Ghost in the Shell – Filmkritik & Trailer

        Ghost in the Shell - Filmkritik & Trailer    

Ghost in the Shell – Die Story

Major Mira Killian (Scarlett Johansson) ist der erste Mensch, dessen Gehirn in einen Roboterkörper versetzt wurde. Als hochentwickelte Superwaffe leitet sie nun die Eliteeinheit der Sektion 9 des Innenministeriums.

Als ein höchst gefährlicher Hacker auftaucht und Mitarbeiter tötet, die zu Hanka Robotics gehören, dem Konzern, der Mira Killian quasi erschuf, macht diese sich gemeinsam mit ihrem Team auf die Jagd nach dem Mörder.

Doch hinter der ganzen Sache steckt mehr als sie ahnt. Und alles hängt mit ihr zusammen.

 

 

Neuauflage eines Klassikers

Remakes erfolgreicher Stoffe, seien es Hollywoodklassiker der letzten 60 Jahre oder Filme, die im Ausland funktioniert haben, efreuen sich in diesen Tagen in Hollywood höchster Beliebtheit.

Dieses Mal bedient sich die amerikanische Filmindustrie am Manga Ghost in the Shell und dessen Anime-Verfilmung und transportiert es in holywoodsche Erzähl- und Sehgewohnheiten.

Und genau hier liegen Stärken und Schwächen des Films vereint, denn die Realfilm-Variante kommt optisch unglaublich stark daher und gelangt gleichzeitig inhaltlich nicht an das Original heran. Zu simpel die Erzählweise der Geschichte, wenig überraschendes, man entwickelt zudem wenig Verbindung zu den Figuren, dafür ein Augenschmaus mit guter Action und tollen Sets.

Die Schauspielleistungen sind unterdessen fast durchgängig auf hohem Niveau und die Rollen gut besetzt, auch wenn mit Scarlett Johansson, deren Figur im Manga ganz klar asiatisch ist, oben erwähnte Hollywood’isierung greift und Hardcore-Fans der Vorlage nicht unbedingt glücklich damit sind. Ebenso fehlt es den Figuren an Tiefe aufgrund mangelnder Szenen, die mehr Hintergrund vermitteln. Pilou Asbæk als Batou funktioniert im ganzen Film dank weniger kleiner Szenen dabei noch am besten und hebt sich damit ein wenig ab.

Eine weitere Stärke des Films wiederum ist der Soundtrack, der von Hans Zimmer „Ziehsohn“ Lorne Balfe und Clint Mansell komponiert wurde und sich, ohne zu aufdringlich zu sein, schön in den Film einfügt und ihn gekonnt untermalt. So wirkt der Film, zumindest optisch und musikalisch, in sich rund.

 

Ordentliche Umsetzung mit Luft nach oben

Ghost in the Shell bleibt leider etwas hinter seinen Möglichkeiten, lässt sich aber dennoch gut ansehen. Gerade optisch und akustisch verlangt der Film dann auch nach einer großen Leinwand und gutem Soundsystem. Wer also nicht zu hohe Erwartungen an die Geschichte hat, darf sich über eine interessantes Remake im Kino freuen.

 

Ghost in the Shell - Filmplakat
Kinostart: 30. März 2017
Laufzeit: 1 Std. 47 Min.

 

Fotos: Paramount Pictures Germany

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