.

Doch heute kommt alles anders, als plötzlich, mitten in der Sendung, ein Mann (Jack O’Connell) mit Pistole das Studio betritt, Gates zwingt eine Weste mit Sprengstoff anzuziehen und ihn zu erschießen, sollte er keine Antworten finden, wie das angelegte Geld des Geiselnehmers sich einfach in Luft auflösen konnte.

Hintergrund des Ganzen, die von Gates als vermeintlich absolut sichere Geldanlage angepriesene Firma IBIS, verlor über Nacht rund 800 Millionen Dollar. Die Firma selbst gibt an, das Geld durch einen Glitch, einen Computerfehler, verloren zu haben, darunter auch die 60.000 Dollar des Geiselnehmers. Der jedoch beharrt darauf, dass an der Sache etwas faul ist. Und je mehr sich die Lage zuspitzt, umso mehr Informationen tauchen bei der, im Hintergrund durchgeführten, Recherche von Patty Fenn auf, dass möglicherweise doch mehr an der Vermutung dran ist als ursprünglich gedacht. Doch kann das Lee Gates das Leben retten?

 

 

Ein Monster namens Geld

Mit „Money Monster“ serviert uns Regisseurin Jodi Foster einen unterhaltsamen und zum Nachdenken anregenden Film, der zwar nicht auf allen Ebenen rund ist, aber dennoch gut funktioniert.

Das stark aufspielende Trio, George Clooney, Julia Roberts und Jack O’Connell, ist dabei die halbe Miete. Auch wenn die Figuren, so wie sie im Drehbuch angelegt sind, nicht immer zu 100% stimmig daher kommen, schaffen es die drei Hauptakteure sie sehr glaubwürdig zum Leben zu erwecken. Die ganze Palette an Emotionen in manchen Filmmomenten, wie Panik, Wut über Hilfslosigkeit und Erleichterung, alleine bei Clooney, reichen für das, was andere sonst in einem kompletten Film bieten. Ebenso Roberts und O’Connell, die, ganz in ihren Rollen, den Figuren freien Lauf lassen. Zu den Hauptfiguren gesellt sich zudem ein toller Cast aus vielen interessanten Nebenfiguren, die allesamt ihre eigenen guten Momente im Film haben und das Gesamtbild noch einmal deutlich aufwerten.

Daneben ist die zu Grunde liegende Geschichte, eine Kombination aus Geiseldrama und Börsenkrimi, eine gelungene Idee und tolle Kombination. Auch wenn der Film das volle Potential der Idee nie ganz ausschöpfen kann, so ist es dennoch einmal eine erfrischend andere Form, einen Film mit diesen Themen zu erzählen. Zwar werden recht klar die Fronten von Gut und Böse gezogen, aber da das nur ein kleiner Teil der Erzählung ist, stört das nur bedingt. Im Kern des Films geht es, neben der „Wie konnte das passieren“ Frage, vor allem darum, was man als Betrachter davon mitnimmt.

Die Kamera-, Set- und Soundarbeit des Films ist solide, ohne dabei besonders aufzufallen, hier wurde auf übertriebene Extras verzichtet und eher auf die Charaktere fokusiert. Dadurch bekommt das Drumherum, trotz storytechnischer Hektik und Anspannung, etwas Unaufgeregtes. Das dürfte vom Betrachter, je nach persönlichem Geschmack, als positiv oder negativ wahrgenommen werden.

 

Daheim oder im Kino

Wer die solide Filmumsetzung einer interessanten Idee und das gut miteinander agierende Trio Clooney, Roberts, O’Connell erleben will, kann sich „Money Monster“ auf jeden Fall ansehen. Allerdings muss es (wenn man warten kann bis der Film im Handel ist) dafür nicht unbedingt die große Kinoleinwand sein. Ein gemütlicher Filmabend daheim funktioniert mit diesem Streifen ebenso gut.

 

Money Monster Filmposter
Kinostart: 26. Mai 2016
 

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Fotos: Sony Pictures Germany



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